DIY | Betonbuchstaben selbst gemacht

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Schwer beliebt  - im wahrsten Sinne des Wortes – sind zur Zeit Wohnaccessoires aus Beton, weiß auch Bloggerin Tanja von MX living. Auf ihrem liebevollen und kreativen DIY-Blog finden sich viele schöne Inspirationen in Sachen Deko und Einrichtung, sowie Geschenkideen zum Nachmachen. Weil Beton so beliebt ist und die grauen, rauen Oberflächen mittlerweile weder aus der Architektur noch dem Wohnbereich wegzudenken sind, hat Tanja sich nun an das Projekt Betonbuchstaben gewagt.

Schon so lange stand ein Betonprojekt auf meiner To-Do-Liste, nun habe ich mich daran gemacht, selbst so ein Schwergewicht herzustellen. Nur war meine erste Erfahrung mit dem Werkstoff Beton eher frustrierend. In Wohnzeitschriften und Blogs, die wundervolle Produkte aus Blitzbeton vorgestellt haben, sah das immer so einfach aus. Und da ich grundsätzlich nicht sehr gewissenhaft bin, wenn es um das Lesen von Rezepten geht, entstanden zunächst einmal mehrere Erstlingswerke ohne den gewünschten Erfolg. Mit ein paar Tricks geht es aber wirklich leicht und ist schnell gemacht. 

Wie ihr die stylishen Dekoelemente also selbst und ohne großen Kostenaufwand nachbasteln könnt, erklärt Tanja uns hier Schritt für Schritt bei homify:

Das wird benötigt:

- Form aus Pappe oder idealerweise Silikon 

- Cutter und Schere

- Paketklebeband zum Auskleiden

- Sonnenblumenöl (oder ein anderes geruchsneutrales Öl)

- Gefäß zum Anrühren

- kleiner Metallspatel

- Betonestrich (Im gut sortierten Baumarkt erhältlich)

So wird's gemacht:

Ich habe mich für Buchstaben entschieden – man kann dreidimensionale Pappexemplare für ein paar Euro in jedem Bastelgeschäft erwerben. Mit einem Cutter wird nun die Unterseite der Form vorsichtig entfernt, bei spiegelgleichen Buchstaben wie dem M ist die Seite ja egal, aber bei allen unsymmetrischen Buchstaben sollte die Form so aufgeschnitten werden, dass die Vorderseite des Betonbuchstabens unten liegt. Um später ein glattes Ergebnis zu erzielen, wird die Form nun innen mit Paketklebeband ausgekleidet. Das ist beim ersten Buchstaben noch ein wenig langwierig, aber dann hat man schnell den Bogen raus. 

Nun beginnt die Rührerei…

Wenn die Form entsprechend ausgekleidet ist, kann mit dem Anmischen des Betonestrichs begonnen werden. Hier ist keine weitere Zugabe von Sand erforderlich, einfach mit Wasser eine ausreichende Menge Estrich anrühren, bis die Konsistenz schön breiig, aber nicht zu flüssig ist. Hier am Besten den Mischungsverhältnissen auf der Packung Folge leisten. Das Öl großzügig auf den Forminnenseiten verteilen, anschließend rasch die Betonmasse in die Form füllen und mit dem Spatel gut in alle Ecken verteilen. Beton wird üblicherweise gerüttelt, daher ist es ratsam, die Form mehrere Minuten lang schnell hin und her zu bewegen. Wenn man eine Holzplatte unterstellt, gelingt dies leichter. Auch mehrmaliges Klopfen auf den Untergrund kann nicht schaden. Zusätzliches Stochern mit dem Spatel im eingefüllten Beton lässt die Oberfläche später glatter werden.

Jetzt ist Geduld gefragt!

Nun gilt es, ein ruhiges Plätzchen zu finden, an dem der Buchstabe in Ruhe aushärten kann. Idealerweise stellt man noch schwere Gegenstände gegen die Außenseiten, sodass die Pappe sich nicht seitlich ausbeulen kann. Und nun heißt es warten – und darin bin ich wirklich nicht gut! Eine Trocknungszeit von mindestens 24 Stunden ist aber Pflicht, je länger, desto besser. Danach lässt sich der Buchstabe wunderbar aus der Form lösen und die Formen sind auch wiederverwendbar. Im Unterschied zum wesentlich feinerem Blitzbeton lässt sich der Buchstabe aus Betonestrich nicht mit Schmirgelpapier nachbehandeln, da man die enthaltenen Feinkiesel freilegen würde. Dafür erhält man eine schöne, raue Optik. 

Und so sieht das Ergebnis am Ende dann aus

Der Buchstabe macht sich sowohl im Innenbereich als kreative Dekoration gut, als auch draußen. So lassen sich individuelle Hausnummern mit dieser Methode wunderbar und kostengünstig selber herstellen. Als Geschenkidee für Bauherren also ein echter Hit. Dann aber nicht vergessen, vor dem Trocknen noch Löcher für die Aufhängung vorzusehen. Mann kann zum Beispiel einen dicken Stift erst in Öl tunken und danach in die Form drücken, wo später dann Schrauben für den nötigen Halt sorgen sollen. 

Und nun viel Spaß beim Nachmachen!

Weitere DIY-Dekoideen gefällig? Wie ihr beispielsweise ein Kissen mit Blattmotiv selbst nähen könnt, erklärt euch Bloggerin Art von Mil in ihrem DIY-Ideenbuch.

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