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Ansicht Stephanikirchhof Bestand:   von qbatur Planungsgenossenschaft eG
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qbatur/Fotos Steffen Spitzner

Die gotische Stadtkirche St. Stephani im historischen Zentrum von Aschersleben/Sachsen-Anhalt wird von einem idyllisch gelegenen Kirchhof mit geschlossener Platzrandbebauung eingefasst.

Das als Einzeldenkmal ausgewiesene kleine Fachwerkhäuschen wurde in der 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts errichtet. Jahrzehntelang unter einer bröckelnden Putzfassade verborgen, zeigt sich die Fachwerkfassade nach der Sanierung in einer dezent zurückhaltenden Gestaltung mit Rautenmustern und Zierausmauerung. Schmuckstück sind auch die Fenster, die als historische Kastenfenster in geölter Lärche ausgeführt wurden. Die äußere Gebäudegestaltung wird abgerundet durch die Dacheindeckung mit historischen, zweitverwendeten Bibern in regionaltypischer Doppeldeckung.

Die Sanierungs- und Umbaumaßnahme wurde 2009/10 durch das auf Denkmalpflege spezialisierte Architekturbüro qbatur aus Quedlinburg betreut. Die grundlegende Instandsetzung umfasste sämtliche Gebäudeteile und erfolgte entsprechend den Empfehlungen „Fachwerkinstandsetzung nach WTA“ (Wissenschaftlich-Technische Arbeitsgemeinschaft am Fraunhofer Institut). Schwerpunkt der Baumaßnahme war auch die energetische Sanierung in Anlehnung an die Vorgaben der Energieeinsparverordnung. Um bei der Dämmung der Außenhülle die langfristige Schadensfreiheit der historischen Fachwerkkonstruktion zu gewährleisten, wurden alle Wandaufbauten sowie der Dachausbau diffusionsoffen bzw. diffusionsvariabel ausgeführt. Die Wärmeerzeugung erfolgt über eine Gas-Brennwerttherme, die in Niedertemperaturauslegung über Wand- und Fußbodenheizflächen das Gebäude energieeffizient beheizt.

Im Inneren überrascht das Haus durch seine von außen nicht erahnte Großzügigkeit. Anstelle baufälliger Anbauten fügten die Architekten hofseitig einen geschossübergreifenden, verglasten Anbau an und schafften so eine gelungene Symbiose aus historischen und modernen Elementen. Eine filigran gestaltete Stahltreppe verbindet die Wohnebenen und bietet immer wieder interessante Raumperspektiven.

Die Sanierung zeigt beispielhaft, wie ein über 300-jähriges Fachwerkhaus auf hohem denkmalpflegerischem Niveau saniert und gleichzeitig den gegenwärtigen Nutzungsanforderungen angepasst werden kann. Die getroffenen Maßnahmen der detaillierten Bestandsanalyse, der präzise durchgeführten Bauteilreparaturen und der ablesbar bleibenden Hinzufügungen schaffen einen eigenständigen Beitrag für die Stadtsanierung in Aschersleben.

Auszeichnungen

Bundespreis für Handwerk in der Denkmalpflege 2015, 1. Preis

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