Zickzack für mehr Lebensqualität

Mandy Markwordt – homify Mandy Markwordt – homify
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Im idyllischen Oberpullendorf, einer Stadt im österreichischen Burgenland, baute der Architekt Martin Möstbock 2010 ein Einfamilienhaus, das aus der Reihe fällt. Statt eines Flach- oder Satteldachs finden wir bei diesem Haus ein ungewöhnliches Dach in Zickzack-Form. Dieses ist nicht nur ein optisches Highlight, sondern auch noch äußerst funktional und steigert die Wohnqualität.

Die Straßenansicht

​Ansicht Strasse: moderne Häuser von MARTIN MOSTBÖCK
MARTIN MOSTBÖCK

​Ansicht Strasse

MARTIN MOSTBÖCK

Nähert man sich dem Haus frontal, erscheint es wie ein recht normales Einfamilienhaus. Die zur Straße gewandte Seite zeigt sich nämlich schlicht in einem rechteckigen Design. Durchbrochen wird die Fassade von vier Fenstern, die proportional angeordnet sind. 

Das Gebäude wurde sehr nahe an der rechten Grundstücksgrenze errichtet. Dadurch entsteht eine großzügige Fläche, die außerhalb des Wohnbereichs genutzt werden kann. Das gesamte Projekt gilt als vorbildlich, was einen ressourcenschonenden Umgang mit Bauland angeht.

Der Eingangsbereich

Ansicht Zugang: moderne Häuser von MARTIN MOSTBÖCK
MARTIN MOSTBÖCK

Ansicht Zugang

MARTIN MOSTBÖCK

Der Bau des Einfamilienhauses zeichnet sich durch seine einfache Umsetzbarkeit aus. Damit entspricht es dem im Burgenland so beliebten Prinzip des Selbstbauens, wodurch sich Kosten einsparen lassen. 

Hinter dem Eingangsbereich wurde ein Gartentor als Sichtschutz angebracht. Dieser ist auch notwendig, denn dahinter wurde das Erdgeschoss großflächig verglast.

Die Gartenansicht

Ansicht Garten: moderne Häuser von MARTIN MOSTBÖCK
MARTIN MOSTBÖCK

Ansicht Garten

MARTIN MOSTBÖCK

Auf dieser Fotografie erkennt man, dass die Verglasung des Erd- und auch Obergeschosses sogar über Eck verläuft. Vom Garten aus kann man dadurch Einblicke in das Wohnzimmer sowie den Essbereich und die Küche gewinnen.

Da das Grundstück recht schmal ist und beidseitig bereits Wohnhäuser stehen, lag die Herausforderung darin, für den Innenraum möglichst viel Tageslicht zu gewinnen. Daher wurde der Baukörper bewusst mit großen Fenstern an zwei Fassaden gestaltet, um natürliches Licht in die Wohnräume dringen zu lassen. Aus dieser Perspektive wird auch die clevere Platzierung des Gebäudes deutlich.

Durch den schmalen Bau und die Positionierung an der seitlichen Grundstücksgrenze entsteht neben dem Haus ein nutzbarer Außenraum, der gemeinsam mit dem kleinen Garten den Wohnraum erweitert.

Das Konzept

Schnitt AA:   von MARTIN MOSTBÖCK

Lüften wir nun das Geheimnis um die Zickzack-Form des Dachs. Durch die besondere Form des Hauses ergeben sich viele Vorteile: Zum einen unterstützt die Geometrie die Beschattung des Hauses, während die Sonne im Zenith steht. Dieser Schatten wirkt sich positiv auf die natürliche Temperatur in den Räumen aus. Zum anderen erlauben die markanten Oberlichtverglasungen im Dach auch am Nachmittag einen Sonneneinfall in den offen konzipierten Wohn- und Erschließungsbereich im Erdgeschoss sowie in das gartenseitige Zimmer im Obergeschoss. Durch diese Konstruktion werden die Belichtungsnachteile, die durch das kleine Grundstück entstehen, optimal ausgeglichen. Des Weiteren sind die Form und die interne Organisation des Gebäudes von der Bewegung der Bewohner, der Sonne und des Mondes inspiriert.

Der Grundriss des Grundstücks

Erdgeschoss:   von MARTIN MOSTBÖCK
MARTIN MOSTBÖCK

Erdgeschoss

MARTIN MOSTBÖCK

Das Projekt verfügt bei einer Grundstücksgröße von 665 Quadratmetern über eine Nutzfläche von 150 Quadratmetern. In diesem Grundriss erkennen wir, wie der Architekt und die Familie die Organisation des Außenbereichs sowie des Erdgeschosses planten. Durch die Platzierung des Gebäudes war es möglich, ein Carport auf dem Grundstück zu errichten. Neben den üblichen Räumen wie Wohnzimmer, Küche und Bad, verfügt das unterste Geschoss auch über einen Abstell- und einen Waschraum.

Die Planung des Obergeschosses

Obergeschoss:   von MARTIN MOSTBÖCK
MARTIN MOSTBÖCK

Obergeschoss

MARTIN MOSTBÖCK

Im Obergeschoss wurden die privateren Räume eingerichtet. Dazu gehören zwei Kinderzimmer sowie das Elternschlafzimmer. Im Anschluss an dieses wurde eine großzügiges, begehbares Ankleidezimmer eingeplant. Das WC wurde von den anderen Sanitäranlagen getrennt, um den Familienmitgliedern mehr Privatsphäre zu garantieren.

Dass für ein schönes Ankleidezimmer viel Platz nicht entscheidend ist, beweisen wir euch mit unseren Tipps für eine kleine, begehbare Ankleide.

Wie gefällt euch die Idee mit dem Zickzack-Dach?
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