Wie kann ich eine kleine Wohnung platzsparend einrichten?

Marie Carstens Marie Carstens
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In einer Großstadt eine Wohnung zu finden, ist mittlerweile fast schon eine Qual. Die Mieten sind hoch, die Wohnungen klein. Wer in einer Einzimmerwohnung wohnt, kennt das Problem, alle Wohnbereiche in einem Raum unterbringen zu müssen: Küche, Esszimmer, Wohn- und Schlafzimmer befinden sich auf engstem Raum und können teilweise nicht als solches bezeichnet werden. Doch mit ein paar guten Tricks können auch kleine Wohnungen ganz groß rauskommen. Die Zauberwörter heißen: Stauraum, Farbgestaltung und multifunktionale Möbel. Mit unseren Tipps kann jeder seine kleine Wohnung ganz groß rausbringen und das Beste aus seinem Zuhause rausholen. Wer selber Hand anlegen möchte, kann mit den folgenden Schritten die ersten schnellen Erfolge erzielen, ohne tief in die Tasche greifen zu müssen.

1. Entrümpeln und Platz schaffen

moderne Wohnzimmer von Bhavin Taylor Design
Bhavin Taylor Design

South London Apartment

Bhavin Taylor Design

Aufgeräumte, freundliche Wohnungen wirken immer größer als rumpelige, dunkle Kammern. Um eure Wohnung optisch ruhiger zu gestalten, sollte so wenig Krimskrams wie möglich herumliegen. Der erste Schritt zu einer größeren Wohnung heißt aus diesem Grund Entrümpelung. Schnappt euch einen blauen Müllsack und entsorgt alles, was ihr nicht mehr benötigt. Zeitschriften, alte Papiere und unnützes Zeug wandern in den Müll, Brauchbares in die Flohmarkt- oder Spendenkiste. Am besten ist es, wenn ihr einen Freund oder eine Freundin bittet, euch beim Entrümpeln behilflich zu sein, da das Messi-Gen garantiert in vielen von uns schlummert. Euer Helfer hat somit den Job, euch zum erneuten Überlegen zu animieren, um wirklich nur zu behalten was ihr tatsächlich benötigt. Erbstücke oder sperrige Küchengeräte können auf dem Dachboden oder im Keller untergebracht und bei Bedarf wieder hervorgeholt werden.

2. Helle Wände und freundliche Farben

Haus Witzhave: koloniale Wohnzimmer von raphaeldesign
raphaeldesign

Haus Witzhave

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Die Farbgestaltung spielt in jedem Wohnraum eine große Rolle. Jeder, der sich bereits mit Farbwirkung auseinander gesetzt hat weiß, dass Farben sich stark auf das Wohlbefinden und auf das Raumklima auswirken können. Helle Farben sind dafür bekannt, dass sie kleine Räume größer wirken lassen. Somit sind diese die ideale Wahl für eure kleine Wohnung. Dunkle und grelle Farben lassen einen Raum eher beengend und düster wirken, was eher unangebracht ist. Wer nicht auf seine knallige Lieblingsfarbe verzichten möchte oder gar eine Mustertapete anbringen will, sollte sich auf eine Wand beschränken, die als Highlight fungiert. Umso kleiner die Wände sind, umso weniger Arbeit macht das Streichen. Solltet ihr euch trotzdem unsicher sein, könnt ihr natürlich einen Fachmann zu Rate ziehen und die Arbeit direkt erledigen lassen.

3. Stauraum für all eure schönen Sachen

Stauraum ist das A und O in jeder kleinen Wohnung. Wie das geht: Einbauschränke und Einbauküchen können an die Raumform angepasst werden, dass selbst das Wohnen unter Dachschrägen mit viel Platz genossen werden kann. Geschlossene Schränke sind in kleinen Räumen ein absolutes Muss, da das Gesamtbild somit ruhiger und ebenmäßiger wirkt. Bettkästen, Hocker mit integriertem Stauraum und Fernsehmöbel mit Schubladen sind eine gute Möglichkeit, um den vorhandenen Platz zu nutzen und mehr Stauraum zu generieren.

4. Multifunktionale Möbel

Hochbett mit japanischer Stiege in Fichte , weiß lasiert.: minimalistische Wohnzimmer von Individual Furniture
Individual Furniture

Hochbett mit japanischer Stiege in Fichte , weiß lasiert.

Individual Furniture

Möbel sind das, was in einem Raum am meisten Platz einnimmt. Wer eine Einzimmerwohnung mit Küchenzeile besitzt, muss also einen Esstisch, ein Bett, eine Couch, einen Kleiderschrank und weitere Möbelstücke in einem Raum unterbringen. Wir finden das allerdings sehr unübersichtlich und unruhig. Deswegen empfehlen wir in jedem Falle einen Raumtrenner und multifunktionale Möbel. Der Schlafbereich sollte von der Küche am weitesten entfernt liegen und von einem Raumtrenner abgegrenzt werden. Ein stabiles Bücherregal oder eine anderes hohes Möbelstück eignen sich ideal, um die Schlafecke ein wenig vom Raum abzugrenzen. Das Beispiel zeigt außerdem eine hervorragende Konstruktion, die den Raum nicht vertikal, sondern horizontal unterteilt: Das Bett befindet sich auf einem eingebauten Zwischenboden, der durch eine Treppe erreichbar ist. In der Treppe befindet sich ausreichend Stauraum, unter dem Boden sogar Platz zum Stehen und Wohnen. So wird der Schlafbereich gekonnt aus dem Wohnbereich entfernt, sodass der Bewohner etwas mehr Privatsphäre genießen kann.

5. Große Fenster für mehr Licht

Große Fenster sind besonders schön. Doch gerade kleine Wohnungen verfügen oftmals über kleine Fenster, die wenig Tageslicht ins Innere lassen. Wer eine kleine Wohnung als Eigentum erstanden hat, kann sich beim Hausverwalter erkundigen, ob es möglich ist, größere oder bodentiefe Fenster einbauen zu lassen. In Mietwohnungen wird der Vermieter eher gegen neue Fenster sprechen, doch auch hier gibt es ein paar Tipps, wie ihr mehr Licht in den Raum bringen könnt: 

1. Vermeidet das Zustellen der Fenster durch Möbel. 

2. Verzichtet auf dicke, schwere Vorhänge und ersetzt sie durch leichte, helle Stoffgardinen oder dezente Plissees. 

3. Haltet eure Fenster sauber und verhindert das Zuwachsen durch Bäume oder Büsche von außen. 

4. Wer Sprossenfester besitzt, kann vorsichtig testen, ob sich die Sprossen von außen abmontieren lassen – so habt ihr einen besseren Blick ins Freie und die Sonne hat ein bisschen mehr Platz um bis ins Innere eurer kleinen Wohnung vordringen zu können.

6. Ein Vorhang als leichte Trennwand

ausgefallene Wohnzimmer von Sandra Dages

Vorhänge müssen nicht unbedingt vor dem Fenster ihren Platz finden. Sie sind auch ein hervorragender Raumteiler, wenn es darum geht den Raum nur zu bestimmten Zeiten zu unterteilen. Wenn ihr euren Schlafbereich beispielsweise von eurem Wohnbereich abtrennen wollt, weil ihr Besuch habt, kann der Vorhang einfach zugezogen werden. Um einen Vorhang zu befestigen, gibt es viele verschiedene Möglichkeiten: Eine Stange, eine Schiene an der Decke, eine Drahtseil-Konstruktion und ähnliches. Bei der Auswahl der Vorhänge solltet ihr auf euren Stil vertrauen. Am besten ihr wählt ein Modell, dass zu der Farbgestaltung eurer Wohnung passt und das nicht zu dunkel und schwer wirkt. Um den Vorhang auf die richtige Länge zu kürzen, könnt ihr die Enden mit einem Bügelband umschlagen, damit der Stoff nicht auf dem Boden liegt. Dieses Beispiel zeigt eine wunderschöne, keine Wohnung in Paris, die ihr euch hier anschauen könnt.

Wie würdet ihr eine kleine Wohnung platzsparend einrichten?
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