homify 360°: Saniertes Zweifamilienhaus in München

Claire Dove Claire Dove
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Ein Zweifamilienhaus in München wurde dank eines Umbaus und einer Sanierung so richtig auf Vordermann gebracht. Wir zeigen euch heute, wie sich Innen- und Außenraum verändert haben. Das Gebäude wurde 1960 erbaut und brauchte nach all den Jahren eine gründliche Überarbeitung. Dafür wurde die Architektin Christina Palz beauftragt. Denn ihr Architekturbüro spezialisiert sich neben Neubau- auch auf Umbau- und Sanierungsarbeiten. Zudem wird dort ein besonderes Augenmerk auf Energieeffizienz, Ökologie und Wohngesundheit gelegt. Daher wurde auch die Münchner Immobilie dank Sanierung zum KfW 70 Effizienzhaus.

Den Auftraggebern war es ebenfalls wichtig, neben Neubauqualität auch den alten Charme des Zweifamilienhauses zu erhalten. Daher wurden einige Bestandselemente gewahrt. Dennoch mussten die für die Bauzeit so typischen kleinen Räume einem offeneren Grundriss weichen. Die Wohnung im Dachgeschoss erhielt zudem eine weitläufige Dachterrasse, dafür musste die Giebelwand weichen. Alle weiteren Neuerungen seht ihr in der folgenden Bildstrecke.

Blick vom Garten

Blickt man vom Garten auf das sanierte Zweifamilienhaus, sieht man ein modernes, puristisches Gebäude vor sich. Damit das Haus aus den 1960er Jahren wieder zeitgenössisch wirkt, wurden die Fensteröffnungen zu Fenstertüren umgestaltet. Zudem wurde der Dachüberstand entfernt – das wirkt geradliniger. Ein weiterer moderner Aspekt, der zudem umweltbewusst ist, ist natürlich die neue Solarthermieanlage, die auf dem Dach angebracht wurde. So kann das Zweifamilienhaus mit erneuerbarer Energie Heizen und Wasser erhitzen.

Das Haus vor der Umbau

Auf diesem Bild sehen wir eine Aufnahme des Gebäudes vor dem Umbau. Durch die typsichen kleinen Fenster und die Fassadengestaltung wirkte das Gebäude etwas veraltet. Auch die kleinen Räume im Inneren entsprechen nicht mehr den heutigen Wohnwünschen. Zum Glück hat sich seitdem einiges getan.

Umbau- und Sanierungsarbeiten

Auf dieser kleinen Collage kann man einige Arbeitsschritte der Sanierung und des Umbaus betrachten. Ein besonders wichtiger Schritt hin zur Energieeffizienz war die Fassadendämmung, die mit einer ökologischen Holzfaser- und Zellulosedämmung anstatt mit dem herkömmlichen Wärmedämmverbundsystem durchgeführt wurde. 

Wärmedämmverbundsysteme sind in den vergangenen Jahren unter anderem wegen der Verwendung von potenziell brandgefährlicher und gesundheitsschädlicher Materialien in die Kritik geraten. Vor allem Biozide und Polystyrol sind hier zu nennen. Zudem wirkt ein Wärmeverbundsystem tiefgreifend auf das Erscheinungsbild einer Fassade ein. Vor allem wenn die bestehende Optik weitestgehend erhalten werden soll, spricht also einiges gegen diese Dämmlösung. 

Blick von der Galerie

Auch im Innenraum des Zweifamilienhauses hat sich viel getan. Durch die Entfernung einer Innenwand und die Vergrößerung der Fensteröffnungen entstand ein völlig neues Wohngefühl, das sich frisch und modern anfühlt. Nicht nur der Wohnbereich, auch die Küche konnte auf diese Art und Weise aktualisiert werden. Die größeren Fenster sorgen zudem für einen Ansteig der solaren Gewinne – sie sind also nicht nur stylish, sondern auch nachhaltig. Durch die energetische Sanierung konnte übrigens eine 90%ige Ersparnis an Heizenergie erwirkt werden. 

Die Verwendung von Holz in Kombination mit dem hellen Anstrich ist die ideale neutrale Kulisse für fast jede Art von Inneneinrichtung. Der geölte Holzfußboden wirkt elegant und zeitlos, zudem ist er äußerst robust. Für die frischen Wände sorgt übrigens ein schadstoffarmer Silikatanstrich.

Das umgebaute Dachgeschoss

Die Wohnung im oberen Bereich des Gebäudes siedelt sich unter dem Dach an. Auch hier finden wir helle Wände und die Verwendung von Holz. Die Dachbalken wurden gereinigt und als stilgebendes Element in der neuen Dachgeschosswohnung beibehalten. Um Kontinuität zu erwirken, wurde die neue Treppe aus derselben Holzart gefertigt.

Eine großzügige Öffnung in der Giebelwand sorgt zudem dafür, dass der Bereich von Licht durchflutet wird. So wird der Raumverlust durch die Dachschrägen optisch ausgeglichen und es entsteht ein helles, fröhliches Ambiente.

Die Dachterrasse von außen

Damit die Bewohner des Zweifamilienhauses die nötige Privatsphäre erhalten, wurde die untere Wohnung zum Garten hin, nach Süden, ausgerichtet. Die Dachgeschosswohnung wurde dagegen gen Westen orientiert. Hier sehen wir die ausgebaute Dachterrasse von außen an einem idyllischen, klaren Tag.

Neben der Nutzung von Solarenergie und der ökologischen Dämmung wurden die Fenster außerdem gegen dreifach verglaste Holz-Aluminium-Modelle ausgetauscht. Für ein noch energieeffizienteres Wohnen wurde der Keller von der Beheizung entkoppelt.

Wenn euch diese Sanierung gefallen hat, dann gefällt euch sicherlich auch dieses Ideenbuch: Sanierung und Erweiterung einer Doppelhaushälfte in München.

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