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Haus aus einem Guss

Elisabeth Liebing Elisabeth Liebing
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In Ludwigsburg baute das Architekturbüro Kai Dongus ein Einfamilienhaus. Das Gebäude wirkt wie aus Stein gemeißelt und fügt sich trotz der kubischen Formensprache bestens in das Grundstück ein. Das Büro musste einige bürokratische Hürden überwinden und bauliche Richtlinien befolgen, um das Haus zu errichten. 

Stolpersteine

Wie bereits zu Beginn erläutert, sah der Bebauungsplan des Grundstücks überaus strikte Anforderungen vor. Lediglich glücklichen Umständen ist es zu verdanken, dass diese Normen gelockert wurden, sodass die Wünsche des Bauherren in dem Entwurf umgesetzt werden konnten. Der Bebauungsplan ließ zunächst kein Flachdach zu und setzte zudem Grenzen in der Wahl der zu verwendenden Materialien. 

Ansicht

Ein lange Einfahrt führt zu dem nach hinten versetzten Kubus und wird hierbei begleitet von der Sockelmauer, die den Weg von der Straße über die Einfahrt bis ins Innere leitet und dort als Sitz- und Spielbank fungiert. Das Auto wird in die Architektur integriert, da sich ein Stellplatz unterhalb der Auskragung des ersten Geschoss anordnet und mittels der raumhohen Fenster jederzeit im Blickfeld steht. Aufgrund der EFH-Vorgaben musste das Gebäude abgesenkt werden. 

Technische Details

Prägnant ist die dunkle Kolorierung des Gebäudes, dessen Effekt mittels des eingefärbten Sichtbetons hervorgerufen wird. Die Innendämmung wurde mit Schaumglasplatten errichtet. Weit gespannte Betondecken kamen zum Einsatz. Diese wurden über der zentralen Wand mit Brückenauflagern erhöht eingesetzt und thermisch abgetrennt. Die Energiebilanz wird mit einer kontrollierten Be- und Entlüftung mit Wärmerückgewinnung verbessert und schützt zudem vor der Lärmeinwirkung, da in unmittelbarer Nähe die Bundesstraße 27 entlang führt.

Rückseite

Blickt man auf die Rückseite des Gebäudes, versteht man den Aufbau des Hauses. Der L-förmige Grundriss, der sich auf Geländeniveau befindet, wurde auf einem dominanten Sockel errichtet und scheint sich dadurch von der Natur zu distanzieren. Die orthogonal stehenden Baukörper bilden eine Terrasse, die zum einen Privatsphäre erzeugen und zum anderen die störenden Geräusche der naheliegenden Bundesstraße abschirmen. Die horizontalen Betonscheiben werden durch eine nahezu rahmenloses Metall-Glasfassade getrennt. Dieses eigens entwickelte System entstand in enger Zusammenarbeit mit einer Fassadenbaufirma. Somit wird durch die Kombination von massiven und transparenten Partien eine filigrane und zugleich starke Ausstrahlung des Gebäudes hervorgerufen. 

Sockelgeschoss

Werfen wir einen Blick in den Innenraum. Hier befinden wir uns im Eingangsbereich des Gebäudes, in dem sich direkt die Treppe anschließt, die in die höhere Wohnebene führt. Diese wurde nämlich auf das einstige Geländeniveau angehoben. Im Sockelgeschoss, also in der tieferliegenden Etage, ordnen sich die Kinderzimmer mit einem Bad, Funktionsräume sowie die eben genannte Treppe an. Die massive Wirkung der Treppe wird aufgrund des eingefärbten Betons und zugleich durch die Formensprache hervorgerufen. 

Weitere Anregungen zu Treppen findet ihr in dem Ideenbuch: sieben unterschiedliche Treppen

Küche

Da der Wohnbereich auf das Geländeniveau angehoben wurde, genießt man von dort einen wunderbaren Blick. Gen Süden schaut man auf Ludwigsburg und in nördlicher Richtung öffnet sich die Aussicht ins Grüne. Das Geschoss wurde ähnlich wie ein Loft aufgebaut, so finden sich in dem nahezu stützenfreien Großraum der Wohnbereich, der fließend in den Schlafbereich der Eltern übergeht. Funktionales und gestalterisches Highlight ist eine Schrankwand, die eine Länge von über 15 Meter aufweist und neben der fast unbegrenzten Lagermöglichkeit, die angrenzenden Räume gen Osten separiert. 

Die wichtigsten Informationen im Überblick: 

Bauherr: Kai und Dorothee Dongus

Planung: Kai Dongus Architekt BDA, Ludwigsburg

Standort: Ludwigsburg

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