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homify 360°: Villa in Berlin-Grunewald

Elisabeth Liebing Elisabeth Liebing
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Nicht kleckern, sondern klotzen ist die Devise dieser extravaganten Villa in Berlin, die ein hervorragendes Beispiel für zukünftiges Wohnen darstellt. Naturbewusstsein wird hier mit technischem Fortschritt gepaart. 

Geplant und gebaut wurde das Haus von dem Berliner Architekturbüro HSH Architekten, das sich mittlerweile zu HS Architekten neu gruppiert hat. 

Ansicht

Das Haus präsentiert sich verschlungen und dynamisch. Man benötigt einen Moment, um die Strukturen auseinander zu pflücken und das Konzept zu verstehen. Jedoch verrät die Villa bereits von außen, dass sie viele spannende Räume kreiert, die je nachdem, wo man sich befindet, ein völlig anderes Wohngefühl hervorrufen. Offenheit und Transparenz spielen eine bedeutende Rolle in dem Entwurf. Die Verschachtelungen werden gebrochen durch großzügige Glasflächen. Spannende Außenräume werden geschaffen, die unabhängig vom Haus sind oder im starken Bezug mit der Villa stehen. Ein Leben im Einklang mit der Natur wird in dem Gebäude zelebriert.

Lage und Form

Die Positionierung auf dem Grundstück wurde so gewählt, dass eine größtmögliche Verschattung innerhalb des Gebäudes verhindert werden konnte. Auch die spezielle Kubatur der Villa wurde so geformt, dass sie sich nach dem natürlichen Sonnenverlauf richtet. 

Prägnant ist die Form des Betondaches, das mit grünem Tartan überzogen wurde und durch die Farbigkeit erneut eine Brücke zur Natur schlägt. Tartan oder auch EPDM-Granulat kennt man normalerweise nur von Laufbahnen aus dem Sport. Die Verwendung ist hier einzigartig und wurde erstmals bei diesem Haus umgesetzt. Es ermöglicht eine fugenlose Verarbeitung auf der gewaltigen Fläche. Das Dach wickelt sich dynamisch ab und faltet sich zur Seite des Korpus auf und verbindet den höchsten Punkt des Hauses mit dem tiefen Grundstück.  

Technische Daten

Die Fassade erhielt eine zweifache Unterteilung, die sich nicht nur durch ein variables Dekor, sondern auch durch unterschiedliche Kolorationen auftut. Im Erdgeschoss wurden die vertikalen Flächen mit einer Kaltfassadenfläche verkleidet. Die Rückseite der Scheibe wurde mit einer Ferrofolie beschichtet, die eine grau-grünliche Farbe aufweist. Aufgrund des Glases spiegelt sich die Natur in der Scheibe und es entsteht ein natürliches Bindeglied zur Natur. Die Fensteröffnungen verteilen sich scheinbar wahllos auf der Fassade und wirken wie vereinzelte Blumen auf einer Wiese. 

Fassadendetail

Die Struktur und Materialität der Fassade spielen eine maßgebliche Rolle und binden die natürliche Umgebung streng ein. Die Oberfläche wurde mit speziellen Fliesen aus Feinsteinzeug versehen. Die gekantete Struktur der Fliesen erzeugt eine dreidimensionale Wirkung, da sie mit Licht und Schatten spielt. Die bewusste Drehung der einzelnen quadratischen Formate verschafft eine lebendige Erscheinung und graphische Kompositionen. Gestalterische Quelle des Entwurfs war die rückseitige Struktur eines Kienapfels, von der sich das Muster der Fliesen ableitet.

Innenkonzept

Wohnräume zu kreieren, die sich von der konventionellen Masse abheben, war die Intention des Architekturbüros und wird auch uns dank der Bilder schnell deutlich. Durch das überdachte Atrium wird das Zentrum des Hauses mit viel natürlichem Licht versorgt. Die Möblierung zeigt sich verspielt und bietet dem Innenraumkonzept Parole. Alle Bereiche wurden in einem individuellem Einrichtungsstil ausgestattet, die ein höchstes Maß an qualitativen Materialien aufweisen und sich auf die dynamische Formensprache abstimmen. Die Räume folgen keiner statischen Reihenfolge, sondern gehen ineinander über und scheinen sich auf ganz natürliche Weise zu ergeben. 

Der Pool

Der Bezug von Innen und Außen wird in der Villa stark zelebriert. Überdimensionierte Schiebetüren öffnen die Grenze des Innenraumes und führen zu einer Überschneidung. Der Pool wurde in das Gebäude integriert, befindet sich jedoch im Außenbereich. Im Sommer, wenn die Terrassentür geöffnet ist, wird dieser Bereich die zentrale Anlaufstelle. 

Raumprogramm

Die Nutzung der Räume gliedert sich auf insgesamt drei horizontale Ebenen, die vertikal durch das Atrium miteinander verknüpft werden. Mithilfe von elektrisch regulierbaren Vorhängen können die Räume verschlossen oder geöffnet werden, sodass sich die Größe je nach Nutzen variabel verändert. Im Erdgeschoss stehen die Küche und der Wohnbereich im Zentrum und fungieren als öffentliche Zone. Von dort gelangt man über eine einläufige geschwungene Treppe in das erste Obergeschoss, in der sich die halböffentlichen Räume vorfinden. Dieser offene Bereich beherbergt das Musikzimmer, ein Kino, einen Arbeitsbereich und eine Bibliothek.

Blickbeziehungen

Starke Blickbeziehungen herrschen im ganzen Haus und verschaffen ein offenes Wohngefühl. Von der Galerie kann man in den Relaxbereich blicken, der mit vielen Kissen drapiert wurde und so ein heimeliges Ambiente entstehen lässt. Die Vorhänge tun ihr übriges und unterstreichen durch die welligen Aufhängung den organischen Deckenverlauf. 

Badezimmer

Hier befinden wir uns im Badezimmer, wobei der Begriff Zimmer dem Raum nicht ganz gerecht wird. Das Bad grenzt direkt an das Schlafzimmer und wird mithilfe einer geschwungenen Glasscheibe, die auf einem hölzernen Podest thront, separiert. Dahinter lagert eine Badewanne, in der man dem Badevergnügen frönen kann. 

Die Oldtimergarage

Das Untergeschoss beherbergt eine weitere Galerie. Hier lagert der Bauherr des Hauses wahre Schätze: Oldtimer. Die Lichtkassetten-Decke aus Sichtbeton sorgt für die bestmögliche Ausleuchtung der Exponate. Neben dem Ausstellungsraum befindet sich noch eine Werkstatt.

Weitere Anregungen zu Garagen findet ihr in dem Ideenbuch: Ausgefallene Garagen

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