Wie baue ich eine Pergola?

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Wie baue ich eine Pergola?

Sabine Neumann Sabine Neumann
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Eine Pergola verbindet Haus und Außenbereich und bringt viele Vorteile mit sich. Sie kann als schattenspendender Freisitz im Garten, auf der Terrasse oder im Hof genutzt werden, als geschützte Abstellfläche oder als Übergang zwischen Haus und Garage, als Carport, Sichtschutz zu den Nachbarn oder Verbindung zwischen zwei Gebäuden. Meist wird sie allerdings mit einer Überdachung versehen und sorgt so dafür, dass wir unseren Außenbereich auch bei starker Sonneneinstrahlung oder unbeständiger Witterung nutzen können. Und nicht zuletzt wertet sie als stilgebendes Element jede Umgebung auf – ob mit Kletterpflanzen berankt als grüne Oase oder mit luftigen Vorhängen als stylishes Ruheplätzchen im Ibiza-Stil. Mit ein wenig handwerklichem Geschick, einem guten Plan und dem richtigen Werkzeug kann man eine Pergola übrigens relativ einfach selber bauen. Wir zeigen euch, wie es geht und was es dabei zu beachten gibt.

Den Standort festlegen

Der erste Schritt beim Bau einer Pergola ist, den optimalen Standort für sie zu finden. Ganz egal, ob sie nun die komplette Terrasse überdachen soll oder nur einen kleinen Teil davon, im Hof einen Übergangsbereich bilden oder als Verbindungsglied zwischen Haus und Garage dienen soll – im Optimalfall baut man das Konstrukt an einem Platz auf, der viel Raum bietet, über einen ebenen, einfach bebaubaren Untergrund verfügt und möglichst wenig bepflanzt ist, damit man nicht vor dem Bau noch Bäume fällen und Büsche entfernen muss.

Die Materialien auswählen

In Bezug auf die Materialien, die beim Bau der Pergola zum Einsatz kommen sollen, habt ihr die Qual der Wahl. Ob ihr euch für Holz, Metall, Stein oder Alu entscheidet, hängt ganz von eurem persönlichen Geschmack, aber natürlich auch vom Budget ab, der Art der Überdachung und davon, ob ihr eure Pergola von Kletterpflanzen bewachsen lassen wollt. Außerdem sollten die Baustoffe zum dazugehörigen Haus und Garten passen. Ein sehr wichtiger Aspekt ist allerdings die Witterungsbeständigkeit des Materials, auf das schließlich das ganze Jahr über Sonne, Wind, Regen und Schnee einwirken werden. Wer sich für eine Pergola aus Holz entscheidet, holt sich damit eine natürliche, warme und etwas rustikale Optik in den Garten, die sich allgemein großer Beliebtheit erfreut. Experten empfehlen für den Pergolabau Eichen- oder Lärchenhölzer, die sehr robust sind und sich auch ohne Imprägnierung hervorragend für den Einsatz im Außenbereich eignen.

Die Fläche ausmessen

Hat man den perfekten Standort für seine Pergola gefunden und die Wahl der Materialien getroffen, geht es nun darum, die Grundfläche abzumessen, die man bebauen möchte. Natürlich kann man bei der Größe der Pergola ganz seinen persönlichen Wünschen und Vorstellungen folgen, sollte aber, um am Ende ein stimmiges Gesamtbild zu erhalten, die Proportionen von Haus und Garten im Hinterkopf behalten und die Fläche dementsprechend anpassen. Darüber hinaus sollte man sich im Vorfeld selbstverständlich auch Gedanken über die Form der Pergola machen. Möchte man eine runde, ovale, quadratische oder rechteckige Fläche bebauen? Nach dem exakten Ausmessen der Fläche, die für die Pergola benötigt wird, werden die Eckpunkte mithilfe einer Richtschnur festgelegt und fixiert.

Das Grundgerüst errichten

A private garden in West Hampstead, London Ausgefallener Garten von Bowles & Wyer Ausgefallen
Bowles & Wyer

A private garden in West Hampstead, London

Bowles & Wyer

Nun geht es daran, das Grundgerüst der Pergola zu errichten. Der Abstand zwischen den Pfosten sollte Experten zufolge mindestens drei Meter betragen und die Höhe mindestens 2,20 Meter, damit man sich im Bereich der Pergola später auch wirklich frei bewegen kann. Ein stabiler Halt ist beim Bau das A und O. Die Pfosten müssen also in jedem Fall fest im Bodenfundament verankert werden. Dafür benötigt man Pfostenträger, die den Pfosten nicht nur sicher im Boden verankern, sondern im Falle einer Holzkonstruktion auch vor Feuchtigkeit schützen. Für welche Art von Pfostenträger man sich entscheidet, hängt vom Material der Pergola ab, der Beschaffenheit des Bodens, dem zur Verfügung stehenden Budget und auch von den persönlichen Ansprüchen an die Ästhetik der Pfosten. Stehen die Pfosten sicher, stabil und gerade, werden die Querbalken, sie sogenannten Pfetten, an ihnen montiert. Dafür kann man entweder Winkelelemente oder Schlossschrauben verwenden. Wenn das Grundgerüst steht, kommen die Sparren an die Reihe, welche entweder mithilfe von Winkeln oder mit Schlossschrauben auf den Querbalken befestigt werden, und das halboffene Dach der Pergola bilden.

Die Überdachung wählen

Eigentlich ist die Pergola jetzt fertig, denn per Definition handelt es sich dabei um ein nach oben halb offenes Konstrukt. Dennoch entscheiden sich viele Bauherren für eine feste Überdachung, die zuverlässig Schatten spendet und vor Witterungseinflüssen schützt, sodass man die Pergola auch bei Wind, leichtem Regen oder sengender Hitze nutzen kann. Das zusätzliche Dach macht aus der Pergola ein richtiges Bauwerk. Auch hierbei gibt es hinsichtlich der möglichen Materialien eine Menge unterschiedlicher Möglichkeiten. So hat man die Qual der Wahl zwischen Holz, Stahl, Aluminium, Glas, Acryl und vielen weiteren Baustoffen, die alle bestimmte Vor- und Nachteile mit sich bringen. Diese sollte man gründlich gegeneinander abwägen, bevor man sich für sein persönliches Lieblingsmaterial entscheidet. Wichtige Punkte, die es dabei zu beachten gilt, sind zum Beispiel der Standort der Pergola, das Baumaterial des Hauses und die Materialien im Garten sowie Langlebigkeit, Witterungsbeständigkeit und nicht zuletzt natürlich auch der Kostenfaktor. Darüber hinaus sollte man sich bewusst sein, dass man für die Errichtung einer Pergola mit einem festen, durchgehenden Dach je nach Region und geltendem Baurecht eine Baugenehmigung braucht.

Der letzte Schliff

Ist die Pergola fertig, geht es daran, sie noch ein wenig aufzuhübschen beziehungsweise nach euren persönlichen Vorstellungen zu gestalten. Mit luftigen, schön drapierten Vorhängen zaubert man im Handumdrehen stylishes Ibiza-Flair in seinen Garten. Lichterketten, Lampions oder Laternen sorgen für eine stimmungsvolle Beleuchtung. Das wohl beliebteste Dekoelement beim Pergolabau sind und bleiben allerdings Kletterpflanzen, die das schnöde Gerüst in ein grünes oder sogar blühendes Paradies verwandeln. Klassiker sind dabei Weinreben, die im Herbst Trauben tragen, Schlingknöterich, Goldwaldreben oder Kletterrosen, die nicht nur das Auge erfreuen, sondern in der Blütezeit auch einen angenehmen Duft verströmen. Ihr habt auch hier die Qual der Wahl. Am besten entscheidet ihr euch aber für eine einzelne Kletterpflanze, damit die Pergola nicht zu überladen wirkt und sich die Pflege der grünen Ranken in Grenzen hält. Der perfekte Zeitpunkt, um eine Pergola zu bepflanzen, ist übrigens im Frühjahr, direkt nach dem letzten Frost.

Habt ihr schon mal eine Pergola selbst gebaut? Dann erzählt uns eure Tipps und Tricks.
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