Wie kann ich ein kreatives Kinderzimmer einrichten?

Sabrina Werner Sabrina Werner
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Im Kinderzimmer wird gespielt, geschlafen, getobt, gebastelt, gekuschelt und vieles mehr. Mit den richtigen Farben, einer geschickten Beleuchtung und kreativen Dekoration wird es zur echten Wohlfühloase. Flauschige Stoffe, sanfte Töne und ein behagliches Licht sind in einem kreativen Kinderzimmer ebenso gefragt, wie Knalliges, Freches und Spielerisches. Doch wie können Kinderzimmer eingerichtet werden, um nicht im bunten Durcheinander zu enden und worauf muss man achten, wenn es um die Sicherheit geht? 

Das Angebot an Farben, Formen, Dekorationen und Materialien ist riesig und es ist gar nicht so einfach, die eigenen Vorstellungen mit denen des Kindes in Einklang zu bringen. Am besten, Eltern stürzen sich in die Kinderwelt und lassen sich bei der Suche nach Ideen für ein kreatives Kinderzimmer von der Phantasie der Kinder leiten. Dann kann aus dem Zimmer ein ganzes Märchenland, eine riesige Ritterburg oder ein wildes Piratenschiff werden. Vielleicht tummeln sich auch Tiere in allen Ecken des Zimmers oder Zwerge lassen ihre roten Mützen auf Wänden und vor Möbeln hervorblitzen…

Farbe und Wandgestaltung im Kinderzimmer

Rosa, Hellblau oder Pink – diese Farben haben viele Eltern im Kopf, wenn sie das erste Kinderzimmer gestalten. Doch gibt es viele andere Möglichkeiten für eine kreative Farbgestaltung im Kinderzimmer. Pastelltöne wirken leicht und freundlich. In der Kuschelecke allerdings sind wärmere Farben gefragt. Ein dunkles Rot, warmes Orange oder natürliche Erdtöne lassen die Kuschelecke so richtig gemütlich wirken und grenzen sie vom Rest des Raumes ab. Doch Kinder können die Wand auch einfach selbst in ihre Lieblingsfarben tauchen. 

Tapeten zum Ausmalen bieten Platz für viele, kleine Kunstwerke. Auch Muster- und Motivtapeten für Kinder bieten viel Anregung für die kindliche Phantasie. Bäume auf der Tapete machen aus dem Kinderzimmer einen Märchenwald, Kronen verwandeln es in ein Prinzessinnenzimmer und Tiere machen aus dem Raum einen echten Dschungel. Bunt, aber nicht erdrückend knallig wird es, wenn mit kräftigen Farben wie Violett oder Blau nur eine einzelne Wand bemalt wird. Diese wirkt dann noch schöner, wenn Accessoires und Deko-Objekte sie in Komplementärfarben kontrastieren oder wenn die Möbel in helleren Schattierungen derselben Farbe gewählt werden. Noch mehr Ideen zur Farbgestaltung im Kinderzimmer liefert dieses Ideenbuch.

Das richtige Kinderbett finden

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Die Auswahl an Kinderbetten ist riesig. Ein echter Klassiker ist das Hochbett. Für kleinere Kinder auf halber Höhe und mit einer Rutsche ausgestattet, wird es zum absoluten Highlight und lädt auch tagsüber zum Kuscheln und Spielen ein. Damit das Hochbett sicher ist, sollten alle Ecken abgerundet sein und es möglichst aus Hartholz, wie zum Beispiel Buche, bestehen. Auch um das Bett herum sollten keine Möbel oder andere Gegenstände stehen, an denen sich das Kind verletzen kann. Ein Fallschutz und Leitersprossen, die groß genug sind, um nicht mit dem Kopf steckenzubleiben, sind für ein sicheres Hochbett Voraussetzung. Das gilt auch für Kinderbetten für die Kleinsten. Was Eltern schön und niedlich finden, ist für Babybetten nicht immer geeignet. Hier sollten die Gitterstäbe so eng sein, dass das Kind nicht mit dem Kopf hindurchrutschen oder stecken bleiben kann. Nestchen und Betthimmel sind, wenn überhaupt, eher für die Dekoration tagsüber als zum Schlafen nachts geeignet, da sie die Luftzirkulation verhindern. Darüber hinaus ist der Phantasie bei Kinderbetten keine Grenze gesetzt. Große Prinzessinnenschlitten, Rennautos, Teddy-Betten oder Kuschelparadise für Disney-Fans aller Art lassen die Kinder nachts in sanfte Träume gleiten.

Welcher Boden fürs Kinderzimmer?

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Der Boden im Kinderzimmer sollte vor allem eins sein und zwar frei von Schadstoffen. Teppichböden sind weich und warm. Doch gerade sie setzen oft Stoffe frei, die Allergien auslösen oder zu Atemwegsbeschwerden führen können. Daher gilt es beim Kauf eines Teppichs auf Böden zu achten, die nicht nur schön, sondern auch unbedenklich sind. Vor allem, wenn schon Allergien in der Familie vorhanden sind, lohnt es sich nach Teppichen zu schauen, die vom Allergie- und Asthmabund empfohlen werden. Mit ihnen steht dem Spielspaß im Kinderzimmer nichts mehr entgegen. Massivholzböden sind ebenfalls ein toller Bodenbelag für das Kinderzimmer. Geölt schaffen sie ein natürliches, behagliches Ambiente und Kratzer verleihen ihnen Persönlichkeit. Der Spielbereich kann außerdem mit einem kleinen Spielteppich ausgelegt werden. Dabei muss es nicht “flach” bleiben. Teppiche mit Hügeln und Erhöhungen bringen ganze Spielwelten auf den Boden. Kautschuk- und Korkböden sind ebenfalls eine gute, unbedenkliche Variante für den Boden im Kinderzimmer.

Das Kinderzimmer dekorieren

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Bei der Dekoration im Kinderzimmer stehen Textilien mit an vorderster Stelle. Sie machen das Zimmer zu einem Ort der Gemütlichkeit. Bettwäsche, die zur Themenwelt des Kinderzimmers passt, eine schöne Kuscheldecke und viele Kissen, die das Farbkonzept aufgreifen, finden in Kinderbett und Kuschelecke Platz. Besonders gefragt sind bei Kindern Orte, an denen sie sich verstecken können. Das bietet ein Indianerzelt, ein Spielhaus oder ein mit Vorhängen abgetrennter Bereich zum Beispiel unter dem Etagenbett. Besonders phantasievoll ist Kinderzimmer-Deko, die von der Decke hängt. Lichtgirlanden, Mobiles, große Bälle, die wie die Planeten angeordnet sind, Vögel, Flugzeuge oder Wattewolken. Sie tragen vor allem bei hohen Räumen dazu bei, dass das Zimmer wohnlicher wirkt. Bilder und Fotos an der Wand, bunte Wimpel im Raum und lustige Fensterbilder beleben ebenfalls das Kinderzimmer und regen die Phantasie an. Themenwelten laden in verschiedenen Bereichen des Kinderzimmers zum Spielen ein. Ein Maltisch oder der klassische Kaufmannsladen lässt sich vor allem dann eindrucksvoll in Szene setzen, wenn er optisch vom Rest des Zimmers abgegrenzt wird, beispielsweise mit einer kontrastierenden Wandgestaltung oder bunten Wandstickern.

Die richtige Beleuchtung finden

Ein Kinderzimmer braucht viel Licht. Hier wird gespielt, gebastelt, gemalt, geschrieben und gelesen. Daher ist eine gute Grundbeleuchtung die Voraussetzung für genügend Licht im Kinderzimmer. Je nachdem, wie groß das Kinderzimmer ist und wie dunkel der Raum, sind mehrere Deckenlampen nützlich. Praktisch sind Einbaustrahler, die das ganze Zimmer ausleuchten. Ein Lichtplaner kann diese so mit einem Rastersystem anordnen, dass das gesamte Zimmer gleichmäßig ausgeleuchtet wird. Können keine Leuchten eingebaut werden, sind Spannlampen eine Alternative, um Licht über das gesamte Zimmer zu verteilen. Direktes Licht ist immer dort gefragt, wo Details erkennbar sein müssen. Das ist vor allem am Kinderschreibtisch der Fall. Eine gute Schreibtischlampe ist daher von Anfang an wichtig. Am besten steht sie so, dass die Hand beim Schreiben keinen Schatten wirft, bei Rechtshändern also links und bei Linkshändern rechts am Schreibtisch. Wenn auf dem Schreibtisch zusätzlich ein Computer steht, sollte die Schreibtischbeleuchtung so eingestellt werden, dass das Licht nicht auf dem Bildschirm reflektiert. Neben der Allgemeinbeleuchtung und dem direkten Licht sorgen indirekte Lichtquellen für Geborgenheit, etwa durch einen schönen Wand- oder Deckenstrahler in der Kuschelecke oder durch Unterbauleuchten an den hübsch dekorierten Regalen.

Sicherheit im Kinderzimmer

Kinderzimmer sollen nicht nur traumhaft schön, sie müssen auch sicher sein. Beim Möbelkauf ist es hilfreich, auf Sicherheitssiegel wie das CE- und GS-Zeichen zu achten. Sie garantieren einen Sicherheitsstandard. Zusätzlich sollte man darauf achten, dass die Möbel keine scharfen Kanten oder Ecken haben, an denen die Kinder sich verletzen können. Steckdosensicherungen, Schutzkappen für Ecken und Treppengitter helfen, Unfälle im Kinderzimmer zu vermeiden. Gänzlich unvermeidlich ist zudem ein Rauchmelder. Offenes Feuer gehört, auch wenn Kerzen in der Weihnachtszeit noch so gemütlich sind, gar nicht erst ins Kinderzimmer. Ebensowenig wie Kabel oder Schnüre. Vor allem, wenn der Boden im Kinderzimmer rutschig ist, sollten Kinder ABS-Socken oder Hausschuhe mit rutschfester Sohle tragen, um nicht im Kinderzimmer auszurutschen. Teppiche werden mit speziellen Matten oder anderweitiger Befestigung am Wegrutschen gehindert.

Was darf eurer Meinung nach in keinem Kinderzimmer fehlen? Schreibt uns gerne! 
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