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homify 360°: Kleines, schwarzes Haus in Puchheim

Elisabeth Liebing Elisabeth Liebing
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Das Münchner Architekturbüro Fun Architekten schuf ein Haus, das sich von einem gewöhnlichen Einfamilienhaus enorm absetzt. Grund dafür, ist nicht etwa die amerikanische Form, sondern vielmehr die unkonventionelle Verkleidung der Fassade. Das Projekt trägt den Namen Villa Christa und das scheint ein wenig irritierend, wenn man das Haus sieht. Denn das Gebäude hat nichts von einer klassischen Villa. Wer nun also ein Haus erwartet, das neoklassizistische Elemente schmückt, wird leider enttäuscht. Wer jedoch eine völlig andere Gestaltungsform der Fassade kennenlernen möchten, wird hier definitiv fündig. 

Ansicht

Eine junge Familie mit zwei Kindern ließ auf der Restfläche eines Grundstücks ein Haus errichten. Die benachbarte Umgebung ist geprägt von Bauten der 1960er-Jahre. Dabei wird das Grundstück einerseits von den Parteien gemeinsam genutzt. Denn die Kinder spielen oft im Garten der Großmutter. Jedoch sollte andererseits für die Familie auch ein separater Freiraum entstehen. Es war das Bestreben des Architekturbüros, auf der kleinen Grundfläche Räumlichkeiten mit unterschiedlichem Charakter hinsichtlich Größe und Lichtführung zu schaffen.

Die Form des Gebäudes erinnert mit seiner rückwärtig abgeschleppten Dachfläche an den amerikanischen Saltbox-Typ. Als Saltbox bezeichnet man eine Gebäudeform aus der nordamerikanischen Kolonialarchitektur. Im vorderen Gebäudeteil befinden sich oftmals zwei Stockwerke; im hinteren nur eines. So wird eine Asymmetrie des Satteldaches hervorgerufen, das auf der längeren Hinterseite steil abfällt und ein klassisches Merkmal der Saltbox ist. Der Name rührt von der optischen Ähnlichkeit zu einer Klappdeckelkiste, in der es üblich war, Salz aufzubewahren. 

Fassade

Absolutes Highlight stellt die schwarze Fassade dar. Denn hier verwendete man konventionelle Dachziegel für die Verkleidung der vertikalen Wandflächen. So entsteht der Eindruck einer vollkommen homogenen Außenhaut. Lediglich groß dimensionierte Fenster unterbrechen die Beziegelung. Trotz der schwarzen Fassade scheint das Gebäude nicht verschlossen, sondern präsentiert sich aufgrund der großzügigen Fenster offen. Die silberfarbenen eloxierten Aluminiumrahmen wirken sich auf die Erscheinung des Hauses überaus edel aus. Über den Fenstern wurden dünne Tropfleisten horizontal angeordnet. Diese tragen unterstützend zur hermetischen Wirkung bei. Regenwasser läuft so an der Leiste vorbei und verschafft sich eine ungehinderte Bahn entlang der glatten Ziegel in Richtung Boden und versickert im Kiesbett. 

Innenraum

Betreten wir den Innenraum, der dominiert wird von Holz und dadurch eine überaus behagliche Atmosphäre ausstrahlt. Das Kellergeschoss ist aus Ortbeton gefertigt. Auf dem massiven Sockel steht das Holzhaus. Wand-, Dach- und Deckenflächen bestehen aus vorfabrizierten, isolierten Dickholzelementen aus Fichte. Um das Konzept zu vervollständigen, wurden ebenso der Boden sowie die Brüstung mit dem gleichen Holz gestaltet. 

Die Küche

Hier befinden wir uns in der offen gestalteten Küche. Das Erdgeschoss ist als ein großer Raum konzipiert, der durch das Einstellen von Wandscheiben, Treppe und Badblock unterteilt wird. Der offene Eindruck wird durch die großen Fenster in alle Himmelsrichtungen zusätzlich verstärkt. Durch die kluge Positionierung einer kurzen, blockhaften Trennwand wird der Küchenbereich vom Eingang getrennt, ohne den fließenden Grundriss durch den alltäglichen Wohnkontext einzuengen. Farblich stellt die Küche eine stimmige Vermischung der Außenhaut sowie des Innenraumes dar. Allgegenwärtig ist der warme Charakter des Holzes, der aber auch, insbesondere im Treppenaufgang, mit seinen schlichten Flächen dem schuppigen Äußeren ein wohltuend glattes ästhetisches Äquivalent entgegensetzt.

Weitere Anregungen zu Holz findet ihr in dem Ideenbuch: Bauen mit Holz im Innen- und Außenraum

Die wichtigsten Informationen im Überblick: 

Kosten Gebäude gesamt: 277.000 Euro

Wohnfläche gesamt: 149 Quadratmeter

Bauzeit: 11 Monate

Ort: Puchheim

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