Magischer, kleiner Raum: Ein japanisches Haus mit weniger als 38m²

Sophie Pussehl Sophie Pussehl
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Verschnörkelte Elemente und architektonisch verspielte Details sind beim Hausbau nur noch selten anzufinden. Eine moderne, schlichte und zeitlos gestaltete Fassade erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Ein reduziertes und von Geradlinigkeit zeugendes Design sah auch der Experte von Raumarchitektur – Chuan für sein folgendes Projekt vor, dessen Minimalismus sich im Einsatz der Materialien sowie im Farbkonzept zeigt.

Schlicht und modern

In der japanischen Gemeinde Aichi befindet sich dieses Objekt, das sich in einem von saftigem Grün zeugenden Rasen mit seitlich führendem Steinplattenweg bettet. Die Fassade besticht durch ihre enorme Geradlinigkeit, die Ausdruck zeitgemäßer Architektur ist und einem zeitlosen Stil entspricht. Die relativ schmal verlaufende und in Weiß gehaltene Wand wird eingefasst von der anthrazitfarbenen und podestartigen Unterkonstruktion sowie dem ebenso dunkel gehaltenen Satteldach. Dies zeugt von einer gewissen Strenge, wobei die großzügigen Verglasungen mit dieser zu brechen scheinen.

Verbindung zwischen innen und außen

Die eben angesprochenen Fenster wurden bodentief gestaltet, wodurch der Außenbereich in dem Innenraum unmittelbar erlebbar gemacht wird. Aus dieser Perspektive wird die Sicht in den Garten möglich, der ebenfalls relativ pflegeleicht gestaltet wurde. Der hintere Bildausschnitt lässt auf eine Obstanlage und damit auf eine regionale Wirtschaft schließen. 

Schlicht wie die Fassade, zeigt sich auch das Mobiliar des Essbereichs. Holz fand in umfangreicher Verwendung Einsatz und prägt maßgeblich das Aussehen sowie die Gestaltung des Hauses. 

Für Behaglichkeit

Bevor die Heizung Einzug hielt, dienten Öfen einst als Heiz- und Wärmequelle des Hauses. Heutzutage erfreuen sich Öfen und Kamine immer größerer Beliebtheit und sind teilweise zu einem regelrechten Luxusobjekt avanciert. Einen schlichten Kamin finden wir in dem Wohnzimmer dieses Hauses vor, der vor allem während der kälteren Jahreszeiten dem Raum eine wohlige Wärme und damit ein behagliches sowie gemütliches Ambiente verleiht. 

Luftig und leicht

Die Konstruktion des Bades ist es wert einmal genauer betrachtet zu werden. Die harmonische Verbindung aus Holz und Eisen findet hier auf unaufdringliche Weise Verwendung, überzeugt jedoch mit einem starken Design. Die Wand wurde durch eine Verglasung ersetzt, die im oberen Drittel durch einen horizontal verlaufenden Holzbalken gebrochen wird und den darüber liegenden und zu öffnenden Fenstern dient. Die angrenzende Hausfassade mit dem dezent, aber geschmackvoll gestalteten Außenbereich bietet den nötigen Sichtschutz und bewahrt somit die Privatsphäre.

Traditionelles Schlafzimmer

In japanischen Häusern darf es nicht an einem traditionellen Schlafzimmer fehlen – und sei es noch so modern. Zeitgemäß wurde auch dieser Raum gestaltet, jedoch wird hier das Nächtigen auf altbewährte Weise fortgeführt. Ausgekleidet mit Tatami-Matten, wird auf dem aus Baumwolle und Seide bestehenden Boden der Futon ausgelegt, der die Schlafstätte bildet. 

Alles, was man für ein japanisches Schlafzimmer benötigt, könnt ihr in unserem passenden Ideenbuch nachlesen. 

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