homify 360°: Kleines Wohnhaus mit Galerie in Reilingen

Elisabeth Liebing Elisabeth Liebing
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Das Architekturbüro Architekten Lenzstrasse Dreizehn plante und baute ein Wohnhaus in Reilingen. Das Konzept sah es vor, einen überaus offenen und freundlichen Raum im Mittelpunkt des Hauses zu integrieren. Dies stellte eine Herausforderung aufgrund der kleinen Quadratmeterzahl dar. Die Hürde löste das Architekturbüro mit scheinbarer Leichtigkeit. Entstanden ist ein wunderbares Haus, das vor Offenheit nur so strotzt und bei dem Enge in keinster Weise zu spüren ist.    

Straßenansicht

Die Formgebung des Hauses wurde überaus schlicht und zeitlos von den Architekten geplant. Die weiße Fassade erfährt eine Auflockerung aufgrund der Schiebetüren aus Holz. Diese wurden in einer lamellenartigen Struktur angebracht. Im obersten Geschoss, unter dem First, wird die Silhouette des Hauses durch den beweglichen Fensterladen unterstrichen. Die mobilen Schiebeläden tragen nicht nur zur Gestaltung der Fassade bei, sondern sorgen zudem für die notwendige Verschattung im Innenraum. Der Eingangsbereich siedelt sich an der Seite des Hauses an und wird durch einen schwarzen Rahmen akzentuiert. 

Garage

Die Garage, die sich parallel zu dem Wohnhaus ansiedelt, nimmt die Konturen des Wohnhauses auf und sorgt aufgrund dessen für ein stimmiges Ensemble. Neben der geschwisterlichen Konturen orientierte man sich auch anhand der Materialien an dem Haupthaus, um ein homogenes Ganzes zu schaffen. Aufgelockert wird der Bereich unter dem Dach durch die Glaseinsätze und die an der Seite angebrachten Holzlamellen, die ebenfalls Verwendung am Wohnhaus fanden.  

Wohnen

Die Küche und das Esszimmer befinden sich in einem fließenden Raum und werden mit viel natürlichem Licht versorgt. Der Durchgang zum Essbereich verbindet die Küche mit einem passenden Einbauschrank und erfüllt somit parallel die Aufgabe der Funktions- und Verkehrsfläche. Diese Methode wurde gewählt, um Fläche bestmöglich einzusparen. Die schwarzen Fronten in Kombination mit dem warmen Holzton tragen zu einer behaglichen Stimmung im Wohnbereich bei.

Galerie

Im Obergeschoss teilt die Treppe die Geschossdecke in zwei unabhängige Teile, welche durch eine kleine Brücke über dem Luftraum verbunden sind. Dieser Bereich überzeugt durch seine offene Gestalt und durch die nahezu symmetrische Anordnung. Die Silhouette der Hülle wird klar erkennbar und spürbar. Das Holz des Bodens hüllt den Raum in ein warmes Ambiente und lässt Heimeligkeit entstehen. Industrielle Elemente bieten der behaglichen Kulisse Parole. Diese finden sich in der Brüstung, in den Gitterrosten des Bodens sowie in den großen Industrieleuchten. Die Treppe, das Podest und die Brücke wurden mit einem Gitterrost versehen, um die Offenheit des Grundrisses auch in der vertikalen Nutzung fortzuführen. Um Platz zu sparen, wurden Schiebetüren eingebaut. Von der Galerie blickt man auf die Treppe. Hinter der Brückenerschliessung ordnen sich die Schlafräume und das Bad an.

Die Treppe sowie die Galerie stehen im Zentrum des planerischen Geschehens. Neben dem gestalterischen Aspekt sollte die Treppe zudem begleitend mit den tragenden Wänden ein konstruktives Bauelement darstellen. Der Galeriebereich fungiert somit als einziges tragendes Massivbauelement im Innenraum. Dadurch wird den Bewohnern die gewünschte Freizügigkeit verschafft.

Badezimmer

Das Thema Helligkeit wird im Badezimmer großgeschrieben. Hervorgerufen wird dieser Effekt durch drei Dachfenster. Die maximierte Deckenhöhe trägt zu einem positiven Raumgefühl bei. Eine Strukturierung erhält das Badezimmer aufgrund der zwei verschiedenen Bodenbeläge. Im vorderen Bereich wird der Parkettboden des Wohnraums fortgeführt, in der eigentlichen Nasszone entschied man sich für pflegeleichte, kleinformatige Fliesen. 

Privatsphäre

Die Badewanne wurde unter der Schräge angeordnet und wird durch die vertikalen Wandflächen umschlossen. So entsteht ein kleiner Raum im Raum, der Privatsphäre schenkt. Die ebenerdige Dusche ordnet sich gegenüber der Badewanne an und ist aufgrund der dreiseitigen Verglasung ein transparenter Raum. 

Weitere Anregungen zu Badezimmern findet ihr in dem Ideenbuch: Schöne Badezimmer

Schlafzimmer

Direkt an das Badezimmer grenzt das Schlafzimmer, welches über Schiebetüren mit dem Bad verbunden ist. Die nichttragende Wand wird unterteilt durch das milchige Oberlicht. So profitiert auch das Schlafzimmer von der Helligkeit des Bads. Auch in der Ruhezone wird durch die große Deckenhöhe ein großzügiges Wohngefühl geschaffen. Die Möblierung des Raumes nimmt sich ein Beispiel an dem architektonischen Rahmen und zeigt sich auf das Wesentliche reduziert. Das Fenster zur linken Seite wurde in der absoluten Mitte der Wand angeordnet und erzeugt durch die übergeordnete Positionierung einen fixen baulichen und gestalterischen Punkt.

Wie gefällt euch die Gestaltung der Galerie? Hinterlasst uns einen Kommentar!
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