Wohnen für Abenteurer

Elisabeth Liebing Elisabeth Liebing
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Wer sich ein Haus von einem Architekten baut, der möchte in den meisten Fällen etwas Besonderes oder etwas Außergewöhnliches haben, das sich von der Masse des bisher Gebauten absetzt. Damit muss nicht unbedingt die Form oder die Farbe des Gebäudes gemeint sein, sondern es kann ebenso die spezielle Eingliederung in die Landschaft sein. Das Architekturbüro Ablinger, Verdral & Partner baute ein solches Haus, das nicht von der Stange ist und jedes Abenteurerherz im Sturm erobern sollte. Warum das so ist? Erfahrt ihr im Folgenden. 

Auszeichnung

Das Gebäude wurde in konstruktiver Holzbauweise gebaut und erreicht den Passivhausstandard. An einem Südhang wünschte sich eine Familie ein Haus, das sich vollständig zur sonnigen Richtung öffnet. Der Eingang wird von der erhöhten Hangposition erschlossen. Viel Wert wurde auf die Integration von Freiflächen gelegt, die sich um das Haus schlängeln oder in den Kubus eingefasst wurden. Dadurch wird der Bezug zur Natur verstärkt und es findet ein natürliches Wohnen in einem modernen Haus statt. Der Bau wurde im Jahr 2012 unter der Rubrik GEBAUT mit dem George der MA 19 ausgezeichnet. MA 19 steht für die Magistralabteilung 19 in Wien. Diese Abteilung ist verantwortlich für Architektur und Stadtgestaltung und verfolgt die zeitgemäße Entwicklung des Wiener Stadtbildes.

Gestaltung

Das bebaute Grundstück liegt in unmittelbarer Nähe zum Architekturbüro. Das Wohnen findet auf mehreren Ebenen statt, von den höherliegenden Etagen hat man einen wunderbaren Blick auf den aufwendig angelegten Garten. Das Erdgeschoss befindet sich auf gleicher Höhe mit der einladenden und zugleich extravaganten Grünanlage mit Schwimmteich. Der Garten orientiert sich an dem Aufbau von Reisfeldern aus Asien, die an einem Hang angelegt werden und sich organisch geschwungen zur Ebene entwickeln. Gestützt werden die individuellen Ebenen mithilfe von Steinmauern, die mediterranes Flair mitten in Österreich verströmen. Der Entwurf bedient demnach viele Elemente unterschiedlicher Architekturrichtungen und ist somit ein ideales Beispiel für Cross-Over-Architektur. 

Verbindung zum Wasser

Außergewöhnliche Partien umgeben das Haus und sorgen für ein spannendes Wohnen. Das fließende Element Wasser wird in dem Entwurf zelebriert und kommt in unterschiedlichen Ausführungen zum Einsatz. Neben einem großzügigen Schwimmteich mit Wasserkaskaden und einem Wasserfall sorgen Wasserbecken für außergewöhnliche Stimmungsorte. 

Obergeschoss

In der ersten Etage sind die privaten Räume des Hauses untergebracht, sodass man sich hier in Ruhe zurückziehen kann. Eine großzügige Galerie wurde in dem Essbereich eingeplant und verschafft ein freies Wohngefühl. Die Brüstung erfüllt hier neben der Absturzsicherung zudem die Aufgabe eines praktischen Regals. Das System der künstlichen Beleuchtung ist schlicht und dezent ausgeführt und präsentiert sich in Form von zylinderförmigen, weißen Deckenleuchten, die in einer Reihe montiert wurden. 

Weitere Anregungen zu Leuchten findet ihr in dem Ideenbuch: Schöne Leuchten und ein DIY-Tipp

Die wichtigsten Informationen im Überblick: 

Nutzfläche: 430 Quadratmeter

Nettoherstellungskosten: 900 000 Euro 

Bauherr: privat 

Bauzeit: 2012

Erdgeschoss

Auch im Inneren wird das Thema Natur aufgegriffen und setzt sich konsequent und formschön fort. Der Boden, die Decken und die Wände wurden mit einem hellen Holz verkleidet und versprechen eine überaus natürliche Atmosphäre. Auf klassische Wohngrenzen verzichtete man hier ebenso, um die fließende Bewegung des nassen Elements auch im Grundriss zu manifestieren. Ein Kamin sorgt im Wohnbereich für behagliche Wärme und ein schönes Licht in den Abendstunden.

Wie gefällt euch der Entwurf des Hauses? Hinterlasst uns einen Kommentar!
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