So wirst du der Liebling in deiner Nachbarschaft

Catherina Bernaschina Catherina Bernaschina
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Eine gute Nachbarschaft kann sehr bereichernd sein. Sie ist jedoch keine Selbstverständlichkeit, sondern muss gehegt und gepflegt werden. Wenn man Haus an Haus bzw. Wand an Wand lebt, ist das Potenzial für Streitereien und Zerwürfnisse ähnlich groß wie in einer Familie. Deshalb ist es umso wichtiger, dass ihr und eure Nachbarn euch um ein freundschaftliches Verhältnis und gegenseitige Rücksichtnahme bemüht. Achtet die Privatsphäre eurer Nachbarn so wie ihr eure eigene geachtet haben wollt. Seid nicht zu invasiv aber auch kein sozialer Gefühlsklotz. Ihr müsst ja nicht gleich durch dick und dünn mit den Personen, die neben euch wohnen. Doch lernt sie kennen und schätzen. So könnt ihr bei Konfliktsituationen besser auf sie eingehen und wisst, an wen ihr euch wenden könnt, wenn es mal brennen sollte.

Gemeinsame Aktivitäten

Ihr kennt eure Nachbarn kaum? Na dann nichts wie los: Organisiert am besten ein gemeinsames BBQ im Garten oder je nach Witterung einen gemütlichen Aperitif zuhause. Nichts verbindet fremde Leute mehr, als gemeinsames Essen und Trinken. Scheut euch nicht, eine größere Anzahl Leute einzuladen. Je mehr Personen dabei sind, desto ausgelassener wird die Stimmung unter den Anwesenden. Ihr müsst nicht zwingend ein 5-Gang-Menu auf den Tisch zaubern. Ein paar Chips, einfache Snacks, Cola und kühles Bier tun es auch schon. Wer es praktischer mag, kann auch einen Quartier-Flohmarkt auf die Beine stellen. Er bietet sowohl Gelegenheit zum Entrümpeln und Ausmisten als auch zum gemütlichen Schwatz unter Nachbarn.

Telefonnummern und Schlüssel austauschen

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Wenn ihr eure Nachbarn etwas besser kennt und gegenseitiges Vertrauen gefasst habt, könnt ihr eure Kontaktdaten und am besten auch gleich eure Reserve-Hausschlüssel austauschen. Schreibt eure Mobil- und Festnetztelefonnummer gut leserlich auf ein Blatt Papier. Denn es kann gut sein, dass euer Nachbar auch nach Jahren noch nicht weiß, wie ihr zum Vornamen heißt, und es ihm mittlerweile peinlich ist, nachzufragen. Es ist auch beruhigend zu wissen, dass eure Nachbarn über Reserve-Hausschlüssel verfügen. Habt ihr euch schon einmal selbst ausgeschlossen? Oder war es sogar euer Kleinkind, das euch nicht mehr hereinlassen konnte oder wollte? Das sind Momente, die man nicht nochmals oder besser gar nie erleben will. Oder ihr geht für längere Zeit in den Urlaub? Für eine Schachtel Pralinen oder für ein kleines Souvenir aus dem Urlaubsort zeigt sich euer Nachbar bestimmt gerne dazu bereit, eure Zimmerpflanzen zu gießen und den Briefkasten ab und zu für euch zu leeren. Abgesehen davon, dass sie sogar sehr sympathisch sein können: Es gibt unzählige Alltagssituationen, in denen Nachbarn wirklich Gold wert sind.

Wissen und Know-How austauschen

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Helfen kann Glücksgefühle auslösen: Wer anderen einen Gefallen tut, wird sein Gegenüber nicht nur schneller besser kennenlernen, sondern erfährt durch seine Tat auch selber große Genugtuung. Dazu kommt, dass Nachbarn in Not sich irgendwann gerne für eure Hilfeleistung revanchieren werden. Euer Nachbar hat zwei linke Hände? Also macht gleich den ersten Schritt und helft ihm dabei, sein neues Gemälde an die Wand zu nageln oder seine Jalousien im Wohnzimmer gemeinsam zu montieren. Vielleicht ist euer Nachbar ein Computer-Freak und wird euch beim nächsten PC-Problem aus der Patsche helfen. Oder eure Nachbarin ist bekannt für ihre leckeren Schwarzwäldertorten und wird euch zum Dank mit ihrer Backkunst verköstigen. Wie sagt man so schön: Wer anderen Gutes tut, dem geht es selber gut.

Lärm vermeiden bzw. ankündigen

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Merkt euch: Lärm ist einer der häufigsten Streitfaktoren zwischen Nachbarn. Wenn ihr also euren nachbarschaftlichen Frieden bewahren wollt, achtet ihr auf euren Lärmpegel im und ums Haus herum. Wenn ihr zuhause musiziert, solltet ihr das Musikzimmer entsprechend isolieren. Dreht die Musik und den Fernseher nicht zu laut auf, vor allem zur abendlichen Stunde ist das ein großes Ärgernis. Falls ihr eine Feier plant, warnt eure Nachbarn rechtzeitig vor, damit sie während der Party nicht plötzlich wütend vor eurer Tür stehen oder direkt die Polizei rufen. Am besten ladet ihr sie gleich an eure Feier mit ein, so haben sie keinen Grund, sich zu beklagen. Einige Hausarbeiten lassen sich leider nicht still verrichten. Achtet immerhin darauf, dass ihr nicht an Wochenenden, früh morgens oder spät abends Staub saugt, bohrt oder hämmert. So viel Rücksicht muss sein.

Haltet eure Tiere an der kurzen Leine

Gibt es etwas Nervenaufreibenderes als den Nachbarshund, der den ganzen Tag über – oder noch schlimmer, die ganze Nacht lang – bellt? Haustiere sind ein weiterer triftiger Grund, weshalb es zwischen Nachbarn kracht. Nicht nur der andauernde Lärm eurer Vierbeiner kann den Nachbar auf die Palme bringen, auch liegengelassener Kot im Garten, im Vorhof oder auf der Straße zeugt von Respektlosigkeit. Lasst euren Hund nicht frei um euer Haus herumrennen, ohne euch im Vorfeld mit den Nachbarn abgesprochen zu haben. Vielleicht haben sie kleine Kinder oder sie fürchten sich vor Hunden. Auch solltet ihr euch mit den Mitbewohnern in einer Mietwohnung absprechen, wenn ihr eine Katzenleiter montiert. Vielleicht hat jemand etwas dagegen, weil ihn die Leiter optisch stört oder direkt an seinem Fenster vorbeiführt. Eure Anwohner und Nachbarn werden es auf jeden Fall schätzen, wenn ihr sie präventiv informiert und nach ihrer Meinung fragt.

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Grüßt eure Nachbarn immer schön freundlich, wenn ihr sie antrifft. Egal, ob ihr gerade im Bademantel die Post aus dem Briefkasten holt oder auf dem Sprung zur Arbeit seid: Ein Lächeln kostet nichts und schafft Vertrautheit. Schickt eurem Nachbarn eine Postkarte aus dem Urlaub oder hinterlasst ihm hin und wieder eine freundliche Nachricht an seiner Tür. Er wird sich bestimmt darüber freuen. Zeigt generell, dass ihr für ihn da seid und ein wachsames Auge auf euer Quartier habt. Sollte jemals jemand von euch in eine Notsituation geraten, wisst ihr beide, dass ihr aufeinander zählen könnt. Und noch ein guter Rat: Mäßigt euer Fahrtempo. Eure Nachbarn sollen nicht an den Motorgeräuschen eures Fahrzeugs erkennen, wann ihr gerade auf dem Nachhauseweg seid oder ausgeht.

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