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homify 360°: Von der Scheune zum gemütlichen Wohnhaus

Elisabeth Liebing Elisabeth Liebing
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Wenn es um den Bau von Häusern oder die Renovierung von bestehenden Gebäuden in den Niederlanden geht, wird deutlich, dass die Umnutzung von alten Bauernhäusern oder Scheunen ein sehr beliebtes Thema in der Architektur sind. Rein funktional betrachtet, ist die Umschichtung von stillgelegten Gebäuden eine innovative Idee. Die Basis ist bereits gegeben, und in Abhängigkeit von der Qualität kann die alte Konstruktion durch die Integration von neuem Design eine Kosteneinsparungen der Materialien erlauben. Aber das ist bei Weitem nicht der einzige Vorteil, denn wie wir schnell erkennen werden, versprühen die Gebäude einen einzigartigen Charme, den ein Neubau niemals auf so eine spezielle Art uns Weise erreichen könnte. Anhand der folgenden Bilder wird schnell deutlich, wie viel kluges Detailreichtum in dem Hausprojekt in Leusden von Kwint Architekten versteckt wurde. 

Wirkung

Auf einem etwa 4.000 Quadratmeter großen Grundstück haben Kwint Architekten eine traditionelle holländische Scheune zu einem modernen Wohnhaus umfunktioniert. Die Kontur des Scheunengebäudes wurde weitestgehend erhalten. Die Länge des Gebäudes hat ein starkes Gewicht in horizontaler Ausrichtung und verbreitet einen dominanten Eindruck. Prägnant ist die Fassade aufgrund der schwarz lackierten Hölzer sowie der vertikale Ausrichtung der Holzlatten. Aufgelockert wird die Fassade durch hellere Abschnitte, die geordnete Lücken aufweisen. 

Besonders schön finden wir das Reetdach. Diesen Baustoff sieht man leider immer seltener, obwohl er über einige nicht zu unterschätzende Vorteile verfügt und jedes Haus zu etwas Speziellem macht. So war Reet bzw. Schilf eines der ersten Bedachungsmaterialien überhaupt. Ein Reetdach verfügt über besonders gute Wärmedämmeigenschaften und kann bis zu 50 Jahre halten. Selbstverständlich kommt es hierbei auf die Qualität des verwendeten Reets sowie die spezielle Pflege an.

Weitere Anregungen zu Reet könnt ihr in dem Ideenbuch Reetdächer – Alte Liebe neu entdeckt nachlesen

Subtraktion

 Häuser von Kwint architecten
Kwint architecten

Zicht op souterrain

Kwint architecten

Um die Silhouette der Scheune zu öffnen, wurde Bauvolumen subtrahiert. Auf diesem Bild sehen wir das sehr gut. Der fehlende Ausschnitt sorgt dafür, dass die Innenräume des Hauses mit mehr Licht versorgt werden. Zusätzlich entsteht durch das fehlende Volumen ein Raum, der sich im Außenbereich befindet, aber dennoch von drei Wänden umrahmt wird. So entsteht ein Zone unter freiem Himmel, die dennoch windgeschützt ist und nicht nur im Sommer einen Bereich im Außenraum darstellt. 

Offene Ansicht

Die Front des Hauses präsentiert sich absolut offen und ist gen Süden ausgerichtet. Die gesamte Seite des Gebäudes besteht aus Glas und lässt unwahrscheinlich viel Licht in das Innere einströmen. Die horizontalen Streben strukturieren die Fassade und können später von Kletterpflanzen genutzt werden, um die vertikale Fläche besser emporzuwachsen. Die Begrünung von Wandflächen hat nicht nur Einfluss auf die Erscheinung, sondern wirkt sich ebenso positiv auf den Dämmwert aus.

Küche

Der Wohnraum der ehemaligen Scheune gestaltet sich offen und freundlich. Dieser Effekt wird ganz besonders durch die hohe Raumdecke hervorgerufen. Die Küche wurde zentral in das fließende Raumprogramm integriert. Eine überdimensionale Kochinsel bietet enorm viel Platz, um sich beim Kochen richtig auszutoben. Um Platz zu sparen, wurden Wandschränke in den Küchenentwurf eingeplant. Praktisch ist auch der Einbau des Backofens, der sich auf rückenschonender Höhe neben den Einbauschränken befindet. 

Badezimmer

 Badezimmer von Kwint architecten
Kwint architecten

Badkamer met doorkeuken naar masterbedroom

Kwint architecten

Das Badezimmer fügt sich stimmig in das vorherrschende innenarchitektonische Konzept ein und wagt keine Experimente. Die aus Holz gefertigten Unterschränke sind im Bad unerlässlich, da sie für viel Stauraum sorgen. Die Waschbecken wurden in eine massive schwarze Platte eingelassen und erzeugen einen lebendigen Kontrast zu der hellen Wand. Das elterliche Schlafzimmer grenzt direkt an das großzügige Badezimmer an.

Wohnbereich

Wieder sehen wir den Kontrast zwischen alt und neu in Form der freigelegten Holzbalken. In Kombination mit dem glatten Weiß und Anthrazit der Oberflächen. Diese zeigen sie sich in der Wand, Decke und dem Boden. Zusätzlich wird eine Verbindung zwischen den modernen klaren Linien und dem hellem Holz geschaffen. 

Materialien

Die Treppe steht ganz im Zeichen natürlicher Materialien. Die Konturen der einzelnen Stufen werden betont, indem die hölzerne Oberfläche seitlich ausgeschoben wurde. So entsteht ein schmaler Raum unterhalb der Treppe. Im hinteren Bereich des Fotos kann man die raumhohen Einbauschränke erkennen, die durch die gleiche Materialität eine Brücke zu dem Werkstoff Holz schlagen, das ebenso beim Bau der Treppe verwendet wurde. 

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