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Das Ende der Replikamöbel?

Elisabeth Liebing Elisabeth Liebing
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Es ist schon sehr verführerisch, sich einen Stuhl zu kaufen, der normalerweise fast 350 Euro kostet und nun für gerade mal 60 Euro zu erstehen ist. Zu finden sind solche Replika im Internet, deshalb muss man zehn Euro Versandkosten noch obendrauf rechnen, da man die Einschiffungsgebühr von England nach Deutschland nicht vergessen darf. 

Replika von Designermöbeln boomen. Die Vorteile liegen klar auf der Hand. Man erhält das gleiche Design, jedoch für einen erschwinglichen Preis. So kann sich jeder mit Eames, van der Rohe und Jacobsen schmücken, obwohl sie die Namen im Leben womöglich noch nie gehört haben. 

Originale Designermöbel sind etwas Schönes und wenn man sie einmal hat, dann hat man sie ein Leben lang und wird sie vermutlich auch stolz an die Enkel weitervererben. Designermöbel stehen für ein High-End-Produkt, zeitloses Design und ein höchstes Maß an Qualität. 

Das Urherberrecht von Designmöbeln muss besser geschützt werden, entschied nun die Regierung Britanniens. Interessanterweise genau das Land, in dem Onlineunternehmen, die Replika herstellen und verkaufen wie Pilze aus dem Boden schießen. Daher ist es in Zukunft illegal, massenproduzierte Designermöbel herzustellen oder zu verkaufen.

Das Gesetz wird am 6. April 2020 in Kraft treten und verleiht industriell hergestellten Gegenständen wie Möbeln, Beleuchtung und Schmuck den gleichen Urheberrechtsschutz wie Kunstwerken, Büchern und Musik. Die Möbelentwürfe verlieren normalerweise nach 25 Jahren ihren Urheberrechtsschutz und konnten so in Masse produziert werden. Andere Kunstwerke, wie Literatur und Musik haben dagegen einen Urheberschutz von 70 Jahren, der nach dem Tod des Schöpfers beginnt. Ebendies wird nun auch für Möbel und Designgegenstände geschaffen. 

Eames Chair

Zimmer Ingrid:   von Cubus Projekt GmbH
Cubus Projekt GmbH

Zimmer Ingrid

Cubus Projekt GmbH

Diesen Stuhl kennt wohl inzwischen jeder. Noch vor ein paar Jahren sah man den Eames Chair lediglich in Galerien oder schicken Ateliers, oftmals ohne Begleitung. Das Design des Stuhls ist makellos, nach vielen Jahrzehnten noch immer zeitlos und ein wahrer Klassiker. 

Inzwischen sieht man ihn überall in Cafes und Bars und dann tritt er nicht schüchtern alleine auf, sondern präsentiert sich ganz gerne im Rudel. Schaut man unter die Rückseite des Stuhls, wenn er gefälscht ist, keinen Lizenzschriftzug, die Signatur des Designers oder den Herstellernamen finden. God save the Queen!

Eames Lounge Chair

Privathaus bei Berlin:  Wohnzimmer von C95 ARCHITEKTEN
C95 ARCHITEKTEN

Privathaus bei Berlin

C95 ARCHITEKTEN

Ein weiterer beliebter Vertreter der Replika-Reihe ist der Eames Lounge Chair. Der Kaufpreis ist mit 7.500 Euro für den Otto Normalverbraucher ein ferner Wunsch und bleibt für die meisten ein unerfüllter Traum. Onlineshops machen den Traum vom Design des Eames Lounge Chair erschwinglich. Eine Kopie kostet ca. 600 Euro. 

Barcelona Chair

Im Jahr 1929 entwarf der Architekt Ludwig Mies van der Rohe den Barcelona Chair für die Weltausstellung in Barcelona. Das ist nun fast hundert Jahre her und der Stuhl hat kein bisschen an Schönheit verloren. 

Wir reden hier nicht nur von Möbeln, sondern von Kunstwerken und für Kunst muss man Geld ausgeben und niemand möchte eine Fälschung haben. Denn wenn man ertappt wird, wird es peinlich.

Bei den hier abgebildeten Möbeln des Artikels handelt es sich um Originale.

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VIO 302 - Terrasse:  Terrasse von FingerHaus GmbH

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