Der Meister der Sagrada Familia: Zum Geburtstag von Antoni Gaudí

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Heute feiern wir den 162. Jahrestag beziehungsweise die Geburt des katalanischen Architekten Antoni Gaudí.  Seine einzigartige Fantasie und Begabung möchten wir mit diesem Artikel ehren.

Das Leben von Antoni Gaudí

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Gaudí wurde in eine Familie von Kupferschmieden hineingeboren. Das Handwerk, das er von seiner Familie erlernte, prägt auch seine Architektur. 

Seit seiner Kindheit litt Antoni Gaudí an einer rheumatischen Erkrankung, durch die er längere Zeit fernab von der Schule und Freunden verbrachte. Daraufhin entwickelte er eine Leidenschaft: Er wurde zu einem Beobachter und Liebhaber der Natur - ihrer Formen, Farben und Geometrien. 

Während der Revolution von 1868 zog er nach Barcelona, um seinen langgehegten Traum zu verwirklichen: Architekt zu werden! Und obwohl er nie ein herausragender Schüler war, zeigte Gaudí großes Interesse an Philosophie, Ästhetik, Poesie, Geschichte und Religion.

Zu Beginn seiner architektonischen Laufbahn arbeitete er mit berühmten Architekten wie Josep Fonserè und Joan Martorell zusammen. Im März 1878 erhielt Antoni Gaudí schließlich seinen ersten eigenen Auftrag für den Bau einer Lagerhalle in Mataró.

Schon früh wurde dem aufstrebenden jungen Mann klar, dass seine Vorstellungen in Bezug auf Kunst und Architektur anders waren als alles bisher gesehene. Seine Passion und sein Studium der Natur führten ihn schließlich dazu, auch ihre geometrischen Gesetze kennenzulernen. So fasste Gaudí den Entschluss, die Arbeit des Schöpfers fortzusetzen und seine ausführende Kraft auf Erden zu werden: Originalität bedeutet zurück zum Ursprung.

Barcelona befand sich zu dieser Zeit im wirtschaftlichen Aufschwung und das Bürgertum sowie die Industrie florierten. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts war zudem die Zeit des Modernisme Català (Katalanischer Modernismus). Eng verbunden war mit dieser Epoche auch Renaixença – eine romantische Bewegung zur Wiederbelebung der katalanischen Kultur. Hierzu gehören die Wiederherstellung traditioneller und gotischer Elemente als Zeichen der Identität.

Inspiriert von tierischen und pflanzlichen Lebensformen, zeichnen sich die Werke Gaudís durch ihre organischen Formen und die Verwendung von Stein, Glas, Keramik und Eisen aus. Für Antoni Gaudí war Architektur mehr als nur eine Disziplin – und zwar Integration und Symbolik.

1883 erhielt er seinen größten Auftrag: Den Bau der Sagrada Familia zu vollenden. Daran arbeitete er, neben anderen Projekten, bis zu seinem letzten Tag. 

Und man kann nicht von dem großen Architekten Barcelonas sprechen, ohne seine Religiösität zu erwähnen. Neben der Architektur prägte sie sein Leben, bis er schließlich am 07. Juni 1926 in einem Krankenhaus in Barcelona seinen Verletzungen nach einem Unfall mit einer Straßenbahn erlag. Sein Leben voller Buße und freiwilliger Armut endete und das größte Wahrzeichen Barcelonas, die Sagrada Familia, blieb unvollendet.

(Foto von Paul Audouard Deglaire)

Die historische Phase Gaudís

Sagrada Família:   von homify
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Sagrada Família

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Die Arbeiten von Gaudí lassen sich in zwei Phasen einteilen: eine historische und eine moderne. Die historische Phase beginnt im Jahr 1883, in dem er den Auftrag bekam, mit dem Bau der Sagrada Familia fortzufahren. Das Projekt des Templo Expiatorio (der Sühnetempel der Sagrada Familia) wurde durch Spenden finanziert und bestand aus einer großen Kirche mit einem lateinischen Kreuz. Die großen Türme symbolisieren die schwere Bürde und sind von skulpturalen Elementen geprägt. 

Seit 1914 widmete Gaudí sein Leben und seine Arbeit der Sagrada Familia, um ausschließlich den Bau des Tempels voranzutreiben. Allerdings konnte er lediglich eine Fassade des Tempels fertigstellen: die Fassade der Geburt Christi. 

Zu dieser schöpferischen Phase Gaudís gehören ebenfalls Bauwerke wie die Casa Vicens und auch der Palau Güell, das Colegio Teresiano und die Casa de Los Botines.

Quelle: https://www.flickr.com/photos/7455207@N05/ 5491325900/in/Set-72157600280979583)

Die moderne Bühne

Casa Batllo:   von homify
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Casa Batllo

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Seine beiden Werke Bellesguard und Casa Calvet markieren einen Wendepunkt in seinen architektonischen Arbeiten. Von diesem Zeitpunkt an werden seine Gebäude gewagter, moderner und privater. Zu diesen modernen Gebäuden zählt auch der Park Güell, der absolut farbenfroh und frei nach hohen ästhetischen Ansprüchen gestaltet ist. 

Die Casa Battló (siehe Bild)  ist inspiriert von der Natur und der Poesie. Die hügelige und organisch geformte Fassade ist geprägt von verschiedenfarbigem Glas und Keramik. Die Säulen sind mit floralen Elementen verziert und ähneln allerdings zugleich der Form von Knochen.

Ein weiteres großes Werk von Antoni Gaudí in dieser Schaffenszeit ist die Casa Milà, auch bekannt als La Pedrera.

(Foto von Frank Kovalchek – Alaska)

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