Welcher Bodenbelag für meinen Flur?

Sabine Neumann Sabine Neumann
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Ein Fußboden muss so einiges aushalten und gerade im Flur sollte er strapazierfähig sein, denn hier bildet er die Durchgangszone zwischen Außenbereich und Wohnräumen – sowohl für uns als auch für unsere Gäste. Dementsprechend wünscht man sich für den Flur einen besonders robusten, pflegeleichten Bodenbelag, der aber auch optisch überzeugen sollte. Schließlich ist er das Erste, was Besucher zu Gesicht bekommen, und wie wir wissen, hängt vom ersten Eindruck einiges ab. Gesucht ist also ein Boden, der mit Dreck, Nässe und Co. spielend leicht fertig wird, über lange Zeit hinweg als stark frequentierter Durchgangsbereich durchhält und darüber hinaus noch so richtig schick und elegant daherkommt. Wir haben euch eine Liste mit den gängigsten Bodenbelägen für den Flur sowie ihren Vor- und Nachteilen zusammengestellt, die euch bei der Entscheidung helfen kann.

Holz

Mehr Helligkeit im Eingangsbereich:  Flur & Diele von Elfa Deutschland GmbH
Elfa Deutschland GmbH

Mehr Helligkeit im Eingangsbereich

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Holz zählt zu den beliebtesten Bodenbelägen überhaupt und ist für viele Menschen auch im Flur die erste Wahl. Kein Wunder, denn das Naturmaterial ist nicht nur nachhaltig und natürlich, sondern es strahlt auch ganz viel Wärme aus und bringt Atmosphäre und Charakter in die Wohnung. Darüber hinaus gibt es Holzböden für so gut wie jeden Geschmack – von rustikalen Dielen bis hin zum eleganten Stäbchenparkett hat man mit Holz die Möglichkeit, seinem Zuhause Persönlichkeit zu verleihen und es dem eigenen Stil anzupassen. Noch dazu gibt es zahlreiche unterschiedliche Arten, Farben und Formen in der facettenreichen Welt der Holzböden zu entdecken. Auch auf unsere Gesundheit und das Raumklima wirkt sich ein Bodenbelag aus Holz positiv aus. Das Naturmaterial ist fußwarm, absorbiert Luftschadstoffe und Feuchtigkeit, regelt das Raumklima, schont unsere Gelenke und bietet Bakterien keine Chance. Darüber hinaus ist Holz langlebig und sehr haltbar, wenn es richtig gepflegt wird. Womit wir auch schon bei den Nachteilen sind: Holzböden brauchen im Vergleich mit Fliesen ziemlich viel Pflege und sind nicht ganz unempfindlich. Sind sie zu stark abgenutzt oder mit Macken und Kratzern übersäht, müssen sie abgeschliffen werden. Generell sollten Holzböden unbedingt mit Öl oder Wachs versiegelt werden, um massiven Schäden vorzubeugen..

Fliesen

Im vielbeanspruchten Eingangsbereich sind Fliesen als Bodenbelag prinzipiell eine sehr gute Wahl, die viele Vorteile mit sich bringen. So sind sie relativ kostengünstig und bieten eine nahezu unerschöpfliche Auswahl an den unterschiedlichsten Farben, Formen und Mustern, sodass garantiert jeder seine ganz persönliche Traumfliese finden kann. Ob freundlich hell oder in edlem Dunkelgrau, farbenfroh oder mit einem coolen Muster – der Fantasie und den Möglichkeiten sind so gut wie keine Grenzen gesetzt, wenn man sich für einen Fliesenboden im Flur entscheidet. Ein weiterer Vorteil ist die Langlebigkeit und Unempfindlichkeit von Fliesen. Sie müssen weder geschliffen noch poliert oder in absehbarer Zukunft ausgetauscht werden, sondern halten jahrzehntelang und zeigen sich dabei noch völlig unbeeindruckt gegenüber Schmutz, Nässe oder Kratzern. Darüber hinaus sind Fliesen pflegeleicht und sehr einfach zu reinigen und sauber zu halten. Ein letzter Vorteil: Keramik ist ein natürliches, umweltschonendes Material, das sich positiv auf euren ökologischen Fußabdruck auswirkt. Zum Schluss gibt es aber noch einen Nachteil: Fliesen werden sehr kalt und sind vor allem im Winter keine Freude für die Füße. Allerdings kann man diesem Effekt mit einer Fußbodenheizung oder warmen Hausschuhen entgegenwirken.

Naturstein

Rustikaler Landhaus-Charme mit Travertin Noce-Fliesen: rustikale Wohnzimmer von jonastone
jonastone

Rustikaler Landhaus-Charme mit Travertin Noce-Fliesen

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Natursteinböden werden immer beliebter – gerade auch als Bodenbelag für den Flur -, denn sie sind edel und robust zugleich. Durch ihre Fülle an unterschiedlichen Formen, Farben und Strukturen passen sich diese Böden jedem Geschmack und Einrichtungsstil an. Darüber hinaus ist Naturstein langlebig und haltbar und – wie der Name bereits verrät – eine natürliches Material. Die meisten Steinböden sind außerdem pflegeleicht und hart im Nehmen. Allerdings haben sie, genauso wie Fliesen, den Nachteil, sehr fußkalt zu sein. Wer in diesem Punkt empfindlich ist, sollte sich also für eine Fußbodenheizung entscheiden. Ein weiterer Nachteil von Natursteinböden ist der Kostenfaktor. Verglichen mit anderen Bodenbelägen sind sie relativ teuer. Will man einen besonders edlen Stein, kann es sogar sehr teuer.

Beton

Betonböden im Innenbereich erfreuen sich immer größerer Beliebtheit und stellen einen Trend dar, der sicherlich noch sehr lange bestehen bleiben wird. Genauso wie der Boden selbst, womit wir schon beim ersten Vorteil sind: Ein Bodenbelag aus Beton ist sehr beständig und langlebig. Er isoliert Wärme, hat eine gute Ökobilanz und ist nachhaltig. Zudem gilt er als außerordentlich wirtschaftlich, da er einfach herzustellen und schnell und unkompliziert zu verlegen ist. An der Ästhetik eines Betonbodens spalten sich die Geister: Seine moderne, industriell-minimalistische Optik findet bei Fans großen Anklang, während sich Gegner damit überhaupt nicht anfreunden können. Ein Bodenbelag aus Beton ist also Geschmackssache. Vor Verschmutzungen muss man ihn allerdings unbedingt schützen, denn seine offenporige Struktur macht ihn anfällig und empfindlich. Dementsprechend ist darauf zu achten, dass er auf jeden Fall professionell versiegelt, geölt oder poliert wird.

Teppich

 Flur & Diele von Wools of New Zealand
Wools of New Zealand

Fabulous colour Diamond

Wools of New Zealand

Über Jahrzehnte hinweg war der Teppichboden der unangefochtene Star unter den Bodenbelägen. Und auch heute noch hat der weiche, warme Flauschbelag viele Freunde, die seine Vorteile zu schätzen wissen. Das sind vor allem der angenehme, weiche Tritt und die Fußwärme sowie die optisch gemütliche Ausstrahlung. Nicht zu vergessen: Teppich dämmt den Schall, schluckt Geräusche und vermindert das Verletzungsrisiko im Haushalt. Für Allergiker und Hygiene-Fanatiker ist der klassische Bodenbelag aber eher weniger geeignet, denn im Teppich können sich Bakterien und Hausstaubmilben ungehindert verbreiten, egal, wie oft man den Staubsauger anschmeißt. Apropos Staubsauger: Es gibt zwar mehr oder weniger pflegeleichte Teppiche, aber so wirklich genügsam und unempfindlich ist diese Art des Bodenbelags nicht, weshalb sie sich gerade für den Eingangsbereich nur bedingt eignet. Wer sich für Teppichboden im Flur entscheidet, sollte also nicht unbedingt helle Farben und empfindliche Modelle wählen. Darüber hinaus können Teppichböden auch in Sachen Langlebigkeit nicht mit anderen Bodenbelägen mithalten.

Linoleum

Man mag es ihm nicht auf den ersten Blick ansehen, aber Linoleum ist tatsächlich ein natürliches, nachhaltiges und umweltfreundliches Material, das als Bodenbelag – im Flur genauso wie in anderen Räumen – viele Vorteile mit sich bringt. Es ist strapazierfähig, robust und pflegeleicht und bietet ein angenehmes Trittgefühl. Daneben ist es antibakteriell, hygienisch und antistatisch und hat auch in Sachen Optik einiges auf dem Kasten. Waren Linoleumböden früher nur in biederen Farbtönen zu haben, gibt es sie heute in vielen verschiedenen Farben, Formen, Mustern und Dekoren, die sich zeitgemäßen, modernen Einrichtungen hervorragend anpassen. Natürlich hat Linoleum als Bodenbelag auch einige Nachteile: Mit starker Feuchtigkeit kommt das Naturmaterial nicht sehr gut zurecht, sollte also möglichst nie stehender Nässe ausgesetzt werden. Ebenso reagiert es auf stark alkalische Mittel sehr empfindlich und sein Geruch wird von manchen Menschen als unangenehm wahrgenommen. Allerdings legt sich dieser mit der Zeit und ist bald kaum noch zu riechen.

Für welchen Bodenbelag im Flur würdest du dich entscheiden?
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