Haus für Technikfreaks

Sabine Neumann Sabine Neumann
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Heute stellen wir euch ein wirklich außergewöhnliches Haus vor. Auf den ersten Blick sieht man dem modernen Wohnhaus in Dresden nicht an, was für eine Besonderheit es zu bieten hat. Es handelt sich um ein stylishes, zeitgenössisches Haus, das geschickt an den Hang gebaut wurde und jegliche Annehmlichkeiten eines modernen Gebäudes zu bieten hat. Allerdings wird dieses Passivhaus nicht auf herkömmliche Weise geheizt, sondern mit Computerwärme. Wie das funktioniert? Wir zeigen es euch. Dazu gibt es stimmungsvolle Fotos des Hauses, die unser Experte Steffen Spitzner aufgenommen hat.

Gartenseite

Von außen präsentiert sich das Dresdner Einfamilienhaus im angesagten Bauhausstil mit Flachdach, kubischen Formen, einer klaren Linienführung, großen Fenstern und einer reduzierten Farbgebung. Es verfügt über eine Wohnfläche von 259 m² und öffnet sich nach Süden und Westen mit einer großzügigen, raumhohen Fensterfront zum Garten und zur Terrasse, die sich auf dem Garagendach befindet. Das Haus wurde von Reiter Architekten BDA umgesetzt.

Straßenansicht

Hier sehen wir das Haus von der anderen Seite. Nach Osten hin fällt das Grundstück stark ab und ist durch eine zweispurige Straße begrenzt. Durch die Hanglage kann das Einfamilienhaus von zwei Ebenen aus erschlossen werden, von der Garten- und von der Haupteingangsebene aus.

Passivhaus

In der Seitenansicht wird die Hanglage besonders deutlich. Das Einfamilienhaus wurde im Passivhausstandard errichtet. Die 24 cm starken Wände aus KS-Mauerwerk wurden mit einer 30 cm dicken EPS Dämmung versehen, der mineralische Außenputz bekam einen weißen Anstrich. Die passivhaustauglichen Holz-Alu-Fenster wurden hinter der Dämmebene ohne Wärmebrücken verbaut. Durch die großen Südfenster kann die meiste Zeit des Jahres hindurch mit angenehmen Wärmeeinträgen gerechnet werden.

Unkonventionelle Heizung

Für die Wärmegewinnung des Hauses fand der Bauherr selbst eine wirklich außergewöhnliche Lösung: Er lehrt an der TU Dresden Informatik und hat dort zusammen mit einem Kollegen ein Konzept entwickelt, welches Passivhäuser mit dezentral aufgestellten Computerservern beheizt. Anstelle einer konventionellen Heizungsanlage wurde also ein speziell entwickeltes Gehäuse in das Haus integriert, in dem die Abwärme der Server an einen Pufferspeicher abgegeben und von dort je nach Bedarf im Gebäude verteilt wird. Es handelt sich um ein absolut sicheres System, das sämtliche Sicherheitsanforderungen hinsichtlich Brandschutz und Zugriffskontrolle erfüllt und seit über zwei Jahren zuverlässig funktioniert. Darüber hinaus wird der Betrieb der Anlage über die Datenleitung rund um die Uhr kontrolliert, sodass eine garantierte Wärmelieferung viel sicherer gegeben ist als in konventionellen Häusern.

Innenraum

Zum Schluss werfen wir noch einen Blick in das Innere des Hauses. Auch das Interior Design präsentiert sich durch und durch modern und stylish. Die zahlreichen und flächenmäßig großen Fenster sorgen für ein helles, lichtdurchflutetes Ambiente. Die klare Formensprache und reduzierte Farbgebung passt sich dem äußeren Erscheinungsbild des Gebäudes perfekt an.

Was sagt ihr zu dieser unkonventionellen Heizungsanlage?
VIO 302 - Terrasse:  Terrasse von FingerHaus GmbH

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