10 Gründe, warum ihr einen Zengarten braucht

10 Gründe, warum ihr einen Zengarten braucht

10 Gründe, warum ihr einen Zengarten braucht

Claire Dove Claire Dove
Loading admin actions …

Ein Zengarten ist ein japanischer Steingarten, der meist aus Kies, Steinen und Felsbrocken besteht. Diese werden in geschwungenen Linien gerecht oder einfach nur betrachtet – das dient den Zen-Mönchen seit Jahrhunderten als Teil ihrer Meditation. Im Japanischen heißt diese Spezialform des Japangartens übrigens Kare-san-sui, was übersetzt ungefähr so viel bedeutet wie trockene Landschaft oder aber auch unechte Landschaft

Diese Trockengärten, bei uns umgangssprachlich Zengärten genannt, erfreuen sich seit einiger Zeit auch in unseren Breitengraden größter Beliebtheit. Die Gründe dafür liegen auf der Hand: Zum einen ist diese Gartenart leicht zu pflegen, vor allem wenn hauptsächlich Kies verwendet wird. Zum anderen wirkt diese Art optisch extrem ansprechend und bildet eine Ruheoase im eigenen Zuhause. So kann man dem hektischen Alltag entfliehen. 

Wir zeigen euch zehn der schönsten Zengärten von deutschen Gartenplanern und geben euch Tipps, wie ihr euren eigenen japanischen Trockengarten anlegen könnt. 

1. Entspannung pur

Ein Grund dafür, sich einen Zengarten anzulegen, ist seine entspannende Wirkung. Durch die Beschäftigung mit dem Steingarten fallen Stress, Hektik und Anspannung von einem ab.

Bei einem echten Zengarten wird übrigens gänzlich auf Pflanzen – bis auf Moos – und auf Wasser verzichtet. Denn die Kies- oder Sandflächen im Trockengarten stehen für Bäche, Flüsse oder das Meer. Um diese Symbolik herauszuarbeiten, werden die Steinflächen mit wellenförmigen Linien versehen. Das geschieht mit einem speziellen Holzrechen. Die Linien in den Sand zu zeichnen, hat eine meditative Wirkung und sorgt für Gelassenheit und Entspannung. Dabei ist es wichtig, dass man möglichst keinen Anfang und kein Ende der Linien erkennen kann, sie sollten sanft ineinander übergehen. Die Felsbrocken – die Hügel und Berge darstellen - sollten zusätzlich durch die Linienmuster betont werden. Generell sind allzu geometrische Formen unerwünscht, der Effekt soll natürlich wirken. Daher werden ungerade Zahlen, beispielsweise bei Felsbrocken, bevorzugt.

2. Zengärten lassen sich überall anlegen

Ein weiterer Grund für einen Japangarten zuhause ist, dass er sich fast überall anlegen lässt. Hier wurde ein Zengarten auf der Dachterrasse mit Blick auf den Fluss angelegt, man kann aber auch eine Miniatur-Variante im Inneren des Hauses wählen. Wer möchte, kann seinen gesamten Garten auf diese Art und Weise gestalten, oder lediglich eine Ecke seines Außenbereichs. Auch auf dem Balkon machen sich japanische Steingärten gut.

Hier wurde auf die typischen Wellenmuster verzichtet, doch die Grundform der Kiesfläche selbst sieht aus wie eine einzige große Welle – eine spannende Variation des klassischen Trockengartens.

3. Den Außenbereich verschönern

Ein weiterer Punkt, der für einen Zengarten spricht, ist seine Vielseitigkeit und seine Fähigkeit, selbst den düstersten Garten in eine Wohlfühloase zu verwandeln. Auf diesem Foto beispielsweise erinnert nichts mehr an den tristen Außenbereich, der dieser Berliner Garten einmal war. Felsbrocken, Moos und ein Zaun aus Bambus verschönern den Garten nun im japanischen Stil. 

Das Gute an solchen Trockengärten ist natürlich, dass sie keine bestimmten Witterungsbedingungen brauchen, um zu wachsen und zu gedeihen. Ganz im Gegenteil – da diese Gartenform aus Stein und Kies besteht, lässt sich jede noch so unwirtliche Ecke damit aufwerten. 

4. Mini-Zengarten

Für all diejenigen, die keinen eigenen Garten haben, sind Miniatur-Zengärten ideal. Diese lassen sich leicht anlegen und sorgen auf spielerische Art und Weise für Entspannung und ein meditatives Gefühl. Dafür wird meist ein rechteckiger Rahmen verwendet, der mit Sand, Kieselsteinen oder Halbedelsteinen gefüllt werden kann. Mit einer kleinen Holzharke lassen sich immer neue Muster auf die Oberfläche zeichnen. Wer möchte, kann auch einen Bonsai in diesem kleinen Garten platzieren. 

Hier wurde zwischen Kieselsteinen eine Art Miniatur-Seerosenteich angelegt.

5. Meditation im Freien

Diese Aufnahme des japanischen Gartens im Schloss Eickhof bei Liebenau in Niedersachsen ist Grund genug, sich sofort einen Zengarten zuzulegen, oder?

Seit 1996 wird hier die japanische Gartenkunst zelebriert, 1998 wurde sogar ein Zen-Kloster in die weitläufige Gartenlandschaft integriert. Ein Naturteich und ein Teehaus komplettieren das idyllische Gesamtbild. Der Zengarten wird als Teil der Ausbildung zum Zen-Mönch verwendet. 

6. Traumgarten dank japanischem Flair

Bei diesem Privatgarten in Bremerhaven sorgte die japanische Gartenkunst für den letzten Schliff. Hier wurden Pflanzen und Wasser in den Japangarten integriert, womit er keinem klassischen Zengarten entspricht. Das war jedoch auch gar nicht die Zielsetzung. Vielmehr sollte eine Gartengestaltung erwirkt werden, bei der sich Natur und Bebauung in einer harmonischen Balance befinden. Hierdurch soll sich auch der Gemütszustand bei der Betrachtung des Gartens bessern – ein Kurzurlaub für die Seele, quasi.

7. Japangarten westlich interpretiert

Der Entwurf dieses Hauses ist modern und geometrisch. Die Grünfläche vor dem Haus präsentiert sich ebenfalls extrem puristisch, was ihm den Anschein eines japanischen Gartens gibt. Ein einziger, dramatisch geformter Baum ist der Blickpunkt auf der akkuraten Rasenfläche. Dieser Blickfang ist ein schönes Beispiel für eine Neuinterpretation des traditionellen japanischen Gartens in unseren Breitengraden.

8. Bonsais

Bonsais, kleine, zurechtgestutzte und ästhetisch geformte Bäumchen, erfreuen sich großer Beliebtheit. Sie passen zwar nicht in einen traditionellen Trockengarten, aber dafür perfekt in einen japanisch inspirierten Garten. Wer also lediglich einen Garten mit japanischem Flair haben möchte, ohne sich zu genau an die Regeln des Zengartens zu halten, für den ist eine Bepflanzung mit den dekorativen Mini-Bäumen ideal.

Jedoch sollte man sich vorher eingehend informieren, welche Bäumchen für welche Stelle geeignet sind. Denn Bonsais benötigen eine eingehende Pflege und spezielle Licht- und Witterungsverhältnisse, um richtig wachsen und gedeihen zu können.

9.1 Immergrüner Japangarten: Entwurf

Hier seht ihr den Entwurf eines Japangartens, der einen geschützten, privaten Außenraum für eine Familie darstellen soll. Das immergrüne Wohnzimmer wurde von allen Seiten vor störenden Blicken geschützt und so angelegt, dass man es das ganze Jahr über nutzen kann. Auf dem nächsten Bild könnt ihr den fertigen Garten bestaunen.

9.2 Fertiger Japangarten

Der Garten wurde mit Granit und Eiben gestaltet. Die Granitblöcke laden in Kombination mit Kissen zum Sitzen ein, eine Feuerstelle sorgt für Licht und angenehme Wärme. Auch ein Kräuterbeet findet sich in dem neu angelegten Garten. Durch die Granitblöcke und die Bepflanzung erhält der gesamte Außenbereich ein entspannendes japanisches Flair.

10. Die Natur genießen

Der wichtigste Grund, sich einen Zengarten oder einen japanischen Garten anzulegen, ist wohl das Erleben der Natur. Dabei ist es egal, ob man sich an die strengen Auflagen des traditionellen Zengartens hält oder zudem noch Pflanzen und Wasser in die Gestaltung integriert. Hauptsache ist, dass man sich in seinem Garten wohlfühlt und ganz im Einklang mit sich und der Natur sein kann. 

Noch mehr fernöstliche Gartengestaltung findet ihr übrigens hier: Feng Shui im Garten.

Hättet ihr gerne einen Zengarten zuhause? Hinterlasst uns einen Kommentar!
VIO 302 - Schöner Wohnen, schöner Sparen:  Terrasse von FingerHaus GmbH

Sie brauchen Hilfe bei Ihrem aktuellen Projekt?

Schreiben Sie uns!

Sie brauchen Hilfe bei Ihrem aktuellen Projekt?

Schreiben Sie uns!

Kostenlos beraten lassen

Nach passenden Wohnideen stöbern