Einrichtungstipps für die erste gemeinsame Wohnung

Marie Carstens Marie Carstens
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Wenn es endlich soweit ist und ihr mit eurem Partner zusammenzieht, kommt eine Menge auf euch zu. Nicht nur die Organisation der Umzüge, sondern auch die Entscheidung, für welchen Einrichtungsstil ihr euch entscheiden werdet. Sollen es seine oder ihre Möbel sein? Was findet der Partner schön? Welche der Lieblingsstücke sollen in jedem Falle in der neuen, gemeinsamen Wohnung untergebracht werden? Was ist, wenn der Partner diese Möbel oder Accessoires überhaupt nicht mag? All diese Fragen solltet ihr vorher gemeinsam beantworten, um den Umzug glatt über die Bühne bringen zu können. Da jeder seinen eigenen Stil in die gemeinsame Wohnung einbringen möchte, müssen beide Seiten Kompromisse eingehen, sich von Möbelstücken trennen und ein neues Farbkonzept erstellen. Wir möchten euch heute ein paar Tricks verraten, wie ihr für alle Fragen eine Lösung finden könnt, ohne die harmonische Vorfreude auf die gemeinsame Wohnung zu zerstören.

Zwei Einrichtungsstile kombinieren

Das Zusammenziehen mit dem Partner ist ein großer Schritt in einer Beziehung, der nicht nur bedeutet, dass zusammen gelebt, sondern auch zusammen eingerichtet wird. In den meisten Fällen müssen also zwei Haushalte mit Möbeln, Geschirr und Dekoration, zu einem zusammengelegt werden. Das ist meist die schwierigste Aufgabe des ganzen Projektes, da beide Partner oft einen unterschiedlichen Geschmack, und somit einen unterschiedlichen Stil, in die neue Wohnung einbringen möchten. Hier heißt es: Kompromisse eingehen und den Sturkopf ausschalten. Schließlich geht es nicht darum, eine neue Wohnung mit euren Möbel auszustatten und euren Partner einziehen zu lassen, sondern um eine gemeinsame Wohnung in der beide Seiten gleich viel zu sagen haben.

Möbel auswählen

Am besten ist es, wenn ihr euch zusammensetzt und gemeinsam überlegt, welche Möbel ihr benötigt. Dann geht ihr zusammen durch eure Wohnungen und entscheidet gemeinsam, welche Stücke an eurem neuen, gemeinsamen Leben teilhaben dürfen und welche nicht. Natürlich wird es ein paar Schwierigkeiten geben, da sich niemand gerne von seinen Lieblingsstücken trennt. Achtet bei der Auswahl deshalb darauf, dass ihr logisch vorgeht und euch nicht zu emotional verhaltet. Es wäre zum Beispiel legitim, das schönere Bett mit der besseren Matratze, den neueren, schöneren Kühlschrank und das größere, schönere Sofa zu wählen. Jeder könnte zudem fünf Lieblingsstücke bestimmen, die in jedem Falle in der neuen Wohnung untergebracht werden sollen: Sein Esstisch, ihre Stühle, sein Fernseher und ihre Couch. Geschirr und Besteck kann man eigentlich nie genug haben, da bei zwei Personen auch zwei Familien eingeladen werden müssen. Küchengeräte, Töpfe und Tupperware sollten ausreichend vorhanden sein, jedoch nicht die Kapazität eurer Küchenschränke sprengen. Möbel, die stilistisch und farblich zusammenpassen, können natürlich auch kombiniert werden. Dies kann, wenn richtig gemacht anstatt zusammengewürfelt, sehr charmant wirken. Das perfekte Beispiel hierfür sehen wir auf diesem Bild. Der große Esstisch wird mit unterschiedlichen Stühlen im gleichen Stil bestückt. Doch auch farbliche Unterschiede oder ungleiche Materialien können durchaus für ein stimmiges Gesamtbild sorgen.

Etwas Neues, Gemeinsames kaufen

FERIEN IM DENKMAL – ALTES SCHIFFERHAUS: skandinavische Wohnzimmer von Planungsgruppe Barthelmey
Planungsgruppe Barthelmey

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Sollte der Fall eintreten, dass ihr euch für keines der beiden Auswahlmöglichkeiten entscheiden könnt, bleibt immer noch die Option, etwas Neues zu kaufen. Ihr seid beide nicht überzeugt von eurem eigenen Sofa und findet auch das eures Partners nicht besonders schön? Verkauft die Möbelstücke, die euch nicht gefallen und kauft euch von dem Geld etwas Gemeinsames, Neues. Macht vorher eine Liste, was alles benötigt wird. Seine schwarzen Vorhänge und ihre rosafarbene Bettwäsche sollten gegen neutralere Exemplare ausgetauscht werden, damit sich beide wohlfühlen können. Falls das Budget nicht allzu viele neue Möbel hergibt, gibt es immer noch günstigere Alternativen. Auf diversen Internetseiten werden gebrauchte Möbel zu günstigen Preisen angeboten, die bei Bedarf mit ein bisschen Lack und Farbe an euer Farbkonzept angepasst werden können.

Ein neutrales Farbkonzept wählen

Ein neutrales Farbkonzept ist ein guter Kompromiss, wenn es um die gemeinsame Wohnung und die Symbiose zweier Einrichtungsstile geht. Ruhige Farben wie Beige, Grau und Weiß sind die ideale Wahl, da sie nicht geschlechtsspezifisch sind und in einer enormen Vielfalt in Einrichtungs- und Dekorationsgeschäften zu finden sind. Doch auch knallige Farben wie Blau oder Grün können verwendet werden, um Akzente zu setzen. Verzichtet eurem Partner zuliebe auf rosafarbene und pinke Wohnaccessoires. Er wird euch dankbar sein, die typisch weibliche Farbe nicht im Übermaß in seinen neuen vier Wänden sehen zu müssen. Das Bildbeispiel zeigt einen wunderschönen, offenen Wohn- und Essbereich, der in hellen, neutralen Farben gestaltet wurde, die durch Akzente in Türkis abgerundet werden. Dieses Farbkonzept gefällt Männern wie auch Frauen und ist eine perfekte Wahl, um etwas frischen Wind in die Gestaltung zu bringen. Wenn ihr beim Einrichten Hilfe benötigt, könnt ihr euch natürlich auch an die homify Experten wenden.

Räume aufteilen, Platz für den eigenen Geschmack schaffen

Vacation Rental W7 - über den Dächern: ausgefallene Wohnzimmer von Ute Günther  wachgeküsst
Ute Günther  wachgeküsst

Vacation Rental W7 – über den Dächern

Ute Günther wachgeküsst

Wer eine große Wohnung mit vielen Zimmern oder sogar ein Haus bezieht, hat natürlich einen besonderen Vorteil: Jeder kann sein eigenes Zimmer einrichten. Auch wenn ihr auf ein gemeinsames Schlafzimmer nicht verzichten wollt, könnt ihr euch darauf einigen, dass die eine Partei das Arbeitszimmer einrichtet, die andere das Gästezimmer. So habt ihr immer noch einen Raum, den ihr genau nach euren Vorstellungen und in eurem Einrichtungsstil gestalten könnt. Räume wie Wohnzimmer, Küche und Schlafzimmer können dann gemeinsam eingerichtet und dekoriert werden.

Überrascht euren Partner

Nachdem die groben Arbeiten erledigt wurden und nur noch kleinere Dingezu tun sind, legt sich der Umzugsstress und ihr könnt endlich damit beginnen, euch Zuhause zu fühlen. Jetzt kommt die ideale Zeit, um euren Partner frei nach dem Motto „(s)he'll get used to it“ (zu Deutsch er/sie wird sich schon daran gewöhnen), zu überraschen. Lasst eurer Kreativität freien Raum und gebt der Wohnung oder einem aktuellen Projekt den letzten Feinschliff. Hier könnt ihr euren eigenen Stil mit einbringen, solltet aber natürlich trotzdem darauf achten, nicht genau das Gegenteil von dem umzusetzen, was euer Partner mag. Aus Liebe zu euch, wird er sich sicherlich darüber freuen oder wenigstens so tun, wenn ihr stolz euer Werk präsentiert. 

Wenn ihr, anstatt mit eurem Partner, mit einem guten Freund oder einer guten Freundin in eine WG zusammenzieht, solltet ihr euch dieses Ideenbuch anschauen.

Wohnt ihr mit eurem Partner zusammen? Wie habt ihr all diese Fragen gelöst?
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