Architekturzeitreise vom 18. ins 21. Jahrhundert

Sabine Neumann Sabine Neumann
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Was tut man mit jahrhundertealten Gebäuden, die langsam, aber sicher verfallen und ihre ursprüngliche Bestimmung längst verloren haben, zum Abreißen aber viel zu schade sind? Wir zeigen euch heute eine Möglichkeit, die unsere Experten von ADVD atelier arquitectura e design gewählt haben. Sie bekamen den Auftrag, ein portugiesisches Landhaus aus dem 18. Jahrhundert mit integrierter Kapelle zu renovieren und zu einem modernen Zuhause zu machen, ohne dabei den historischen Charme aufzugeben. Hier kommen die beeindruckenden Vorher- und Nachherbilder.

Fassade vorher

Die äußere Fassade des alten Landhauses wies vor den Renovierungsarbeiten zwar deutliche Alterserscheinungen auf, war aber insgesamt noch sehr gut in Schuss und verfügte über zahlreiche charakteristische Merkmale, die unbedingt erhalten bleiben sollten. Mal sehen, was unsere Experten daraus gemacht haben…

Fassade nachher

Das Nachher-Foto zeigt, dass bei der Renovierung der Fassade sehr behutsam vorgegangen wurde und man das alte Landhaus mit viel Respekt behandelte. Historische und stilgebende Details blieben erhalten, ebenso wie die Farb- und Formgebung. Es wurden lediglich das Dach, die Türen und Fenster erneuert und die Natursteinwand wiederhergestellt. Dazu gab es einen frischen Anstrich – und schon erstrahlt das alterwürdige Haus in altem, neuem Glanz.

Rückseite nachher

Auf der Rückseite sind die Veränderungen und die Modernisierungsarbeiten schon wesentlich deutlicher sichtbar. Hier wurde der Baukörper im Obergeschoss um ein modernes Volumen aus Cortenstahl und Glas ergänzt, wodurch ein spannender Kontrast zum rustikalen Naturstein des restlichen Gebäudes entsteht. Durch die Öffnung mit größeren Fenstern wird der Außenbereich in den Innenraum integriert und das Innere des alten Hauses mit Tageslicht geflutet.

Innenraum vorher

Die Zimmer des Landhauses hatten im Laufe der Jahrhunderte zahlreiche Veränderungen durchgemacht, wobei die Einrichtung stets sehr traditionell, bieder und religiös blieb. Der Zustand der Räume ließ ebenfalls zu wünschen übrig, sodass hier einiges passieren musste, damit das Haus modernen Ansprüchen gerecht werden konnte. Der Innenraum wurde komplett renoviert, Wände und Türen mussten weichen, Verkleidungen wurden abgenommen und Böden entfernt, um Platz für neues Leben und Wohnen zu schaffen

Innenraum nachher

Die kleinen, engen und düsteren Zimmer des alten Hauses entsprachen so gar nicht mehr dem heutigen Verständnis von modernem Wohnen. Dementsprechend wurden vor allem im Erdgeschoss so viele Zwischenwände wie möglich herausgenommen, sodass ein offener, lichtdurchfluteter Grundriss entstand, in dem die Funktionen Wohnen, Essen und Kochen nahtlos ineinander übergehen. Um ein Gesamtbild zu gewinnen, das trotzdem noch die Geschichte und die Tradition des historischen Hauses würdigt, setzte man bei der Gestaltung auf natürliche Farben und Materialien und legte an einigen Stellen die originale Natursteinwand frei. Auch die ans Wohnhaus angeschlossene Kapelle blieb erhalten.

Küche

Hier sehen wir die offene Küche, die mit ihrem modernen, durchgestylten Look und ihrem schlichten, puristischen Design überzeugt. Auch hier kamen natürliche Materialien und dezente Farben zum Einsatz, ebenso wie eine komfortable Ausstattung und jede Menge praktischer Stauraum.

Ausblick

Wir verabschieden uns von dem einzigartigen Haus mit einem Blick aus dem Obergeschoss auf die Umgebung. Durch das große, bodentiefe Panoramafenster im Cortenstahlanbau hat man eine atemberaubende Aussicht und das Gefühl, auch im Innenraum mitten in der Natur zu sein.

Haltet ihr die Verwandlung des alten Hauses für gelungen? Wir sind gespannt auf eure Meinung.
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