Dachterrasse gestalten – so geht’s!

Sophie Pussehl Sophie Pussehl
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Das Wohnzimmer nach draußen verlagern – mit einer Terrasse ist dies möglich. Befindet sich diese auch noch auf dem Dach, so umgibt uns nicht nur das fantastische Gefühl von Weite, sondern wir sind auch dem Himmel ein Stückchen näher. Eine Dachterrasse ermöglicht es uns, der Enge der Straßen zu entfliehen, zur Ruhe zu kommen, sich zu entspannen, gemeinsame Grillabende mit Freunden zu verbringen und dazu einen herrlichen Ausblick genießen zu können. Ja, so eine Dachterrasse ist echt etwas Feines. Damit dieser freie Platz an der Luft aber auch zu eurem absoluten Lieblingsort wird, gilt es ein paar Dinge zu beachten. Angefangen bei der Planung, stellt sich ebenso die Frage, welcher Boden in Frage kommt und welche Möbel sich eignen. Natürlich sollte es dabei auch nicht an Grün in Form von Pflanzen fehlen. Gegebenenfalls muss auch auf einen Sonnen- oder gar Sichtschutz zurückgegriffen werden. All diese Punkte haben wir für euch genauer aufgestellt und geben euch Tipps und Ideen mit auf den Weg zu eurem neuen Wohlfühlort!

1. Dachterrasse planen

Dachterrasse Berlin Mitte:  Terrasse von loomilux
loomilux

Dachterrasse Berlin Mitte

loomilux

Eine Dachterrasse ist der perfekte Mix zwischen drinnen und draußen und der optimale Ort, um die oben genannten Dinge miteinander zu vereinen. Bevor ihr euch dran macht, eure Dachterrasse zu gestalten, solltet ihr euch zuvor fragen, für welchen Zweck genau ihr den Freibereich nutzen möchtet. Bei einer großzügig geschnittenen Terrasse empfiehlt es sich, diese in verschiedene Bereiche einzuteilen. Das kann eine gemütliche Ecke zum Sonnenbaden, eine Grillecke mit anschließendem Essbereich und bequemen Sitzmöglichkeiten, eine Spielfläche für die Kinder oder ein Dachgarten sein. Hier sind eure Wünsche und Vorstellungen gefragt. 

Tipp: Fertigt euch dazu eine Skizze an, um eine genaue Aufteilung der Bereiche festzulegen und notiert euch dazu in jedem Falle die Maße. Die machen es für euch leichter, wenn es an den Kauf eines Bodenbelags und der Möbel geht.

Berücksichtigt dabei auch die Ausrichtung der Dachterrasse. Während einige sich über die gesamte Dachfläche erstrecken und gleichmäßig von Sonne umgeben werden, gibt es auch Dachterrassen, die an den obersten Wohnraum anschließen oder von anderen, höheren Bauten umschlossen werden, wodurch auch schattige Plätze bei der Planung zu beachten sind.

2. Boden

Cumaru Terrassendielen:  Terrasse von Kahrs GmbH
Kahrs GmbH

Cumaru Terrassendielen

Kahrs GmbH

Bei der Auswahl des Bodens für eure Dachterrasse gibt es eine große Auswahl. Dabei könnt ihr auf beispielsweise Naturstein, Holz, Fliesen oder Beton setzen. Wichtig dabei ist nur, dass der Boden später auch ins Gesamtkonzept passt. Für ein natürliches Ambiente eignen sich besonders gut Terrassendielen aus Holz, die optisch sehr sanft wirken und einen hohen Wohlfühlfaktor haben. Holzdielen haben auch den Vorteil, dass sie sich in der Sonne nicht allzu stark aufheizen, sodass man auch hier unbeschadet barfuß gehen kann. Stein- und Fliesenböden hingegen sind extrem langlebig. Für den Außenbereich gibt es extra Outdoor-Fliesen, die es in verschiedenen Mustern und Farben gibt, wodurch sie gestalterisch vielseitig einsetzbar sind. Bei Nässe ist allerdings Vorsicht geboten, denn dann können Fliesen schnell zur Rutschgefahr werden. Achtet daher beim Kauf auf eine hohe Rutschfestigkeit.

3. Möbel

​Outdoor-Teppiche - Die Alleskönner unter den Teppichen:  Terrasse von RUGit Store
RUGit Store

​Outdoor-Teppiche – Die Alleskönner unter den Teppichen

RUGit Store

Auf nahezu jede Dachterrasse gehört ein Sitz- und Essplatz. Gerade an Grillabenden mit der Familie und Freunden sollten genügend Gelegenheiten vorhanden sein, sich setzen zu können. Wichtig ist hierbei auch ein ausreichend großer Tisch. Da die Möbel zumeist bei Wind und Wetter draußen stehen (außer im Winter sollten sie gut geschützt gelagert werden), solltet ihr auf robuste und wetterfeste Möbel zurückgreifen. Hierfür gut geeignete Materialien sind Kunststoff, Polyrattan, Metall oder Holz wie zum Beispiel Teakholz.

Möbel aus Holz zaubern einen tollen Charme und schaffen eine natürliche Umgebung. Damit ihr lange Freude an euren Sitzen und Tischen aus Holz habt, muss es durch Öl imprägniert werden, um resistent gegen Umwelteinflüsse zu sein. Mit Kunststoff verhält es sich am einfachsten. Es ist nicht nur in der Handhabung relativ leicht, sondern auch mühelos zu reinigen. Polyrattan ist sozusagen die künstliche Variante zum echten Rattan, das jedoch sehr sensibel ist. Die Lösung aus Kunststoff imitiert die schöne Flechtoptik nahezu identisch und ist aufgrund seiner Beschaffenheit sehr viel pflegeleichter, wodurch es sich immer größerer Beliebtheit erfreut. Möbel aus Metall sind ebenso robust und nahezu widerstandsfähig gegen jegliches Wetter. Tipps, wie ihr eure Gartenmöbel winterfest macht, findet ihr hier!

Bei der Wahl des Mobiliars ist es empfehlenswert, in hochwertige Möbel zu investieren. Zwar sind diese in ihrer Anschaffung etwas teurer, aber im Vergleich auch länger haltbar. Doch egal für welche Möbel und welches Material ihr euch entscheidet, beachtet dabei nur, dass ihr den Look eurer Dachterrasse damit im Wesentlichen bestimmt.

4. Sonnenschutz & Sichtschutz

Cumaru Terrassendielen:  Terrasse von Kahrs GmbH
Kahrs GmbH

Cumaru Terrassendielen

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Wenn die Sonne in ihrer Hochphase um die Mittagszeit senkrecht steht, kommt man schnell ins schwitzen. Um sich zu dieser Zeit dennoch auf der Dachterrasse aufhalten zu können und auch, um keine Verbrennungen zu riskieren, ist ein Sonnenschutz unerlässlich. Dieser ist nicht nur für den Bereich zum Sonnenbaden gut geeignet, sondern vor allem auch für die Spielecke der Kinder, solltet ihr solch eine vorgesehen haben. Hierfür eignen sich beispielsweise ein Sonnenschirm, Sonnensegel, eine Markise oder auch Teilüberdachungen. Wer es natürlich mag, der kann auch  Elemente anbringen, die mit Kletterpflanzen bewachsen werden sollen. Welches Modell für euch am geeignetsten ist, legt ihr am besten fest, wenn ihr die Ausstattung der Terrasse einmal komplett geplant habt. Denn so ist später auch ein einheitliches Konzept erkennbar. 

Um die eigene Privatsphäre zu wahren, empfiehlt es sich ebenso, einen Sichtschutz anzubringen. Insbesondere, wenn eure Dachterrasse unmittelbar mit der von eurem Nachbarn verbunden ist. Wie sehr ihr auf einen Sichtschutz besteht und wie groß dieser ausfallen soll, das hängt von eurem persönlichen Wohlbefinden ab. Auch bei der Auswahl des Modells gibt es verschiedene Möglichkeiten. So könnt ihr beispielsweise auf einen Outdoor-Paravent, eine Umspannung, ein Zaunelement oder auf Pflanzenkübel setzen. Im Grunde könnt ihr hier eurer Kreativität freien Lauf lassen. Die Hauptsache ist, dass ihr euch wohl fühlt.

Tipp: Ein Sichtschutz ist zum Rande der Dachterrasse hilfreich, denn so grenzt ihr eure eigenen Bereiche auf der Dachterrasse nicht selbst voneinander ab und bewahrt die gemütliche Atmosphäre.

6. Dach begrünen

moderner Balkon, Veranda & Terrasse von ATELIER SO GREEN
ATELIER SO GREEN

Jardinière sur mesure Image'In

ATELIER SO GREEN

Was auf einer Dachterrasse keineswegs fehlen darf, sind Pflanzen. Egal ob Kübelpflanzen, Hängeampeln, Blumenbeete, Palmen oder Kräuter – natürliches Grün ist unerlässlich und macht eure Dachterrasse erst so richtig lebhaft. Achtet dabei jedoch auf die Bedürfnisse einer jeden Pflanze und welche Ansprüche diese hat. Liegt ein Großteil eurer Dachterrasse in der Sonne, so setzt auf sonnenliebende Pflanzen. Sucht ihr eher etwas für ein schattiges Fleckchen, dann solltet ihr auch hier entsprechend danach auswählen. Wenn ihr euch nicht sicher seid, fragt ruhig bei einem Experten nach und lasst euch von diesem beraten. 

Eine Dachterrasse ist ebenfalls gut, um den grünen Daumen zu erproben. Dazu könnt ihr euch auch einen Nutzgarten anlegen, in dem ihr frische Kräuter anpflanzt. Aber auch Tomatenpflanzen sind relativ pflegeleicht. Sie brauchen lediglich ein sonniges Plätzchen. Mit dem richtigen Boden, gedeihen die Tomaten auch in einem Kübel. Damit ist ein Dachgarten eine tolle Möglichkeit, stets frische Kräuter parat zu haben.

5. Dekoration & Beleuchtung

Je nach Stil eurer Dachterrasse, könnt ihr auch entsprechend dekorieren. Hierbei sollte allerdings nur in Maßen auf Accessoires zurückgegriffen werden, da die Gestaltung ansonsten schnell überladen aussehen kann.

Eine Terrassenbeleuchtung sollte auch nicht fehlen. Windlichter zum Beispiel sind besonders stimmungsvoll und zaubern gerade in den Abendstunden eine heimelige Atmosphäre. Für ein schönes Licht sorgen ebenso Wandleuchter oder Strahler unter den Pflanzen und wer lieber natürliche Wärme mag, für den bietet sich eine Feuerschale an. Wenn ihr auf keine Elektroleitung zurückgreifen könnt und euch auch ein offenes Feuer zu heikel ist, so bieten sich hier alternativ Solarleuchten an, die sich tagsüber durch die Sonne aufladen und damit auch eine sparsame sowie umweltfreundliche Variante sind. Diese gibt es in vielen verschiedenen Formen und Farben. Um für ein stimmiges Ambiente zu sorgen, solltet ihr allerdings darauf achten, dass die Solarleuchten ein warmes Licht abgeben.

Wie sieht euer Traum von einer Dachterrasse aus? Verratet es uns gerne in einem Kommentar! 
VIO 302 - Terrasse:  Terrasse von FingerHaus GmbH

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