Daniel Tschannen

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<Wie die Liege entstand>
Haben Sie schon einmal eigenhändig Parkett gelegt? Und das Bedürfnis nach einer Pause zur Lockerung der müden Glieder verspürt? Ich habe mich einfach auf ein Paket Parkett gelegt. Schon beim Aufbau meiner »Bauwerke auf Zeit«, habe ich mich zwischendurch immer mal wieder auf einen Stapel gelber Schalttafeln gelegt und fand das sehr wohltuend für meinen Rücken. Konnte mir da der Boden nicht noch etwas mehr entgegen kommen? So entstand die erste Parkettliege, noch mit einer flachen Welle, die direkt auf dem Boden lag.

Die Erfahrung, dass ein Boden nicht nur trägt, sondern auch »erden« kann, führte mich immer wieder zu meiner Parkettliege. Sie stand in meinem Atelier als ein Objekt, das mir ermöglichte, meine Werke aus der notwendigen Distanz zu überdenken und buchstäblich »auf den Boden der Tatsachen« zurückzukommen. Der Kopf wurde frei für neue Ideen.

Wenn ich Besuch hatte und dieser Interesse an meiner Liege zeigte, lud ich ihn ein, sich probeweise darauf zulegen. Die meisten waren überrascht, wie entspannend die Wirkung der harten, aber gebogenen Holzfläche war. Durch die Rückmeldungen dieser »Erstlieger« wurde klar, wie stark die Biegung sein musste und wo der Körper direkt aufliegen sollte. Offensichtlich war auch, dass manche den tiefen Einstieg scheuten, oder sich so nah am Boden nicht wohl fühlten. Es gab auch welche, die das leichte Schaukeln nicht mochten.

Nach einigen Jahren testenden Schaukelns und regem  Austausch mit den Interessierten entwickelte ich nach und nach eine etwas stärkere Wellenform, auf der sich fast jeder wohl fühlte. Hinzu kam ein Liegegestell, das den Eindruck der Leichtigkeit störte, die die Liege davor vielen vermittelte. Erst als ich die Welle im Untergestell wiederholte, schien die Liege über dem Boden zu schweben. Man kann bequem direkt einsteigen oder die Liege von dem Untergestell herunter nehmen und auf den Boden legen, um mit leichten Fußbewegungen sanft darauf zu schaukeln.

Inzwischen muss ich meine Besucher nicht mehr bitten, sich auf die Liege zu legen. Seit das weiche, verstellbare Kissen in abgerundeter Keilform hinzugekommen ist, scheint die entspannende Wirkung der Liege offensichtlich zu sein. Nun fragen die Besucher mich, ob sie die Liege nicht mal ausprobieren können.

Leistungen
Das harte Nichtstun – mit der Parkettliege ist Entspannung leicht.
Einzugsgebiete
  • Deutschland
  • Grossraum Köln/Bonn/Düsseldorf
  • Schweiz
  • Österreich
Auszeichnungen
1989 Arbeitsstipendium des Kantons Aargau, CH 1993, Arbeitsstipendium des Kantons Aargau, CH 2000, Preisträger des 1. Kunstpreis des Goldenberg Berufskollegs, Hürth (Köln), Nominierung German Design Award 2015
Adresse
Rolshover Strasse 95
51105 Köln
Deutschland
+49-2218301585 www.parkettliege.de

Bewertungen

Wir haben bei diversen Projekten mit Daniel Tschannen zusammengearbeitet. Herr Tschannen arbeit im Bereich künstlerisches Design und der Raumgestaltung absolut zuverlässig. Gute Ideen und 1 a Umsetzung.
Vor etwa 4 Jahren
Projektdatum: August 2014