Ein Wohnhaus steht Kopf

Mandy Markwordt – homify Mandy Markwordt – homify
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In den meisten Wohnhäusern wissen wir genau, was uns erwartet: Im Erdgeschoss befinden sich die Küche, ein Bad und das Wohnzimmer und in der oberen Etage die privateren Räume wie das Schlaf- und Kinderzimmer. Bei diesem einen Haus in Japan ist das alles allerdings etwas anders: Hier fällt nicht nur die Form des Hauses aus dem Rahmen, sondern auch die Anordnung der Räume. Dass sich dieses Anderssein durchaus lohnt, beweist spätestens ein Blick in die oberen Wohnräume.

Ein Haus voller Gegensätze

Zuerst sehen wir uns einmal das Haus von der Straße aus an. Es sticht deutlich aus der bestehenden Bebauung hervor, was einer asymmetrischen Anordnung der Baukörper zu verdanken ist: Das Obergeschoss ragt auffällig über das schmale Erdgeschoss hinaus. Um den Kontrast beider Etagen zu verstärken, lässt man den oberen Bau in einem kräftigen Schwarz noch massiver erscheinen, während der stützende, untere Teil ein zartes Beige aufweist. Doch auch im Inneren warten noch einige überraschende Momente auf uns.

Minimalistischer Flur

Minimalistischer kann man ein Erdgeschoss wohl kaum gestalten. Der Flur präsentiert sich komplett in Weiß, ohne jegliche Dekoration oder auch nur den geringsten Farbtupfer. Der Eingangsbereich wurde sehr schmal geschnitten, damit in der untersten Etage mehr Platz für die Schlafzimmer und privaten Rückzugsräume ist. 

Geht man den Flur entlang, kommt man zu einer Treppe, die hinauf zu den oberen Zimmern führt. Ein Geländer ist bei solch einem schmalen Treppenhaus nicht vonnöten und so zeigt sich auch dieses in einem puristischen Design.

Der Patio

Und hier sehen wir auch schon das Highlight des Hauses: einen Patio, der sämtliche Wohnräume miteinander verbindet. Innen und Außen sind lediglich durch raumhohe Schiebetüren voneinander getrennt, wodurch ein unkomplizierter und schneller Austausch zwischen beiden Bereichen ermöglicht werden kann. Zudem profitiert man in den Zimmern von dem Tageslicht, das in den kleinen Innenhof fällt.

Holz für mehr Gemütlichkeit

Aufgrund des Innenhofs ergibt sich eine besondere Form des Walmdaches, was sich wiederum prägend auf die Gestaltung der Decke auswirkt.  Um trotz der spitzen, hohen Decke eine behagliche Atmosphäre zu schaffen, verkleidete man sie, ebenso wie den Boden, mit Holz. Selbst das Mobiliar wie die hier zu sehende Küchentheke scheint aus demselben Guss wie Decke und Boden zu sein.

Ideen für Stauraum

Um den Platz in dem recht kleinen Haus optimal zu nutzen, planten die Architekten clevere Ablageflächen und Verstauungsmöglichkeiten. So findet man auf dem Weg ins Wohnzimmer beispielsweise dieses lange Regal, das sich mit seinem hellen Holz hervorragend in das Interieur einfügt. Während die schmalen, oberen Regale zur Ablage oder Platzierung von Dekoration genutzt werden können, lädt das untere, größere Holzbrett dazu ein, es sich darauf gemütlich zu machen und den Ausblick aus dem Fenster zu genießen. 

Wer noch nicht davon überzeugt ist, dass Holz ein prima Gestaltungsmittel ist, der sollte sich unsere 7 Wohnideen mit Holz ansehen.

Könntest du dir vorstellen, in so einem Haus zu leben?
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