Lignotrend: Außen schmal, innen luftig – EFH am Bodensee: Raffinierte Konstruktion in Massivholz:  Häuser von Lignotrend Produktions GmbH

Modernes Holzhaus am Bodensee

Elisabeth Liebing Elisabeth Liebing
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Bauplätze am Ufer des Bodensees sind nicht nur teuer, sondern auch rar. Wer ein Grundstück besitzt, darf sich glücklich schätzen und versucht aufgrund der hohen Preise die gegebene Fläche bestmöglich auszunutzen.

Das Haus, das wir euch heute vorstellen, wurde neben der elterlichen Jugendstilvilla errichtet. Dies war nur möglich, weil ein elf Meter unbebauter Streifen Platz für die jüngere Generation einräumte. Der Wunsch der Bauherren war, eine absolut konträre Gestalt zur bestehenden Villa zu schaffen. Ein modernes und schlichtes Holzhaus, dem man sein Baumaterial überhaupt nicht ansieht, das aber zudem den Faktor der Nachhaltigkeit inkludiert.

Verantwortlich für die Planung und den Bau des Einfamilienhauses, war der in Konstanz ansässige Architekt Robert Geckeler. Im Lignotrend-Architekturwettbewerb wurde das Projekt preisgekrönt.

Lage und Bau

Lignotrend: Außen schmal, innen luftig – EFH am Bodensee: Raffinierte Konstruktion in Massivholz:  Häuser von Lignotrend Produktions GmbH
Lignotrend Produktions GmbH

Lignotrend: Außen schmal, innen luftig – EFH am Bodensee: Raffinierte Konstruktion in Massivholz

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Das Einfamilienhaus wurde im Nordern der Jugendstilvilla platziert und ist von einem alten und dichten Baumbestand umgeben. Vor dem Gebäude siedelt sich der offene Carport an, der mithilfe einer Überdachung eine rahmende Wirkung auf das Haus hat. Ein Steg beginnend vom Carport führt fließend bis zur Eingangsbox hin. 

Bau des Hauses: 

Da die Tragfähigkeit des Baugrundes am See nicht ausreichend stabil war, musste das nicht unterkellerte Haus auf Pfählen errichtet werden, die in Einzelfundamenten gelagert sind. Das hat zur Folge, dass das Gebäude über dem Gelände schwebt, sodass das Wasser unter dem Haus durchströmen kann. 

Die tragenden Decken- und Dachbauteile bestehen aus Brettsperrholz-Rippenelementen. In den Wänden verbirgt sich das Geheimnis des besonderen Raumklimas. Sie wurden im gleichen Massivholz-Bausystem hergestellt und haben durch ihren speziellen Rippenaufbau eine besondere Wirksamkeit hinsichtlich einer physiologisch optimalen Luftfeuchte in diesem nach der sogenannten Klimaholzhaus-Philosophie erstellten Gebäude. Um Passivhausniveau zu erreichen, wurde eine 36 Zentimeter tiefe Dämmständerkonstruktion vor die Wände gestellt. Die Gefache wurden mit Zellulose befüllt und sorgen nun für einen optimalen Wärmespeicher sowie besten Schallschutz.

Ansicht

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Durchqueren wir den Steg, wird das kompakte Volumen des Einfamilienhauses deutlich. Die geradlinige und dezente Gebäudeform leitet sich von dem gegebenen Grundstück ab. Die einfache Kontur des Hauses wirkt sich positiv auf die Ausführung des Passivhauses aus. 

Das wichtigste konstruktive Merkmal liegt in der Koppelung der Decken, Wänden und der Bodenplatte: Sie werden mithilfe einer speziellen Verbindung gestoßen, die vom Lignotrend-Gründer Werner Eckert entwickelt wurde. Ihre Besonderheit ist, dass die Elemente zu einem biegesteifen Rahmen verbunden werden und sich dadurch aussteifende Querwände erübrigen. Erst dadurch kann der Gebäudegrundriss so offen gestaltet werden, dass aus der gesamten Tiefe der Blick Richtung Garten und See offen bleibt.

Der Aufbau geht sich scheinbar spielerisch vonstatten: Boden- bzw. Deckenplatte greifen über kleine Bolzen und Stahlrohrstücke ineinander. Weiterer Vorteil des Stahl-Bolzen-Anschlusses und der Holz-Stahl-Verklebung ist, dass bei Bedarf mit wenig Aufwand der Raum erweitert oder zum anderen ebenso leicht demontiert werden kann.

Fassade

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Zum See öffnet sich die Fassade und richtet den Blick zum naheliegenden See. Die Stirnseiten sind fast gänzlich verglast und keine tragenden Wände. Somit übernehmen lediglich die Längswände eine statische Aufgabe. Um neben der alterehrwürdigen Jugendstilvilla hervorzustechen, rückte der Architekt Robert Geckeler, die Fassade in den Vordergrund des Entwurfes. So wird neben der schlichten Kubatur durch die außergewöhnliche und neuartige Fassadengestaltung eine ganz spezielle Wirkung eingeflößt. Der Architekt griff zu einem ungewöhnlichen Mittel und verkleidetet die Holzfassade mit Industrieglastafeln, die anhand von geflochtenen Stahlprofilen gehalten werden. Zwischen den beiden Materialien entsteht eine flächige Schicht von vier Zentimetern, die als Klimapuffer fungiert. Die Luftschicht trägt dazu bei, dass bei Sonneneinstrahlung das Vakuum erwärmt wird und von außen nach innen dringt, vergleichbar wie bei einem Luftkollektor. So wird die Passivhausfunktion deutlich unterstützt. Praktischer Nebeneffekt ist, dass die Holzfassade aufgrund der Industriegläser wartungsfrei und vor Witterungseinflüssen geschützt ist. 

Obergeschoss

Lignotrend: Außen schmal, innen luftig – EFH am Bodensee: Raffinierte Konstruktion in Massivholz:  Flur & Diele von Lignotrend Produktions GmbH
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Lignotrend: Außen schmal, innen luftig – EFH am Bodensee: Raffinierte Konstruktion in Massivholz

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Der schmale Bauplatz äußerst sich im Grundriss des Hauses, sodass der Gebäudezuschnitt ebenso schmal und länglich ist. Ein langer Flur, der sich an die Außenwand anschmiegt, verbindet die privaten Räume des Obergeschosses miteinander. Funktionen und Räume reihen sich aneinander, sodass ein zusammenhängendes Wohnen ermöglicht wird. Prägnantes Gestaltungsmittel sind die Sichtachsen gen See, die die Natur in den Innenraum des Hauses integrieren. Hier sieht man zur rechten Seite des Bildes die Treppe, die sich in einem ausgerückten Raumvolumen von dem Haus separiert. Mittels kleiner quadratischer Öffnungen wird das Treppenhaus belichtet, die Privatsphäre wird jedoch gewahrt. 

Badezimmer

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Werfen wir einen Blick ins Badezimmer, das sich ebenso wie das Äußere in moderner Gestalt präsentiert. Der Fliesenspiegel hinter dem Waschbecken wurde in einem mutigen Grün gewählt, das die Farbigkeit der natürlichen Umgebung aufnimmt. Mithilfe eines integrierten Plattenwärmetauschers wird die Aufbereitung von frischem Warmwasser erzeugt. Regenwasser wird in einer Zisterne gesammelt, die neun Kubikmeter Liter fasst. Das aufgefangene Wasser wird für die Waschmaschine, die Gartenbewässerung und die Toilettenspülung verwendet. 

Weitere Anregungen zu farbigen Badezimmern findet ihr in dem Ideenbuch: Bunte Fliesen im Badezimmer

Erdgeschoss

Lignotrend: Außen schmal, innen luftig – EFH am Bodensee: Raffinierte Konstruktion in Massivholz:  Wohnzimmer von Lignotrend Produktions GmbH
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Das Erdgeschoss misst 80 Quadratmeter. Der stützenfreie Hauptraum ist zum malerischen Garten ausgerichtet und fasst die Funktionen Essen, Wohnen und Kochen. Einzigartig ist die Deckenkonstruktion des Erdgeschosses, denn hier wurden Deckenelemente aus Holz-Beton-Verbundteilen verwendet, die eine besonders hohe Steifigkeit und Spannweite aufweisen, sodass durch diese Konstruktion Schall- und Schwingungswerte erreicht wurden, die für Holzbauten einzigartig sind. Über 90 Prozent der vorhandenen Wärme lässt sich aufgrund der kontrollierten Lüftungsanlage, die für vorgewärmte Ansaugluft sorgt, recyceln.

Die wichtigsten Informationen im Überblick: 

Wohnfläche: 162 Quadratmeter

Baukosten: 365.000 EUR

Energieeffizienzklasse: Passivhaus

Endenergiebedarf: 13,25kWh/m²a

Primärenergiebedarf: 36,3kWh/m²a

Mittlerer U-Wert Gebäudehülle: 0,21W/m²K

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