Der Nutzgarten

Sabine Neumann Sabine Neumann
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Selbstgemacht schmeckt alles besser. Und selbstgeerntet gleich noch mal so gut. Wohl dem, der zuhause Gemüse und Obst anbauen und sich so mal eben schnell vor dem Abendessen den gemischten Salat im eigenen Garten zusammenstellen kann. Noch flugs im Vorbeigehen ein paar reife Himbeeren genascht und dann rein in die Salatschüssel mit dem knackigen Salatkopf, den aromatischen Cocktailtomaten, den frischen Kräutern und den selbstgezogenen Karotten. Klingt paradiesisch, ist aber eigentlich für jeden von uns umzusetzen, der einen Garten zur Verfügung hat. Wer aus seinem Zier- einen Nutzgarten macht, profitiert nicht nur zur Erntezeit vom selbstangebauten Obst und Gemüse. Bereits während der Aussaat und der Blütezeit kann man sich am frischen Duft, am zart sprießenden Grün und an der Vorfreude auf das unvergleichliche Aroma gesunder Leckereien erfreuen. Für den vollen Gartenspaß und Ernteerfolg haben wir ein paar hilfreiche Tipps und Tricks zusammengestellt. Und wer keinen eigenen Garten hat, kann bei uns auch alles zum Thema Gemüseanbau auf dem Balkon nachlesen.

Tipps für einen ertragreichen Nutzgarten

1. Das Platzangebot

Bevor man den Nutzgarten anlegt, sollte man sich einen Überblick über den vorhandenen Platz verschaffen und dann mit den Pflanzen beginnen, die am meisten Platz einnehmen: Obstbäume. Für alle Interessierten gibt es hier mehr zum Thema Obstbäume pflanzen und pflegen. Je nach Platzangebot pflanzt man dann die flexibleren Sträucher, Kräuter und Gemüsepflanzen. Es bietet sich an, Beerensträucher am Rand des Gartens zu pflanzen, wo sie im Laufe der Zeit eine natürliche Hecke und Grundstücksgrenze bilden.

2. Die richtigen Maße

Der Nutzgarten ist kein Gemüseacker. Für eine bequeme Aussaat und Ernte sollte man zwischen den Beeten gut begehbare Wege von mindestens 30 Zentimetern Breite anlegen. Diese erfüllen auch optische Zwecke und helfen zusätzlich dabei, zwischen Karotten, Tomaten und Co. den Überblick zu bewahren. Die Gemüsebeete an sich sollten nicht breiter sein als 1,20 m, damit man auch die Mitte noch gut erreichen kann.

3. Der richtige Abstand

Den besten Ertrag erzielt man, wenn man seine Gemüsepflanzen im gleichen Abstand kultiviert. So wird der vorhandene Platz optimal ausgenutzt.

4. Leckeres aus Töpfen

Früher oder später wird selbst im größten Garten der Platz knapp. Wenn alle Beete belegt sind, aber die Lust auf Gemüse und Kräuter noch immer nicht gestillt ist, kommen Töpfe und Kübel zum Einsatz, die auf der Terrasse eine gute Figur machen und die letzten ungenutzten Ecken füllen. Gemüsesorten wie Tomaten oder Zucchini gedeihen in großen Töpfen ganz hervorragend und auch die meisten Kräutersorten kann man wunderbar im Kübel heranziehen.

5. Die Mischung macht's

Je mehr, desto besser! Eine bunte Mischkultur aus verschiedenen Gemüsesorten, Salat und Kräutern sorgt nicht nur für Abwechslung auf dem Teller und eine spannende Optik im Garten, sondern auch für ein gesundes Gedeihen aller Pflanzen. Denn mit den richtigen Partnern an der Seite wächst alles besser und Schädlinge und Krankheiten können sich weniger leicht ausbreiten. Eine gelungene Mischkultur besteht aus den Pflanzen, die sich in Sachen Wasser- und Nährstoffbedarf perfekt ergänzen.

6. Optimaler Schutz

Schutz vor Wind und Wetter, aber auch vor Krankheiten und Schädlingen hat im Nutzgarten höchste Priorität. Wer sein Gemüse gegen gefräßige Schnecken verteidigen will, kann auf spezielle Schnecken zurückgreifen oder niedrig wachsenden Dill als Umrandung nutzen, denn um diesen machen Schnecken einen großen Bogen. Beete lassen sich außerdem durch kleine Palisaden und Flechtzäune abschirmen, die zugleich als Windschutz dienen. Wenn es um Schädlingsbekämpfung geht, ist es besser, zuerst zu natürlichen Waffen zu greifen, bevor man die Chemiekeule auspackt. Sonst bekommt der Salat aus eigenem Anbau plötzlich einen faden Beigeschmack.

7. Alles zur richtigen Zeit und im richtigen Maß

Wichtige Faktoren, die entscheidend sind für das Gelingen eines Nutzgartens, sind die richtige Zeit und die richtige Menge. Heißt: Es ist wichtig, die optimalen Aussaattermine für die unterschiedlichen Gemüsesorten penibel einzuhalten, um sich über eine reichhaltige und üppige Ernte freuen zu können. Genauso ist es mit der Wasser- und Nährstoffversorgung. Zu viel Wasser und Dünger ist genauso kontraproduktiv für eine erfolgreiche Ernte wie zu wenig davon. Damit die Pflanzen kräftig und gesund wachsen können, sollten man also unbedingt die jeweiligen Kulturanleitungen beachten.

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