Tipps zum Einrichten einer Bastelecke

Sabrina Werner Sabrina Werner
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Basteln macht erst dann richtig Spaß, wenn man nicht stundenlang in Regalen und Schubladen nach den passenden Utensilien kramen muss und nicht unbedingt der Küchentisch für das Basteln herhalten muss. Ein fester Arbeitsplatz mit ausreichend Platz und Stauraum für Werkzeuge und Zubehör ist Grundvoraussetzung für ausgiebige Bastelarbeiten. An ihm kann man ganze Wochenenden verbringen oder einfach zehn Minuten zwischendurch nutzen.  Egal, ob der Arbeitsplatz klein oder groß ist und in welchem Zimmer er sich befindet, er sollte einigen ergonomischen Richtlinien entsprechen. Die richtige Beleuchtung, Sicherheit am Arbeitsplatz und die Voraussetzung für den Anschluss genügend elektronischer Geräte gehören genauso an den Hobby-Arbeitsplatz wie an den Arbeitsplatz in Büro oder Werkstatt. Mit ein wenig Planung kann selbst die kleinste Ecke in einen sicheren, praktischen Arbeitsplatz verwandelt werden, an dem alles übersichtlich und griffbereit verfügbar ist.

Die Aufbewahrung von Werkzeug und Zubehör

Chaos am Arbeitsplatz ist beim Basteln eine echte Spaßbremse. Doch für alle Dinge in der Bastelecke lässt sich die perfekte Aufbewahrung finden. Kleine Teile, wie Knöpfe, Nägel, Wackelaugen oder Ähnliches, finden zunächst in Schachteln oder Dosen Platz. Diese werden entweder beschriftet oder sind durchsichtig. Was kaputt ist oder definitiv nicht mehr gebraucht wird, sollte sofort aussortiert und weggeworfen oder verschenkt werden. Engmaschige Körbe in verschiedenen Größen, die in Regaleinschübe passen, sind besonders praktisch. Die Maschen sind so eng, dass nichts hindurchfallen kann, gleichzeitig bleibt der Inhalt sichtbar. Da sie offen sind, ist ihr Inhalt schnell griffbereit. Der Nachteil: Sie sind nicht staubfrei. In durchsichtigen Kisten mit Deckel ist der Inhalt nicht ganz so schnell verfügbar, bleibt aber sichtbar und vor Staub und Schmutz, wie zum Beispiel Spänen, geschützt. Neben Körben und Kisten für die Aufbewahrung von Zubehör, ist eine sichere Lösung für die Aufbewahrung von Werkzeug gefragt. Am besten finden Werkzeuge und Geräte, vor allem wenn sie spitz oder scharf sind, in einem geeigneten Werkzeugschrank oder an einer Werkzeugtafel Platz. Werkzeugtafeln sind echte Ordnungshelfer, wenn an diesen die Umrissen der jeweiligen Werkzeuge gezeichnet sind. Verschließbare Werkzeugschränke sind dann besonders wichtig, wenn kleine Kinder im Haus wohnen.

Den Arbeitstisch wählen

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Am besten ist natürlich, viel Platz zum Basteln zu haben und sich so richtig ausbreiten zu können. Ein großer Arbeitstisch mit einer Arbeitsplatte, die nicht nur breit, sondern auch tief ist, ist das Optimum. Ein großzügiger Eckschreibtisch erfüllt oft automatisch diese Kriterien und findet in vielen Zimmern Platz. Doch auch wenn nur wenig Platz verfügbar ist, lässt sich ein praktischer Bastelplatz einrichten. Ein hervorstehendes Regalbrett im Regal im Abstellraum, ein klappbarer Tisch im Flur oder ein kleiner Schreibtisch im Schlafzimmer sind hervorragende Optionen für einen Hobby-Arbeitsplatz in kleinen Räumen und Wohnungen. Die Arbeitsplatte des Basteltisches sollte matt und hell sein. So lassen sich kleine Teilchen am besten sehen. Der Arbeitstisch sollte, egal wie klein er ist, rundherum so viel Stauraum haben, dass die Arbeitsfläche an sich immer frei ist und genügend Platz bietet. Schubladen oder Rollcontainer sind daher praktisch.

Tipps zur Beleuchtung

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Direktes Licht, das hell ist und nicht blendet, ist unverzichtbar. Der Arbeitsplatz an sich sollte daher mit einer hellen Schreibtischleuchte ausgestattet sein, die entweder von vorne oder von der Seite her leuchtet. Eine seitliche angebrachte Leuchte sollte sich bei Rechtshändern links und bei Linkshändern rechts befinden, um beim Basteln keine Schatten zu erzeugen und die Arbeitsfläche dort zu beleuchten, wo das Licht für Detailarbeiten gebraucht wird. Daneben sollte der Raum, in dem sich die Bastelecke befindet, über eine gute Allgemeinbeleuchtung verfügen. Diese gelingt am besten mit mehreren Deckenlampen oder -strahlern, die im Raum verteilt sind. Die perfekte Verteilung, beispielsweise von Spots, kann der Lichtplaner ausarbeiten. Praktisch ist außerdem eine Beleuchtung an Regalen und Werkzeugwänden. Regale können mit Unterbauleuchten beleuchtet werden. Eine weitere Option sind LED-Leisten.

Energieversorgung am Hobby-Arbeitsplatz

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Wer vorhat, eine Bastelecke zuhause einzurichten, sollte von Anfang an genügend Steckdosen einplanen und darauf achten, dass der gesamte Stromkreis mit einem FI-Schutzschalter gesichert ist. Verteiler beziehungsweise Steckdosenleisten sorgen dafür, dass mehr Steckdosen zur Verfügung stehen. Sie sollten unbedingt das Siegel für geprüfte Sicherheit, das GS-Siegel, enthalten und möglichst mit einem Schalter zum An- und Ausschalten versehen sein. Werden viele Geräte dauerhaft an die Steckdosenleiste angeschlossen, dürfen sie in ihrer Summe die zulässige Leistung (meist 3600 Watt) nicht überschreiten. Hochwertige Steckdosenleisten haben einen Aufdruck, dem die zulässige Leistung zu entnehmen ist.

Die optimalen Maße des Arbeitsplatzes

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Egal, wie klein die Bastelecke ist. Letztendlich verbringt man auch am Hobby-Arbeitsplatz mitunter viele Stunden. So sollte dieser den ergonomischen Richtlinien entsprechen, die auch für berufliche Arbeitsplätze gelten. Wird die Bastelecke von Kindern genutzt, sollte der Arbeitstisch höhenverstellbar sein und mit der Größe des Kindes mitwachsen. Für einen Arbeitstisch für Erwachsene wird eine Höhe von 74 bis 76 Zentimetern empfohlen. Zu einem ergonomischen Arbeitsplatz gehört – egal, ob von Kindern oder Erwachsenen genutzt – in jedem Fall ein höhenverstellbarer Stuhl. Die Arme sollten bequem auf der Arbeitsfläche aufliegen. Die Arbeitsfläche sollte in jedem Fall groß genug sein, um darauf beim Basteln die Unterarme ablegen zu können. Steht genügend Platz zur Verfügung oder wird der Arbeitsplatz tatsächlich täglich viele Stunden genutzt, sollte die Arbeitsfläche mindestens 120 Zentimeter breit und 80 Zentimeter tief sein. Doch nicht nur die reine Arbeitsfläche ist entscheidend. Auch um den Stuhl herum sollte genügend Bewegungsfreiheit herrschen.

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Im eigenen Heim passieren die meisten Unfälle. Um Unfälle mit Geräten und Werkzeugen in der Bastelecke zu verhindern, sollten Bedienungsanleitungen immer griffbereit sein und Werkzeuge vor Gebrauch überprüft werden. Bei defekten Schutzschaltern oder Rissen in Kabeln sollte elektronisches Werkzeug nicht mehr verwendet werden. Die Kabellänge sollte immer ausreichend sein, so dass sich das Gerät frei bewegen lässt. Zu kurze Kabel sind, beispielsweise bei preiswerten Heißklebepistolen, keine Seltenheit und können zu Verletzungen führen. Das Stromnetz sollte grundsätzlich durch einen FI-Schutzschalter (Fehlerstrohmschutzschalter) gesichert sein. Sofern vorhanden, sollten Werkzeuge mit Schutzkappen oder -hüllen geschützt werden. Das Basteln ist dann am sichersten, wenn für jede Tätigkeit dafür geeignete Werkzeuge verwendet werden. Werden Werkzeuge zweckentfremdet, kommt es schnell zu Unfällen. Zudem sollten die Bastel-Werkzeuge von möglichst guter Qualität sein, gut in der Hand liegen, ergonomisch sein und möglichst Gummigriffe haben. Besonders häufig kommen beim Basteln Cuttermesser mit herausschiebbarer und abbrechbarer Klinge zum Einsatz. Die Klinge sollte hierbei immer nur bis zur nächsten Einkerbung vorgeschoben werden, um ein unvorhergesehenes Abrutschen zu verhindern. Wird die Bastelecke von Kindern genutzt, sollten Farben, Reinigungsmittel und Chemikalien, ebenso wie Werkzeuge und Elektrogeräte, außerhalb ihrer Reichweite aufbewahrt werden.

Wer sich nicht mit einer Bastelecke zufrieden geben, sondern gleich eine ganze Werkstatt einrichten möchte, findet hier die passenden Tipps. 

Wo bewahrt ihr euer Werkzeug und euer Zubehör in der Bastelecke auf?
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