Villa im Wandel

Elisabeth Liebing Elisabeth Liebing
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Heute möchten wir euch die Verwandlung eines Hauses aus dem Jahr 1977 zeigen, das exakt 30 Jahre später umgebaut wurde. Die Planung des Gebäudes wurde von dem Schweizer Architekturbüro Hunkeler Partner Architekten AG vorgenommen. 

Vorher: Ansicht des Gartens

Errichtet wurde das Gebäude in den späten 1970er-Jahren außerhalb eines dörflichen Siedlungskerns im Kanton Luzern. Die bestehende Gebäudestruktur des Unter- und Erdgeschosses wurde beibehalten, jedoch an zeitgemäße Designansprüche von heute angepasst. 

Nachher: Ansicht des Gartens

Das großzügige Einfamilienhaus ist nach der aufwendigen Sanierung kaum wiederzuerkennen. Das gesamte Obergeschoss wurde in Holzbauweise neu erstellt. Im Gegensatz dazu wurde das Sockelgeschoss in kühlem Sichtbeton gehalten, somit entsteht ein Spiel mit der Materialien und deren unterschiedlichen Wirkungen. Um das Raumvolumen zu maximieren, wurde eine Loggia vorgesetzt, sodass sich der Bau noch stärker zum direkt angrenzenden See und zum nahe gelegenen Bergpanorama orientiert. Die horizontale Ausrichtung der Hölzer verstärkt die Massigkeit des Baus. Der weiße Quader zur rechten Seite bricht die dominante Erscheinung und erzeugt Auflockerung. 

Erschließung und Technik

Die zur Straße zugewandte Seite präsentiert sich vermummt und geheimnisvoll. Beginnt es zu dämmern, werden einzelne Partien mithilfe der Oberlichter in den Vordergrund gerückt und durch das Licht akzentuiert. Zusätzlich wird die Fassade auf der rechten Seite von unten beleuchtet und erhält eine extravagante Gestalt. Die präzise Formensprache wird nicht gebrochen. Auch das Garagentor wurde unsichtbar in die Fassade integriert und verschmilzt mit der umliegenden Fläche. Das Haus folgt einem nachhaltigem Energiekonzept und wurde in Minergie-Bauweise errichtet. Erdsonden-Wärmepumpen versorgen das Gebäude mit Wärme und ein Gebäudeautomationssystem verspricht eine intelligente Haustechnik. 

Außenraum

An die erste Etage des Hauses wurde eine Loggia angefügt, die nahezu die gesamte Länge des Gebäudes einnimmt. Um die Innenräume vor direkter Sonneneinstrahlung zu schützen, wurden vor die Glasbrüstungen textile Sonnenmarkisen montiert. Schließt man diese, entsteht ein geschlossener Außenraum, der aufgrund der dunklen Farbigkeit einen Tick Mystik verströmt. 

Modern versus Historie

Einen speziellen Blickfang kreiert die Holzbalkendecke, die sichtbar gemacht wurde und ein Zeugnis alter Gebäudestrukturen ist. Ein Pendant dazu stellen die Treppe und die Fußbodenoberfläche dar. Der Fußbodenbelag legt sich beharrlich wie ein dunkler Schatten auf den weißen Grund. Auf klassische Leuchten wurden in diesem Bereich verzichtet, stattdessen setze man auf ein hinterleuchtetes Sideboard. 

Wohnen

Im Erdgeschoss ordnen sich die Zonen Wohnen, Kochen und Essen an. Da diese nicht getrennt voneinander wurden, entstehen spannende Blickbeziehungen im gesamten Geschoss. Aufgrund der relativ hohen Gebäudetiefe wirken die Bereiche trotz der geschosshohen Fenster abgedunkelt. 

Badezimmer

Einen herrlichen Blick über die Landschaft kann man vom Badezimmer des ersten Geschosses genießen. Bodentiefe Fenster geben den Blick auf den See frei und lassen ein lebendiges Porträt im Inneren entstehen, das sich stets verändert. Die Badewanne wurde parallel zur Fensterfront gestellt. Im rechten Winkel dazu wurden die zwei Waschbecken auf ein Holzbrett montiert. 

Weitere Anregungen zu Waschbecken findet ihr in dem Ideenbuch: 6 außergewöhnliche Waschbecken

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