Vom verfallenen Stall zum coolen Hobbyraum

Elisabeth Liebing Elisabeth Liebing
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Nicht nur in Deutschland, sondern auch in anderen Ländern gibt es sie: ungenutzte Scheunen, die aufgrund der schwindenden Landwirtschaft als Nutzgebäude nicht mehr verwendet werden. Die Folge ist hart: Die Gebäude verfallen nacheinander, weil sich niemand mehr darum kümmert.

Ebenso erging es fast einem französischen Stall, den wir euch heute gerne vorstellen möchten. Hätten der Bauherr und das planende Büro von Modal Architecture nicht das große Potenzial des kleinen Hauses gesehen, wäre es wohl vollständig zu Grunde gegangen und das wäre ungemein schade gewesen. Umso schöner ist es jetzt, die Veränderung zu sehen. Viel Spaß!

Vorher: Verfallene Scheune

Nahezu unmöglich scheint die Ausgangslage: aus diesem Verschlag wieder ein bewohnbares Gebäude zu erschaffen. 

Dieses Foto führt uns zurück in eine andere Zeit. Unter dem Fenster auf der linken Seite sieht man noch die Futterstelle des Viehs. Der Innenraum wird von Holz dominiert, das zweckmäßg angebracht wurde, sodass es für die Haltung von Tieren ausreichend ist. Um den Raum jedoch für den Menschen nutzbar zu machen, musste das kleine Gebäude entkernt werden und von all seinem Überfluss befreit werden. 

Nachher: Eingang

Wie der märchenhafte Eingang in eine andere Welt erscheint diese Partie. Die Fassade ist über und über mit Feldstein versehen, der in dieser französischen Region traditionell zu Gebrauch kommt. Das Dach wurde mit kleinteiligen Schieferplatten verkleidet, sodass ein einheitliches Bild der gesamten Hülle geschaffen wurde. Um die Öffnungen abzudunkeln, wurden die Läden beibehalten, die der Scheune zu noch mehr Charme verhelfen. 

Nachher: Gesamter Komplex

Auf dieser Fotografie erkennen wir das überraschende Endergebnis von außen. Zur rechten Seite des Bildes steht die kleine Scheune, die eine enorme Verwandlung im Innenraum überwunden hat. Der Bauherr beschloss gemeinsam mit dem Architekten, den ursprünglichen Charakter des Gebäudes zu bewahren, sodass die Änderung der Kubatur und Materialität im Außenraum kaum notwendig war. Alle Öffnungen wurden beibehalten. Lediglich die Fenster wurden gegen neue ausgetauscht und das Haus erhielt eine Dämmung von innen. 

Man entschied sich hier für einen anthrazitfarbenen Fensterrahmen, der umgeben von der steinernen Fassade kaum gestalterisch ins Gewicht fällt und sich dadurch unterordnet. So konnte eine Hommage an die lokale Architektur geschaffen werden und zugleich eine Anpassung der alten Scheune an die Anforderungen des modernen Lebens entstehen.

Die eigentliche Herausforderung für die Architekten wartete allerdings im Inneren!

Nachher: Frisches Interieur

Eine bauliche Metamorphose ist hier vonstatten gegangen! Es ist schwer zu glauben, dass wir uns im gleichen Ort befinden, wie auf der ersten Fotografie. Der gesamte Innenraum wurde entkernt und von seiner beschädigten Holzkonstruktion befreit. Die klaren Formen des Satteldachs werden hier spürbar. Befreit von dem alten Muff wurden die Wände, Decken und Querbalken in klarem Weiß gestrichen, sodass im Handumdrehen Frische und Helligkeit einkehren. Die Giebelseite wird von einem raumhohen Schrank gesäumt, der sich zur linken Seite zu einem Tresen entwickelt. Dahinter findet sich eine kleine Küchennische und viel Stauraum.

Weitere Anregungen zu Schränken findet ihr in dem Ideenbuch: Schränke, Regale, Kommoden und Co. – schöner Stauraum

Nachher: Atelier

Die ehemalige Scheune wird heute als Atelier verwendet. Der Künstler hat sich auf Drucke spezialisiert, wie man an den Bildern und der Druckerpresse erkennt. Die Einrichtung besticht durch das minimalistische Interieur sowie die einfache Einrichtung. Mithilfe dieser Einrichtungsmethode kann sich der schaffende Künstler ohne Ablenkung auf seine kreative Arbeit fokussieren.

Wie gefällt euch die Verwandlung? Hinterlasst uns einen Kommentar!
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