homify 360°: Passivhaus aus Holz und Stein

Elisabeth Liebing Elisabeth Liebing
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Heute möchten wir euch ein Passivhaus zeigen, das uns aufgrund der intelligenten und energieeffizienten Gebäudetechnik überzeugt hat. Neben dem innovativen und umweltschonenden Gedanken des Passivhauses hat uns natürlich auch das Design gut gefallen, das durch die traditionelle Fassadengestaltung mit Lärchenholz überaus zeitlos ist. Aber, macht euch selbst ein Bild – auf gehts nach England!

Lage des Grundstücks

Das Grundstück des Passivhauses findet sich auf einem kleinen Hügel.  Durch die erhöhte Positionierung hat man einen Panoramablick über das nahe liegende englische Dorf Nailsworth. Abgeschieden von anderen Häusern genießt das Gebäude völlige Ruhe und Idylle.

Struktur und Gestaltung des Passivhauses

Der Eingangsbereich wird über eine große Holzterrasse erschlossen, die in den Sommermonaten ein beliebter Ort zum Entspannen ist. Ein kleiner Wintergarten verbindet die robusten Partien der zwei massiven Gebäudeteile und versorgt den gläsernen Durchgang des Passivhauses mit viel natürlichem Licht. Die Fassade des Passivhauses wird durch den Einsatz unterschiedlicher natürlicher Materialien strukturiert. So wird die Gründung des Hauses gänzlich mit massiven Steinen verkleidet, die sich spätestens in der ersten Etage zu Holz wandeln. Für die Beplankung wird hier Lärchenholz verwendet, das sich aufgrund seiner natürlichen Eigenschaften besonders gut für den Einsatz im Außenbereich eignet. Es zählt zu einer sehr harten und zähen Holzart mit einer hoher Widerstandsfähigkeit. Durch den hohen Harzgehalt ist Lärchenholz sehr witterungsbeständig und kommt ohne chemischen Holzschutz aus. Es sollte allerdings ein ständiger Erdkontakt vermieden werden. Die rötliche Struktur der unbehandelten Lärche färbt sich nach geraumer Zeit durch die UV-Strahlung silbergrau. Wenn dieser Effekt nicht erwünscht ist, kann man das Holz mit einer wasserlöslichen Farbe behandeln, um der Färbung entgegen zu wirken. 

Weitere Anregungen zu Holzhäusern findet ihr in dem Ideenbuch: Schöne Holzhäuser

Passivhaus

Den Bauherren war es sehr wichtig, ein energieeffizientes Haus zu haben, deshalb entschieden sie sich für den Bau eines Passivhauses. In der Regel versteht man unter einem Passivhaus ein Gebäude, das aufgrund seiner guten Wärmedämmung keine klassische Gebäudeheizung benötigt. Dieses Haus verfügt über eine Holzpelletheizung, das heißt, es werden in einem Heizkessel Holzpellets, also kleine Holzspäne oder Sägemehl, verfeuert. Zusätzlich wurden auf dem Dach Sonnenkollektoren montiert und eine moderne Wärmelüftungsanlage verbaut. Der Name des Passivhauses rührt daher, weil der überwiegende Teil des Wärmebedarfs aus „passiven“ Quellen gedeckt wird, wie Sonneneinstrahlung und Abwärme von Personen oder technischen Geräten. Das Ergebnis ist eine positive Raumwahrnehmung, gekoppelt mit einem niedrigen Energieverbrauch.

Bauliche Details

Neben der unkonventionellen Gestaltung der Fassade finden sich Bauelemente in der Entwurfshülle, die sich kontrastreich auf die traditionellen Werkstoffe auswirken. Der Architekt wollte auf eine glatte Fassade verzichten und zeigte dies nicht nur durch die Verwendung der rohen Materialien, sondern auch durch Vorsprünge. Hier wurde ein moderner Erker zur Längsseite in die Fassade eingeschoben. Durch das Verrücken entsteht eine Asymetrie, die Lebendigkeit versprüht.

Küche

Die Gestaltung der Küche ist äußerst schlicht, um ein zeitloses Design zu kreieren, an dem man sich lange erfreuen kann. Highlight der Küche stellt das Fenster dar, das die gesamte Länge der Küchenunterschränke einnimmt und beim Kochen einen zauberhaften Blick über die englische Landschaft verspricht. Der Boden in der Küche wurde mit cremefarbenen Natursteinplatten ausgelegt, dieser eignet sich bestens für den Bereich, da er sehr pflegeleicht ist. Pendant zu den weißen Küchenfronten und der hellen Arbeitsplatte stellen die anthrazitfarbenen Fensterrahmen dar.

Das Treppenhaus

Die Treppe des Passivhauses wurde aus Vollholz gefertigt und fügt sich so absolut authentisch in das ganzheitliche Konzept ein. Sicherheit auf der Oberfläche gewährleistet ein Handlauf, der an der Wand montiert wurde. Frische verbreitet der hellgelbe Anstrich, der wunderbar mit Holz korrespondiert.

Wohnen und leben

Priorität hat im Wohnbereich die Gemütlichkeit, die sich in minimalistischer Gestalt präsentiert. Viele Möglichkeiten um Platz zu nehmen, fördern natürlich den Komfort. Über eine Galerie kann man in den Wohnbereich blicken, der dadurch besonders hell und geräumig wirkt. Zentrum des Wohnraumes stellt ein großes Esstisch dar, der von Holzstühlen gesäumt wird. Zur rechten Seite des Bildes siedelt sich in einem niedrigeren Bereich die gemütliche Lounge an. Mit künstlichem Licht wird das Zimmer durch puristische Stromkabel, die eine organisch geschwungene Leuchtmittel aufweisen, versorgt.

Könntet ihr euch ein Passivhaus vorstellen? Hinterlasst uns einen Kommentar!
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