Wie wird mein Garten haustiersicher?

Sabine Neumann Sabine Neumann
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Unser Garten soll nicht nur für uns selbst eine grüne Oase und ein echtes Wohlfühlparadies sein, sondern auch für unsere vierbeinigen Mitbewohner. Die lieben es nämlich, draußen auf Entdeckungstour zu gehen und sich an der frischen Luft auszutoben. Doch wer einen Garten hat und Haustiere hält, kennt auch die Gefahren, die dabei lauern – sowohl auf Hund und Katze als auch auf unser Lieblingsblumenbeet, die zarten Kräutertriebe und auf die in den Bäumen nistenden Vögel und andere Kleintiere. Du fragst dich, wie du für ein harmonisches, gesundes und entspanntes Miteinander im Gartenparadies sorgen kannst? Wir zeigen dir, mit welchen einfachen Tricks und Maßnahmen du deinen Garten haustiersicher machst und ihn in eine idyllische Wohlfühloase für Mensch, Tier und Pflanzenwelt verwandelst.

Giftpflanzen vermeiden

landhausstil Garten von Aralia
Aralia

Little Eden

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Bunt blühende Blumen und leckeres Obst und Gemüse – von all den schönen Dingen, die uns im Garten erfreuen, kann so einiges für unsere Haustiere richtig gefährlich werden. Geraten Blätter, Fruchtfleisch, Stängel oder Pflanzensaft in den Magen, kann das neben Erbrechen, Durchfall und Koliken auch Krämpfe und Lähmungen auslösen. Viele Pflanzen wie zum Beispiel Begonien, Efeu, Eisenhut, Azaleen und Rhododendron sind giftig für Hunde und Katzen. Dafür müssen sie noch nicht einmal direkt gefressen werden, es reicht, wenn Teile davon zum Beispiel durch Buddeln oder Graben in Maul und Magen geraten. Deshalb sollte man sich als Haustierhalter genau über giftige Gewächse informieren, bevor man seinen Garten bepflanzt. Das gilt übrigens nicht nur für Zierpflanzen. Auch angebautes Gemüse und Obst können bei Hunden und Katzen zu schweren Erkrankungen führen. Kartoffeln und Tomaten enthalten beispielsweise giftiges Solanin, Weintrauben bekommen Hunden überhaupt nicht gut, ebenso wie Schnittlauch, Knoblauch, Zwiebeln und Hülsenfrüchte.

Unterschlupf bieten

Haustiere lieben es, im Garten zu toben und auf Entdeckungstour zu gehen. Damit sie sich aber auch über längere Zeit pudelwohl fühlen, ist es wichtig, ihnen einen Unterschlupf beziehungsweise einen Ruhebereich zu bieten. Katzen sind diesbezüglich ziemlich pflegeleicht und einfallsreich, aber gerade Hunde freuen sich über ein wenig Unterstützung in Form einer Hundehütte oder eines Outdoor-Körbchens. Denn warum sollten es sich nur Herrchen und Frauchen auf ihrer komfortablen Garten-Lounge gemütlich machen dürfen? Vor Sonne, Wind und Regen schützen überdachte Hundehütten, die es inzwischen in richtig coolen, witzigen und stylishen Designs zu kaufen gibt.

Gartengeräte sicher lagern

Dass Gartengeräte und Werkzeuge wie Rasenmäher, Sensen, Scheren, Rechen und Co. stets sicher aufbewahrt werden sollten, ist eigentlich eine Selbstverständlichkeit. Aber gerade Haustierbesitzer müssen besonders darauf achten, diese Gerätschaften gewissenhaft sofort nach Benutzung wegzusperren, um gar nicht erst ein Verletzungsrisiko für Hund und Katze einzugehen. Am besten eignet sich ein abschließbares Garten- oder Gerätehaus, zu dem die Haustiere keinen Zugang haben. Dabei sollte man auch unbedingt darauf achten, die Werkzeuge und Utensilien rostfrei zu halten – nicht nur, um die Lebensdauer der Geräte selbst zu verlängern, sondern auch im Hinblick auf unsere eigene und die Gesundheit unserer Tiere, denn sollte es doch einmal zu einer Verletzung kommen, kann durch Rost in offenen Wunden Tetanus entstehen.

Beete, Pflanzen und Kompost sichern

Pflanzboxen – die kleinen Hochbeete zum Stapeln: skandinavischer Balkon, Veranda & Terrasse von Werkhaus Design + Produktion GmbH
Werkhaus Design + Produktion GmbH

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Zu den Lieblingsbeschäftigungen von Hunden und Katzen an der frischen Luft gehört es, zu buddeln, zu graben und in der Erde, im Laub und im Sand zu wühlen. Und natürlich wird auch das eine oder andere Geschäft verrichtet – man ist schließlich in der Natur. Um zu verhindern, dass die Lieblingsblumenbeete oder sogar der Gemüse- oder Kräutergarten zum Katzen- oder Hundeklo wird, sollte man einige Vorsichtsmaßnahmen treffen. So verhindern zum Beispiel Hochbeete, Kübel und Pflanzenboxen, aber auch Gewächshäuser, dass Haustiere zum einen Pflanzen fressen, die schädlich für sie sind, und zum anderen, dass die Beete als Vierbeinertoilette genutzt werden. Größere, ebenerdige Beete lassen sich durch geeignete Zäune vom Rest des Gartens abtrennen und so haustiersicher machen. Generell sollte man Hunden und Katzen im Garten eine eigene, kleine Sandfläche zur Verfügung stellen. Dort können sie ihr Geschäft verrichten und nach Herzenslust buddeln und graben. Außerdem kann man den Vierbeinern mit Zweigen und Reisig auf frisch eingesäten Beeten die Lust am Scharren und Wühlen nehmen. Übrigens muss auch unbedingt der Komposter für Hund und Katze unzugänglich bleiben, denn Lebensmittelabfälle können unseren tierischen Mitbewohnern gefährlich werden. Wer empfindliche Bäume vor scharfen Katzenkrallen schützen will, kann das mit speziellen Kratzmatten tun.

Auf Chemikalien verzichten

Sommergarten: klassischer Garten von Pflanzenfreude.de
Pflanzenfreude.de

Sommergarten

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Chemikalien sollten im Garten generell so wenig wie möglich zum Einsatz kommen, aber vor allem, wenn man Haustiere hat, ist es ratsam, komplett auf die Chemie-Keule zu verzichten. Insektizide und Pestizide sind nicht dafür geeignet, verzehrt zu werden, was Hund und Katze leider nicht immer sonnenklar ist. Deshalb lieber zu biologischen, ungiftigen Alternativen greifen oder wenigstens penibel darauf achten, nur Mittel mit einer geringen Toxizität zu verwenden. In diesem Fall müssen Haustiere aber unbedingt von dem behandelten Gartenbereich ferngehalten werden, bis keine Gefahr mehr droht. Das Gleiche gilt für Düngemittel: Im Idealfall nur unbedenkliche, natürliche Varianten verwenden, lässt sich der Einsatz von Chemie nicht verhindern, auf jeden Fall Hund und Katze von den behandelten Pflanzen fernhalten.

Die Sache mit dem Wasser

Die meisten Hunderassen fühlen sich vom Wasser magisch angezogen. Deshalb sollte man sich vor der Planung eines Pools, eines Gartenteichs oder Wasserbeckens Gedanken machen, ob der Hund diese nutzen dürfen soll oder nicht. Einen Pool, der haustierfrei bleiben soll, gilt es, mit einem Zaun oder einer entsprechenden Abdeckung zu schützen, auch, um zu verhindern, dass die Tiere aus ihm trinken. Will man einen Teich oder ein Wasserbecken für Hunde freigeben, sollte man darauf achten, dass die Wasserstelle groß genug ist und der Vierbeiner sicher und problemlos rein und raus kommt. Eine Trinkwasserquelle sollte man Hunden und Katzen im haustierfreundlichen Garten übrigens immer bereitstellen.

Wildtiere schützen

Piep Show Home: moderner Garten von Radius Design
Radius Design

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Unser Garten soll nicht nur für uns und unsere Lieblingsvierbeiner ein Paradies und dementsprechend haustiersicher sein, sondern auch für Wildtiere, die hin und wieder vorbeischauen wie Vögel, Insekten, Igel und Co. Ein friedliches Zusammenleben kann mit einigen kleinen Tricks und Kniffen begünstigt werden. Damit sich Hund und Katze nicht auf die Jagd machen, sollte man Teile des Gartens so naturnah wie möglich gestalten, um verschiedenen Tierarten sichere Rückzugs- und Unterschlupfmöglichkeiten zu bieten. Gerade im Frühjahr bieten Nistkästen in sicherer Höhe brütenden Vögeln Schutz, am besten in Kombination mit einem sogenannten Katzenabwehrgürtel am Baum, der die Stubentiger daran hindert, den Stamm zu erklimmen.

Welche Maßnahmen für einen haustiersicheren Garten kannst du empfehlen?
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