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Vorher-Nachher: Behutsame Sanierung eines historischen Mehrfamilienhauses

Elisabeth Liebing Elisabeth Liebing
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Historische Mehrfamilienhäuser schmücken unsere innerstädtischen Strukturen und geben jeder Stadt ihr einzigartiges und unverkennbares Gesicht. Umso wichtiger ist es, dieses wertvolle Gut zu schützen und das historische Architekturzeugnis zu schätzen und behutsam zu pflegen. 

Das sizilianische Architekturbüro von Antonio Giummarra hat sich unter anderem darauf spezialisiert, Lösungen für historische Gebäude zu erarbeiten und ihnen architektonischen Raum zu geben, um einen zeitgenössischen Kontext herzustellen. Hierbei werden sensibel ökologische und sozialkulturelle Aspekte der sizilianischen Architektur identifiziert und sorgsam in die Planung integriert. Die außerordentliche Fachkompetenz und die Größe des Büros ermöglichen experimentelle Studien, um komplexe und vielfältige Design-Anforderungen jeder Größenordnung zu bearbeiten. 

Heute wollen wir uns eines der Projekte ansehen, das spannend die Verwandlung eines historischen Mehrfamilienhauses dokumentiert. Viel Spaß dabei!

Hausfassade

Hier sehen wir die alte Fassade des Mehrfamilienhauses, die äußerst behutsam von dem Architekturbüro saniert wurde. Lediglich der Anstrich wurde aufgefrischt und lässt die Hülle des Gebäudes wieder glänzen. Das Haus fügt sich homogen in die städtebauliche Struktur ein und wurde nicht künstlich modernisiert. Das Architekturbüro dokumentierte die enorme bauliche Veränderung anhand von Bildern.

Eingangsbereich

Die Spuren der Zeit sind auf der linken Seite des Bildes im Eingangsbereich des Hauses äußert gut erkennbar. Der einstige Steinboden musste für einen neuen weichen. Aufgrund spezieller Richtlinien des Denkmalschutzes wurde ein ähnlicher Boden verlegt, der die einstige Struktur natürlich imitiert. Ein helles bräunliches Band verläuft am Boden und nimmt die Kolorierung des Durchgangs auf. Der Rundbogen erhielt eine farbliche und dekorative Akzentuierung und tritt dadurch mehr in das Zentrum des Raumes. 

Rückseite

Kaum wiederzuerkennen ist die rückseitige Fassade des Projekts. Das Mehrfamilienhaus erhielt einen gelben Anstrich und nimmt dadurch Bezug zur Vorderseite. Zudem wurden schlichte Modernisierungsmaßnahmen vorgenommen, um das Gebäude an die heutigen Wohnansprüche anzupassen. Ein Aufzug, der an der Hauswand entlang führt, verschafft nun bequem Zugang zu den einzelnen Wohnungen. 

Mansarde

Hier befinden wir uns in der höchsten Wohnung des Mehrfamilienhauses, direkt unter dem Dach. Der Wohnbereich der Mansarde folgt einem klaren Farbschema. Weiß- und Cremefarben dominieren den Raum und lassen ihn trotz weniger Fenster sehr hell wirken. Die Möblierung weist eine einheitliche Struktur auf und auch das Design ist absolut puristisch. Die großzügige Küche erstreckt sich über ein große Fläche und ist relativ unkonventionell nicht miteinander verbunden. Zur rechten Seite kann man einen Teil der Küche erkennen, der durch die hohen Schränke zusätzlich als Raumteiler fungiert.

Raumaufteilung

Die Wohnungen wurden mit einem hochwertigem Vollholzboden ausgelegt und wirken dadurch sehr natürlich. Hinter dem Küchenschrank befindet sich ein Wohnzimmer. 

Vorher-Nachher: Treppe

Hier sieht man die Erneuerung einer Erschließungszone. Zuvor konnte man über eine Vollholztreppe den Höhenunterschied überwinden. Nun wurde an gleicher Stelle eine filigrane Falttreppe gesetzt. Aufgrund der weißen Lackierung wirkt der Raum wesentlich heller und freundlicher. Das Material Holz wurde nicht verdrängt, sondern findet sich in dezenterer Ausführung als minimale Trittstufe. Die Treppe besteht aus zwei Teilen und überlagert sich in der Ecke, der die beiden Bauteile übereinander schweben, da die Wangen der Treppe lediglich an der Wand befestigt wurden. Die Bodenfliesen sowie die alten Türen konnten erhalten bleiben und erstrahlen in aufgefrischtem Glanz. 

Vorher-Nachher: Verkehrsweg

Eine weitere behutsame Sanierung finden wir an anderer Stelle des Hauses. Die florale Tapete wurde entfernt, stattdessen wurde die Wand geweißt und eine verspielte und detailreiche Bordüre ziert nun den Übergang von der Wand zu Decke. Man entschied sich, auf pastellige Farben zurückzugreifen, die bereits zuvor die vertikalen Flächen zierten. Ziel der Architekten war es, den einstigen Charme zu belassen, den Raum allerdings zu öffnen und freundlicher zu gestalten. 

Die Treppe erfuhr eine minimale Veränderung, die jedoch einen großen Effekt auf das Raumgefühl erzielt: Der Bodenbelag aus Linoleum konnte erhalten bleiben. Die Brüstung zu beiden Seiten erhielt einen frischen Anstrich. Die vertikalen Streben wurden teilweise entfernt, um einen offenen Charakter hervorzurufen. 

Historische Bauelemente

Hier sehen wir den Ausschnitt einer Wohnung: Historische Bauelemente beherrschen den Raum und versprühen wunderbares Flair, die der Architekt ideal in Szene setzte. Moderne Segmente unterliegen der traditionsreichen Baustruktur und schmiegen sich geradezu unauffällig in das gegebene Gefüge.

Ein weiteres Vorher-Nachher Projekt findet ihr in dem Ideenbuch: Von der Ruine zum heimeligen Loft

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