Trendy wohnen in Berlin-Mitte

Mandy Markwordt – homify Mandy Markwordt – homify
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In Berlin-Mitte errichteten die Architekten Becker + Hofstätter ein Mehrfamilienhaus, in dem jeder Bewohner eine individuelle Wohnung hat. Auf dem Gelände der ehemaligen Oswald Berliner-Weizenbier-Brauerei in der Brunnenstraße steht nun ein neugebautes Haus, das acht Wohnungen beinhaltet. Sechs davon sind Etagenwohnungen und zwei wurden als Dachgeschossmaisonettes ausgebaut. 

Becker + Hofstätter übernahmen im Auftrag eines privaten Investors den Bauantrag, die Ausschreibung und Vergabe sowie die Ausführungsplanung und Bauleitung. Die Kosten des Neubaus betrugen 1.250.000 €.

Fassade mit Eyecatcher

Jede einzelne der acht Wohnungen sollte einen optimalen Grundriss erhalten, wodurch sich bei der Realisierung zum Teil unterschiedliche Größen der Räumlichkeiten ergaben. Diese Unterschiede werden auch in der Fassade anhand der Fensteranordnung ersichtlich.

Wie bereits erwähnt, befand sich vor Jahrzehnten eine Brauerei auf dem Gelände. Deren Keller wurden während des Zweiten Weltkriegs in eine Bunkeranlage umgewandelt und in den 50er Jahren gesprengt. Durch diese Umstände war eine konventionelle Fundamentlegung unmöglich. Daher verzichtete man auf einen Keller und die Gründung erfolgte auf Stahlbetonfertigteilpfählen, die bis zu 20 Meter tief in den Baugrund gerammt wurden.

Symmetrie vs. Asymmetrie

Während man bei der Frontansicht kein klares Muster in der Fensterverteilung erkennen konnte, wurde die Südfassade auf Wunsch des Bauherrn symmetrisch ausgerichtet. Die drei anderen Ansichten lassen durch die Anordnung der Fenster auf den hinter der Fassade verborgenen Grundriss schließen.

Das erste und zweite Obergeschoss wurden mit einem 20 Zentimeter starken Vollwärmeschutz verkleidet und eine Verkleidung aus orangem Eternit markiert das Dachgeschoss.

Energieeffizienzhaus in Berlin

Das Gebäude ist als KfW70-Energieeffizienzhaus konzipiert und ausgeführt. Die Beheizung des Gebäudes erfolgt über ein Blockheizkraftwerk, das sich auf einem Nachbargrundstück befindet. In den Wohnungen ist in jedem Raum eine Fußbodenheizung verlegt. Jede Wohnung wurde mit Holzfenstern sowie einer Dreifachverglasung und einer Sonnenschutzverglasung ausgestattet.

Moderne Maisonettewohnung

Die beiden Wohnungen im Dachgeschoss wurden mit dem zweiten Obergeschoss verbunden und somit zu Maisonettewohnungen umgewandelt. Durch die Verwendung verschiedener Bodenbeläge aus Naturstein oder Holz werden die Wohnflächen optisch voneinander getrennt. Dank der großen Fensterfronten, die auf dem vorherigen Bild bereits von außen zu sehen waren, kann viel natürliches Licht in den Innenraum dringen.

Der Trick mit dem Holzboden

In allen Innenräumen, außer der Küche und dem Bad, wurde Massivparkett aus Eiche verlegt. Generell empfiehlt sich in großen Räumen ein Holzfußboden, da dieser dank seiner warmen Farbe und der lebendigen Musterung im Nu für wohnliches Flair sorgt. Im Küchenbereich setzt man auf etwas robustere und pflegeleichtere Fliesen aus dunklem Naturstein.

Kleines Bad ganz groß

Das Badezimmer wurde beinahe bis zur Decke mit weißen Fliesen ausgestattet. Um einen einheitlichen Look zu erzielen, lies man sogar die Badewanne mit den gleichen rechteckigen Fliesen verkleiden. Einen starken Kontrast dazu setzt der dunkle Boden aus Naturstein. Der Farbton wird noch einmal in der Bordüre aufgegriffen und wirkt damit wie ein Rahmen. Die Wände in Weiß zu gestalten, hat den Vorteil, dass der Raum dadurch bedeutend größer wirkt.

Wie wäre es mit einem weiteren Beispiel einer Maisonette-Wohnung in Berlin-Mitte?

Würdet ihr auch gerne in einer Maisonettewohnung leben?
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