Was kostet es, ein kleines Haus selbst zu bauen?

anne lomberg anne lomberg
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Glücklichsein im eigenen Heim? Viele Menschen möchten sich den Traum einer gekauften Immobilie oder die Realisierung durch einen Selbstbau erfüllen. Endlich keine Miete mehr zahlen und nahezu grenzenlos selbst bestimmen – das ist Freiheit ohne Ende. Um diesen Traum vom eigenen Haus realisieren zu können, kostet es zum einen viel Vorstellungsvermögen sowie eine genaue Planung und zum anderen vor allem ausreichendes Budget. Wir stellen uns die Frage, was so ein eigener, kleiner Hausbau eigentlich kostet und welche Unterschiede es gibt – vom Entwurf bis zur Einrichtung, vom Holzhaus bis zum Fertighaus. Beim Hausbau lautet die Devise: sich Zeit nehmen und alle Fragen genau abarbeiten. Denn eine Verwirklichung vom eigenen Haus ist ein großer Traum, der zum größten Projekt des Lebens wird. 

Ein kleines Haus entwerfen

Einfamilienhaus Zieglschmid: moderne Häuser von steffen janke architekt
steffen janke architekt

Einfamilienhaus Zieglschmid

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Der erste Schritt beim eigenen Hausbau heißt, einen individuellen Entwurf zu erstellen, um so einen Überblick über Anzahl der Räume und Platzangebot zu erhalten. Denn wie viel Platz benötige ich eigentlich und wer kommt alles mit? Möchte ich einen Garten oder reicht eine Terrasse? Um einen persönlichen Entwurf erstellen zu können, stellen einige Anbieter eine Hausplanung als 3D-Modell zur Verfügung. Hier könnt ihr umfangreich basteln und euch Inspirationen einholen. Neben der Innengestaltung des Hauses spielt auch die äußere Materialverarbeitung eine wichtige Rolle. Holz, Klinker, Putz… – es gibt unzählige Möglichkeiten, die Fassade zu gestalten. Doch die Fassade spielt nicht nur eine optische Rolle, sie ist auch entscheidend für den Schutz der Bausubstanz und die Wärmedämmung des gesamten Gebäudes  – ein weiterer wesentlicher Faktor, den es bei der Entwurfgestaltung unbedingt zu beachten gilt.

Übrigens: Ein kleines Haus kann bei geschickter Überlegung großzügig wirken und mit dem Einsetzen von nur wenigen Wänden für mehr Raum sorgen.

Ein kleines Haus einrichten

 Flur & Diele von 【快適健康環境+Design】森建築設計
【快適健康環境+Design】森建築設計

横浜の二世帯住宅 子世帯2階廊下

【快適健康環境+Design】森建築設計

Ein kleines Haus einrichten bedeutet vor allem, die Gegebenheiten optimal zu nutzen, um möglichst viel Raum zu erhalten. So entsteht, wie dieses Bildbeispiel schön beweist, aus kleinen ungenutzten Nischen ein Arbeitsplatz, der zusätzlich mit Fensterblick eine Aussicht auf die Landschaft gewährt – eine Freifläche, die wunderbar konzipiert wurde und damit einen perfekten Ort zum Konzentrieren sowie Meditieren bietet. Für eine Inneneinrichtung eines kleinen Hauses zählt vor allem eins: weniger ist mehr. Mit minimalistischen Einrichtungsideen wird automatisch mehr Raum kreiert und helle Farben begünstigen dies zusätzlich. Platzsparende und universell einsetzbare Möbelstücke liefern außerdem mehr Freiheit in den eigenen vier Wänden und avancieren meist zum echten Eyecatcher. Unsere Experten haben auch hier wieder die richtigen Tipps für kleine Wohnflächen sowie stilvolle Designelemente zur Begünstigung dieser parat. Lasst euch inspirieren und entwickelt ein ganz eigenes Wohnkonzept für den Einzug in euer kleines, aber eigenes Haus. 

Kleines Holzhaus

Wer von einem kleinen Holzhaus mit skandinavischem Charme träumt, legt besonders Wert auf Gemütlichkeit, Behaglichkeit, ein gutes Raumklima sowie hohen Wohnkomfort. Die Preise können dabei stark variieren, sodass es sich empfiehlt, erst einmal verschiedene Hausbauanbieter umfassend zu vergleichen. Ein wichtiger Preisfaktor ist – wie bei jedem Hausbau – die Energieeffizienz. So zahlt sich eine höhere Investition in eine bessere Dämmung und dichte Fenster in jedem Fall aus, denn spätestens bei der nächsten Heizkostenabrechnung werden diese Vorteile sichtbar. Außerdem sollte man wissen, dass ein Holzhaus eines Architekten mindestens zehn Prozent teurer ist, als eines aus dem Katalog. Die kostengünstigste Variante ist ein Bausatz- oder Ausbauhaus. Mit entsprechenden handwerklichen Fähigkeiten lassen sich durch Eigenleistung beim Aufbau eines Holzhaus die Preise erheblich reduzieren. Der Bau eines Holzhauses erfreut sich immer größerer Beliebtheit, denn neben der natürlichen Wohnatmosphäre punktet diese Bauweise mit ökologisch vertretbaren Materialien. Wer sein Haus unter Berücksichtigung von heimischen Hölzern erbaut, leistet einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz.

Passivhaus

Wenn man sich für den Bau eines Passivhauses entscheidet, sollte zunächst einmal die Bedeutung erläutert werden. Was ist eigentlich ein Passivhaus? Unter einem Passivhaus wird ein Gebäude verstanden, das aufgrund seiner guten Wärmedämmung in der Regel keine klassische Gebäudeheizung benötigt. Beim Passivhaus wird durch eine besondere Wärmedämmung der Wände, Fenster und des Daches eine überdurchschnittliche Wärmerückgewinnung der Abstrahlwärme von Bewohnern und Haushaltsgeräten erreicht. Was die Kosten betrifft, erweist sich so ein Passivhaus als relativ günstig im Vergleich zu anderen Hausbauvarianten. Wegen der Fördervorteile fürs Energiesparen bleibt die finanzielle Belastung durch ein Passivhaus in den ersten zehn Jahren geringer als bei einem Standardhaus. Sind nach ca. drei Jahrzehnten alle Kredite abbezahlt, profitieren Hausbesitzer zu 100 % von den geringeren Energiekosten. Man kann demnach festhalten, dass der Bau eines Passivhauses zunächst einmal viel Geld kostet, denn die Dämmung der Außenwände und die dreifach verglasten Fenster sind recht kosten­intensiv. Allerdings spart man wegen der niedrigen Betriebskosten gegenüber einem Standardhaus enorm und zwar immerhin 100.00,00€ hochgerechnet auf 50 Jahre. 

Fertighaus

ICON Wohnbeispiel: moderne Esszimmer von Dennert Massivhaus GmbH
Dennert Massivhaus GmbH

ICON Wohnbeispiel

Dennert Massivhaus GmbH

Eine günstige Variante beim eigenen Hausbau zeigt sich in Form von Fertighäusern. Hier spart man Planungsprozess und Bauzeit. Außerdem werden viele Wohnelemente bereits in der Fabrik nach einheitlichen Vorgaben maschinell erstellt und sind daher deutlich schneller, effizienter und dadurch günstiger zu bauen. Dies wirkt sich positiv auf die Baukosten eines Fertighauses aus, denn im Vergleich zum Massivhaus, wo vieles von Hand auf der Baustelle erledigt wird, steht hier die Hälfte schon einzugsbereit parat. Ein weiterer Vorteil von Fertighäusern ist die Besichtigungen von Musterhäusern. So bekommt man leicht ein Gefühl von Zimmergröße und der eigenen räumlichen Entfaltung. Fehlplanungen werden vermieden und Kosten gesenkt. Wer sich also für den Bau eines kleinen Fertighauses entscheidet, spart Zeit und Geld. Allerdings kann man sich durch so ein Projekt nicht komplett selbst inszenieren, denn dies übernimmt im Regelfall der Architekt. Mit persönlichen Einrichtungsgegenständen gibt man aber dann trotzdem jedem Haus und jeder Wohnung seine ganz individuelle Note.

Containerhaus

Günstig, günstiger, am günstigsten. Eine stylishe und enorm kostengünstige Variante stellt die Anschaffung sowie der Ausbau eines eigenen Containerhauses dar – ein perfektes Projekt für Individualisten und Querdenker. Denn mit einem Containerhaus ziehen viele Vorteile ein. Zum einen haben die metallischen Werkstoffe eine solide Grundsubstanz, welche ihnen eine besonders robuste Eigenschaft gegenüber äußeren Einflüssen verleiht. Zum anderen sind Containerhäuser beliebig erweiterbar sowie ortsungebunden. Wer also mit seinem Haus wandern möchte, kann mit so einem kleinen Containerhaus, wie dieses Bildbeispiel und sein Entwickler beweisen, unabhängig wohnen. Weiterhin gestalten sich Containerhäuser durch ihre kompakte Bauweise als äußerst praktisch und funktional. Und nicht zu vergessen: Die Wiederverwendung von den Transportbehältern, um ein Haus zu bauen, ist eine ökologische Aktivität in einer Umgebung frei von künstlichen Elementen.

Kleines Haus oder lieber Wohnung

Am Ende stellt sich nur noch die Frage, ob man ein eigenes kleines Haus bauen oder lieber eine eigene Immobilie in Form einer Wohnung kaufen möchte. Eine Wohnung zu kaufen ist in jedem Fall die kostengünstigere Variante, allerdings unabhängig von persönlichen Wunschvorstellungen. Daher vergleichen wir die Vor- und Nachteile in Zusammenhang der genauen Planung. Beim Eigenheim sollte man sich von Anfang an Gedanken über eine gute Versicherung des Hauses machen, die bei Schäden oder Reparaturen greift. Wer eine Eigentumswohnung kaufen möchte, dem bleibt da keine Wahl. Er muss sich an der Instandhaltungsrücklage der gesamten Gemeinschaft der Wohneigentümer beteiligen. Vor einem Kauf sollte man sich hier unbedingt die Protokolle der Eigentümerversammlung zeigen lassen. Anhand dieser sind alle Vorfälle sichtbar, was ebenso interessant in Bezug auf die Nachbarschaft ist. Denn wer will schon eine eigene Wohnung besitzen, in der von Nachbarschaftswärme nix zu spüren ist? Egal ob Haus oder Wohnung, in jedem Fall muss das Geld reichen und darüber sollte sich nun wirklich jeder vorher seine Gedanken machen. 

Wenn ihr ein Haus bauen möchtet, welche Variante findet ihr für euch am passendsten?
VIO 302 - Terrasse:  Terrasse von FingerHaus GmbH

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