Ratgeber Küche: Welcher Herd soll es sein?

Sabine Neumann Sabine Neumann
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Wer eine neue Küche plant, steht vor vielen Entscheidungen. Wie groß soll sie werden, wie viel Stauraum ist nötig, welche Elektrogeräte dürfen nicht fehlen, welche Farbe sollen die Fronten haben und welchen Stil die gesamte Einrichtung? Eine der wichtigen Fragen betrifft den Herd, das Zentrum einer jeden Küche. Gas-, Elektro- oder Induktionsherd – welcher soll es sein? Für einen ersten Überblick haben wir die Vor- und Nachteile der verschiedenen Kochgeräte zusammengestellt.

Knackpunkt Herd: Welcher darf es sein?

1. Elektroherd

Vorteile:

In den meisten deutschen Küchen steht ein Elektroherd. Aus gutem Grund: Die Bedienung ist einfach, er funktioniert mit normalem Kochgeschirr und die Anschaffungskosten halten sich im Rahmen. Gerade die modernen Elektroherde mit Cerankochfeld sind außerdem extrem leicht zu reinigen und sauber zu halten.

Nachteile:

In Sachen Öko-Bilanz kann der Elektroherd aufgrund der der hohen Umwandlungsverluste und Schadstoffemissionen bei der Stromerzeugung im Vergleich mit den anderen Herdmodellen leider nicht punkten. Ein weiterer Nachteil ist außerdem die Tatsache, dass die Kochplatten nicht augenblicklich abkühlen, sondern länger heiß bleiben, was die Gefahr von Verbrennungen und angebranntem Essen mit sich bringt. Darüber hinaus ist ein stufenloses Erhitzen mit einem Elektroherd kaum möglich.

Gasherd

Vorteile:

Im Vergleich zum Elektroherd hat der Gasherd den Vorteil, dass er innerhalb von Sekunden seine volle Leistung erreicht und sich stufenlos und schnell regulieren lässt. Auch in Punkto Energiebilanz ist dieses Herdmodell sehr effizient. Gasherde sind trotz offener Flamme einfach und mit herkömmlichem Kochgeschirr zu bedienen.

Nachteile:

Auch wenn heutige Gasherde genauso sicher und einfach zu bedienen sind wie Elektroherde, schrecken doch viele Menschen vor der offenen Flamme zurück. Ein Nachteil, den der Gasherd gegenüber anderen Kochstellen hat: Er ist schwieriger zu reinigen und der Aufwand, den man dabei betreiben muss, ist deutlich größer.

Induktionsherd

Vorteile:

Induktionsherde bieten punktgenaues und schnelles Kochen. Hier wird die Wärme über Elektrospulen und elektromagnetische Wechselfelder direkt im Boden des Topfes oder der Pfanne erzeugt. Auf diese Weise steht das Essen um ein Drittel schneller auf dem Tisch als beim herkömmlichen Elektroherd. Ein weiterer Vorteil: Das Kochfeld selbst wird hier nicht heiß. Es kann also weder zu bösen Verbrennungen kommen, noch besteht die Gefahr schmelzender Kochutensilien oder angebrannter Essensreste. Dementsprechend einfach und ungefährlich ist auch die Reinigung.

Nachteile:

Wer sich einen Induktionsherd anschafft, muss sich dazu auch gleich das passende Kochgeschirr besorgen, denn Pfannen und Töpfe müssen für Induktion geeignet sein. Das kann ganz schön ins Geld gehen, wenn man bedenkt, dass auch der Herd selbst in der Anschaffung teurer ist als ein herkömmlicher Elektroherd. Auch was die Energiebilanz angeht, sind Induktionsherde nur wenig sparsamer als Elektromodelle.

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