Neuer ess- wohnraum mit bodentiefer verglasung architektur plan b moderne wohnzimmer | homify
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Neuer Ess- Wohnraum mit bodentiefer Verglasung architektur plan b Moderne Wohnzimmer
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Neuer Ess- Wohnraum mit bodentiefer Verglasung architektur plan b Moderne Wohnzimmer
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Neuer Ess- Wohnraum mit bodentiefer Verglasung architektur plan b Moderne Wohnzimmer

Der klare, auf beiden Geschossen identische Grundriss, sowie die genaue Südausrichtung des Wohnhauses aus den 50er Jahren bildeten die optimalen Vorraussetzungen für einen Umbau mit gleichzeitiger energetischen Sanierung.

Das Gebäude wurde bis auf den Rohbau zurückgebaut. Die Heizungs- Sanitär- und Elektroinstallation, ein 10.000 Liter Öltank, wurden entfernt. Am Keller wurden alle Kältebrücken, wie z.B. die Betonlichtschächte, abgenommen. Das Dach wurde bis auf die noch tragfähigen Sparren abgedeckt. Der Keller wurde freigelegt und gedämmt. Aus der Erdgeschosswohnung sollte der neue Wohnbereich entstehen. Im Obergeschoss gibt es dann noch Platz für ein Bad und 3 weitere Zimmer. Das 30 cm starke Ziegelmauerwerk der Außenwände wurde mit 20 cm Dämmung versehen und einer hinterlüfteten Leisten- Deckelschalung aus sägerauer Douglasie bekleidet.

Um das zu beheizende Volumen so klein wie möglich zu halten und den Speicher als Wärmepuffer zu nutzen wurde die Decke über dem Obergeschoss mit 16 cm gedämmt. Die Sparren des Dachstuhls wurden ausgerichtet, Mittelpfetten eingezogen und dann mit einer Holzfaserplatte, als Unterdach, abgedeckt.

Auch die Kellerdecke ist von unten mit 14 cm gedämmt. Die neuen Holz- Alufenster mit einer Dreifachverglasung sitzen außen vor dem Mauerwerk in der neuen Dämmebene. Somit liegen alle massiven und tragenden Bauteile innerhalb der Dämmhülle.

Das Gebäude wird jetzt mit einem Holzvergaserkessel über Fußbodenheizung beheizt. Sowohl der Kessel als auch ein 12 m² Solarkollektor zur Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung schichten ihre Energie in einen 2000 Liter Hygiene-Pufferspeicher ein. Der Pufferspeicher versorgt dann die Fußbodenheizung mit der niederen Vorlauftemperatur. Das warme Wasser wird mit einem Brauchwasserwärmetauscher im oberen Teil des Puffers erzeugt. Das Gebäude konnte ohne eine zentrale Lüftungsanlage ausgeführt werden, da die massive Außenwände komplett innerhalb der homogenen und natürlichen Dämmhülle liegen. Einzig die Naßräume sind mit dezentralen Lüftern mit Wärmerückgewinnung ausgestattet.

Das Gebäude mit einer Nettogrundrissfläche (EG u. OG) von 148 qm hat jetzt noch einen Primärenergiebedarf von 29,1 kW pro Quadratmeter im Jahr.

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