Wie verbessere ich die Isolierung meines Hauses?

Nora Heinz Nora Heinz
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Für die Heizkosten eines Hauses oder einer Wohnung fällt meist ein ganzer Batzen Geld an. Durch eine optimale Isolierung des gesamten Hauses lässt sich Energie und Geld sparen. Habt ihr dabei aber vielleicht schon alle größeren Baumaßnahmen ausgereizt oder ihr könnt diesen Faktor, z. B. als Mieter einer Wohnung, nicht selbst beeinflussen, dann gibt es dennoch ein paar gute Möglichkeiten, um die Isolierung zu verbessern. Mit unseren einfachen Tipps sorgt ihr dafür, dass die kalte Luft draußen und euer Zuhause schön warm bleibt.

Schwachstellen identifizieren

Über Fenster, Türen und Heizkörpernischen geht wertvolle Wärme nach draußen verloren. Bevor es ans Werkeln geht, sollten die Schwachstellen in eurem Haus identifiziert werden. Zieht es stark durch Fenster- oder Türspalte, müssen diese besser abgedichtet werden. Wie sieht es mit dem Fensterglas selbst aus? Ist noch keine moderne Isolierverglasung vorhanden, so kann hier dennoch mit einfachen und schnellen Mitteln Abhilfe geschaffen werden, um eine bessere Isolierung zu erreichen. Ein genauer Blick auf eure Fenster und Türen, den Zustand von Abdichtungen und das Erfühlen von eindringender Zugluft helfen euch, Missstände aufzudecken, die behoben werden können. Und auch um Wärmeverluste an Heizkörpernischen zu vermeiden und einiges mehr, haben wir hilfreiche Tipps für euch gesammelt.

Dichtungsbänder einkleben

Mit selbstklebenden Dichtungsbändern können Fenster und Türen abgedichtet werden. Vor dem Kauf der Dichtungsbänder müsst ihr die Spalthöhe des Fensters oder der Tür ermitteln. Dazu könnt ihr zum Beispiel etwas Knete benutzen: Gebt ein paar Stücke Knetmasse an verschiedene Stellen des Fenster- oder Türrahmens und schließt Fenster oder Tür vollständig. Nach dem Öffnen messt ihr die Dicke der Knetmasse, die der Spalthöhe entspricht. Anhand dieser Maße können im Fachhandel die richtigen Dichtungsbänder ausgewählt werden. Die Bänder sollten etwa alle fünf Jahre ausgetauscht werden. Für den Spalt zwischen Tür und Fußboden gibt es auch sogenannte Dichtschienen, um hier optimal gegen eindringende Kälte und Zugluft zu isolieren. 

Zugluftstopper benutzen

Zugluftstopper sind eine gute Lösung, wenn die Isolierung mit Dichtungsbändern nicht oder nicht ausreichend möglich ist. Die Luftzirkulation zwischen kaltem Außenbereich und warmem Innenbereich, oder die Zugluft von kälteren zu wärmeren Räumen wird durch die Zugluftstopper unterbunden. An Wohnungstüren, Haustüren oder auf dem Fensterbrett könnt ihr sie außerdem als schönes Deko-Element verwenden. Im Handel gibt es alles –von schlichten, einfarbigen Modellen bis hin zu bunten Hinguckern, die wie Stofftiere aussehen. Wer sich gern selbst einen Zugluftstopper nähen oder häkeln möchte, findet dazu viele Anleitungen im Internet.

Gardinen und Jalousien schließen

Mit dem Zwiebellook trotzen nicht nur wir der Kälte, auch unsere Fenster sind mit ein paar zusätzlichen, wärmenden Lagen besser gegen Kälte isoliert. Über ein Fenster mit normalem Isolierglas gehen 5 Prozent weniger Wärme verloren, wenn zusätzlich ein dicker Vorhang zugezogen wird. Durch Rollläden vermindert sich der Wärmeverlust um bis zu 20 Prozent. Je höher die Dämmeigenschaft eines Fensters allein ist, desto geringer ist das zusätzliche Einsparpotential. Aber dennoch tragen Gardinen, Jalousien, Rollos und Fensterläden, oder gar eine Kombination davon, dazu bei, euer Haus warm zu halten.

Mit Fensterfolien isolieren

Fenster mit Einfachverglasung könnt ihr mit einer Fensterfolie bespannen, und so Wärmeverluste um bis zu 50 Prozent reduzieren. Die durchsichtigen Fensterisolierfolien bilden ein wärmedämmendes Luftpolster und erzeugen eine Isolierung ähnlich einer zusätzlichen Glasscheibe. Mit Hilfe eines doppelseitigen Klebebands und eines Föns, um das Ganze zu glätten, könnt ihr eure Fenster recht kostengünstig isolieren. Ab 5 Euro pro Quadratmeter erhaltet ihr die Folien im Handel. Je nachdem wie häufig ihr die Fenster benutzt, werden sich die Folien eher oder später abnutzen, und müssen nach ein paar Monaten oder Jahren erneuert werden.

Heizkörpernischen dämmen

Nicht nur über Fenster und Türen geht Wärme verloren, auch über Heizkörpernischen entsteht ein nicht unerheblicher Wärmeverlust. Mit Heizkörperdämmplatten oder Reflexionsfolien, die eine Reflexionsschicht z. B. aus Aluminium besitzen, können diese Bereiche besser gedämmt werden. Durch die Folie wird die Wärme in den Raum reflektiert, anstatt über die Hauswand verloren zu gehen. Einen Quadratmeter Reflexionsfolie gibt es ab etwa 8 Euro. 

Noch mehr Tipps, mit denen ihr euer Zuhause warm halten könnt, findet ihr in diesem Ideenbuch zu Heizkosten sparen – Tipps und Tricks.

Gibt es noch ein paar weitere Handgriffe, mit denen ihr die Isolierung zu Hause schnell verbessert habt?
VIO 302 - Schöner Wohnen, schöner Sparen:  Terrasse von FingerHaus GmbH

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