In wenigen Schritten gestaltest du einen tropischen Garten

Marie Carstens Marie Carstens
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Wenn wir das Wort tropisch hören, denken wir sofort an Urlaub, Palmen, satte, grüne Gärten und ein angenehmes Klima. Für viele Menschen in Deutschland gehören tropische Gärten in den Süden. Dabei gibt es viele tropische Pflanzen, die Frost und Minustemperaturen überstehen. Natürlich müsst ihr euch ausreichend vorbereiten, wenn ihr euch so einen besonderen Garten anlegen möchtet. Das lokale Klima, das Mikroklima im Garten, die Bodenbeschaffenheit sowie Sonne und Schatten müssen berücksichtigt werden, damit euer tropischer Garten gedeihen und wachsen kann. Wir möchten euch heute schon mal eine kleine Einführung geben, was ihr alles beachten müsst. So könnt ihr euch an den kommenden, kalten Wintertagen zurücklehnen, euren tropischen Garten vorstellen und im kommenden Frühling umsetzen.

1. Was darf in dem tropischen Garten nicht fehlen?

Bei der Gestaltung eines tropischen Gartens, sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Genau wie bei jedem anderen Garten könnt ihr eurer Kreativität freien Lauf lassen und eure Wünsche in die Tat umsetzen. Der einzige Unterschied ist , dass statt nordeuropäischen Pflanzen und Bäumen, eher südländische und tropische Gattungen vertreten sein werden. Was natürlich in keinem Garten fehlen darf, ist eine gemütliche Terrasse oder eine windgeschützte Sitzecke. Auch eine kleine Wasserstelle, ein Gartenteich oder ein Brunnen, können an den tropischen Stil eures Gartens angepasst werden. Da es kaum möglich sein wird, den kompletten Garten mit ausschließlich tropischen Pflanzen auszustatten, solltet ihr zusätzlich auf tropisch aussehende oder neutrale Bepflanzung zurückgreifen. Ihr könnt natürlich auch einen Experten beauftragen, euren Wunsch eines tropischen Gartens wahr werden zu lassen. Dieser kennt sich perfekt aus, hat viele tolle Ideen und ist ein Profi auf seinem Gebiet. Zudem könnt ihr über eine Visualisierung des Gartens bereits vorher prüfen, ob euch das Endergebnis gefallen wird.

2. Den Garten planen

Aussenanlage im Kanton Schwyz:   von Paul Marie Creation
Paul Marie Creation

Aussenanlage im Kanton Schwyz

Paul Marie Creation

Wer seinen Garten nach dem Motto „selbst ist die Frau“ bzw. „selbst ist der Mann“ gestalten möchte und statt einen Landschaftsarchitekten zu beauftragen lieber selber Hand anlegen will, sollte in jedem Falle ein stimmiges Konzept erstellen. Skizziert euren Garten und zeichnet ein, wo was gepflanzt oder umgebaut werden soll. So könnt ihr strukturiert vorgehen und auch die benötigten Materialien und Pflanzen besser planen.

3. Das lokale Klima berücksichtigen

:  Terrasse von homify

Natürlich muss das lokale Klima berücksichtigt werden, bevor die Pflanzen ausgesucht und gekauft werden. Im Internet gibt es sogenannte Klimakarten, auf denen ihr die genaue Klimazone ablesen könnt, in der sich euer Garten befindet. Doch auch der Standort eures Gartens ist ein wichtiger Aspekt, der in jedem Falle berücksichtigt werden muss. Das Klima in mitten einer Großstadt ist um einiges milder als am Stadtrand oder auf dem Land. Zudem spielt das Mikroklima im Garten eine weitere wichtige Rolle. Liegt der Garten in einer dicht bebauten Wohnsiedlung, geben die Häuser etwas Wärme in die Umgebung ab. Auf dem Land, wo die Häuser und Gärten weit voneinander entfernt liegen, herrscht somit ein anderes, kühleres Mikroklima. Zudem kommt der genaue Standort der Pflanze im Garten selbst: Schützende Mauern die Wärme abstrahlen, dunkle Pflastersteine die nachts die gespeicherte Wärme abgeben und geschützte, sonnige Plätze können das Wachstum der tropischen Pflanze positiv beeinflussen.

4. Die Bodenbeschaffenheit messen

tropischer Garten von Schwein Aménagement
Schwein Aménagement

Massif de plantes

Schwein Aménagement

Der pH-Wert des Bodens spielt eine wichtige Rolle bei der Auswahl der Pflanzen. Der pH-Wert sagt etwas über den Säuregrad bzw. die Alkalität des Bodens aus und ist in jedem Falle zu berücksichtigen. Da die verschiedenen Pflanzen nur unter guten Voraussetzungen wachsen und gedeihen können, könnt ihr mit einem pH-Wert Test die Auswahlmöglichkeiten eingrenzen. Die einfachste Methode, den pH-Wert eines Bodens zu messen, ist der Test mit einem Bodentest-Kit. Dieses könnt ihr in fast jedem Baumarkt kaufen oder im Internet bestellen. Folgendermaßen müsst ihr vorgehen, um einen genauen Wert zu erhalten: 1. Grabt ein etwa 5 bis 10 cm tiefes Loch, lockert die ausgegrabene Erde etwas auf und streut sie zurück in das Loch. 2. Füllt das Loch mit destilliertem Wasser auf, bis ihr eine matschige Konsistenz erkennen könnt (Regen- oder Quellwasser könnten den Wert verfälschen). 3. Steckt die Prüfspitze des Messpapiers 60 Sekunden lang in den Matsch und wischt sie anschließend mit einem Tuch sauber. Der pH-Wert wird normalerweise auf einer Skala zwischen 1 und 14 gemessen. Ein Wert von 7 entspricht einem neutralen Boden. Ein Messwert unter sieben bedeutet, dass ihr einen alkalischen Boden habt. Ein Messwert über sieben bedeutet, dass der Boden sauer ist.

5. Welche Pflanzen wachsen in dieser Region?

Da ihr nun eure Klimazone sowie eure Bodenbeschaffenheit überprüft habt, könnt ihr die richtigen Pflanzen auswählen. Viele tropische Pflanzen haben kein Problem mit Frost oder Minusgraden. Die Yucca kann beispielsweise bei bis zu -35° überleben, eine Zwergpalme bei bis zu – 15°. Hierbei müsst ihr wissen, dass junge Pflanzen sehr empfindlich sind und mindestens ein halbes Jahr brauchen, bevor sie Frost ausgesetzt werden können. Erkundigt euch vor dem Kauf, welche Pflanzen geeignet sind, um im Winter nicht enttäuscht zu werden. Ein kleiner Tipp für alle, die auf Nummer sicher gehen möchten: Ihr könnt mittelgroße Palmen und Pflanzen auch in Töpfen wachsen lassen, die im Garten verteilt werden. Der Topf kann im Beet eingebuddelt, oder durch andere Pflanzen versteckt werden. Viele Gärtnereien bieten einen Überwinterungsservice an, sodass die Pflanzen im Winter eingelagert und geschützt werden können.

6. Den Garten vor Sturm schützen

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Um euren tropischen Garten vor Sturm zu schützen, solltet ihr eine hohe Hecke oder einen hohen Gartenzaun einplanen. So kann der Wind etwas ausgebremst werden und euren Schützlingen weniger anhaben. Außerdem dient eine Hecke bzw. ein hoher Zaun nicht nur zum Schutz der Pflanzen, sondern auch zum Schutz eurer Privatsphäre. Zudem ist das Verweilen auf einer windgeschützten Terrasse doch auch etwas Schönes, oder?

7. Tropischer Touch durch Statuen und Ornamente

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Den letzten Schliff erhält der tropische Garten durch schöne Elemente wie Skulpturen und Statuen. Buddha, Shiva und Co runden das Gesamtbild ab und sorgen für eine kleine Auflockerung in der Gestaltung. Die Skulpturen können im Beet oder bei der Terrasse platziert werden, sodass sie zum Hingucker eures tropischen Gartens werden können. Wie ihr euren Garten nicht nur tropisch, sondern auch luxuriös gestalten könnt, erfahrt ihr in diesem Ideenbuch.

Würdet ihr euch einen tropischen Garten gestalten oder bevorzugt ihr einen andern Stil?
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