Fenster: Welche Materialien sind die Besten?

Marie Carstens Marie Carstens
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Fenster sind ein essenzielles Stilmittel, um Häuser zu gestalten. Neben dem Nutzen, herausschauen zu können und Licht und Luft in den Innenraum zu lassen, haben Fenster eine große Wirkung auf das Design des Hauses. Doch neben einem schicken Aussehen sind vor allem die Isolierung und die Langlebigkeit wichtige Aspekte, die bei verschiedenen Materialien unterschiedlich ausfallen können. Neben dem Kriterium, dass die Fenster toll aussehen und energiesparend sein sollten, ist auch der Preis ein nicht zu unterschätzender Punkt. Wer die Fenster an seinem Haus austauschen will, sollte entweder alle gleichzeitig oder die verschiedenen Fassadenseiten in mehreren Schritten bearbeiten. Ersteres sorgt für ein rundes Gesamtbild, während zweiteres für viele leichter zu finanzieren ist. Wir möchten euch heute die gängigsten Fensterarten vorstellen und einige Vor- und Nachteile aufzählen.

Holzrahmen für einen schönen Look

Privathaus mit Holzfenstern:  Fenster von KAPO Fenster und Türen GmbH
KAPO Fenster und Türen GmbH

Privathaus mit Holzfenstern

KAPO Fenster und Türen GmbH

Holzfenster haben eine lange Tradition und überzeugen vor allem durch edle Designs, eine gute Dämmung und eine lange Lebensdauer. Neben günstigen Holzfenstern aus Kiefernholz, das pro Kubikmeter bereits für 300 bis 400 Euro erhältlich ist, reicht die Spanne bei Teakholz von 5.000 bis 6.500 Euro (nur für das Holz). Hierbei gilt, je höher die Rohdichte des Holzes ist, umso besser die Isolierung und umso höher der Preis. Wer etwas tiefer in die Tasche greift, erhält durch Holzfenster somit ein angenehmes und warmes Wohnklima, eine niedrige Stromrechnung und regulierte Luftfeuchtigkeit in den Wohnräumen. Der Nachteil an Holzfenstern ist, dass sie regelmäßig geschliffen und behandelt werden müssen, um ihre Langlebigkeit zu erhalten. Außerdem sind sie auf Grund des Vollholzrahmens deutlich schwerer als die Alu- oder Kunststoffvariante. Außerdem gilt: Wer sich für Teak- oder Tropenholz entscheidet, sollte außerdem ausdrücklich darauf achten, dass das Holz nachhaltig produziert wird.

Der Klassiker in Deutschland: das Kunststofffenster

Das Kunststofffenster ist nicht nur ein beliebter Klassiker, sondern auch der deutsche Marktführer. Kein Wunder, denn sie sind besonders pflegeleicht und nahezu wartungsfrei. Das einzige, was zwischenzeitlich beachtet werden sollte, ist, ob die Scharniere richtig geschmiert und die Dichtungen intakt sind. Die leichten Fensterrahmen sind mit Luftkammern ausgestattet, die für eine optimale Wärmeisolierung sorgen. Der verwendete Kunststoff, auch PVC genannt, wird mit Stahl, Aluminium oder Glasfaserstoffen stabilisiert und erhält somit flexible und robuste Eigenschaften. Die Rahmen können mit einfachem Seifenwasser gereinigt werden und sind in vielen verschiedenen Designs erhältlich. Ein wesentlicher Vorteil der Kunststofffenster ist der Preis. Sie sind deutlich günstiger als Holz- oder Aluminiumfenster, was daran liegt, dass doch einige Nachteile entstehen: Das Material verformt sich bei hohen Temperaturen und bietet bei Feuer einen geringeren Brandschutz als andere Materialien. Zudem sind Kratzer schnell sichtbar und meist nicht zu reparieren. Außerdem können Staub und Schmutz durch eine statische Aufladung angezogen werden.

Pflegeleichtes Aluminium hält Einbrecher fern

Fensterrahmen spielen beim Energiesparen eine große Rolle. Von der Energie, die einem Haus zugefügt wird, gehen circa 15 Prozent durch Fenster- und Türrahmen verloren. Neue Fenster sind daher immer eine umwelt- und (auf lange Sicht) geldbeutelschonende Alternative, die nicht nur Energie spart, sondern dem Haus auch einen neuen, modernen Look verleihen kann. 

Aluminiumfenster sind relativ neu auf dem Markt und erfreuen sich besonders bei Neubauten großer Beliebtheit. Obwohl die Fenster extrem leicht sind, weisen sie eine hohe Stabilität und Witterungsbeständigkeit auf. Das widerstandsfähige Material ist zudem ein Vorläufer des Einbruchschutzes und ist langlebig, pflegeleicht und wartungsarm. Doch leider gibt es auch bei dieser Fensterart einige Nachteile: Die Dämmfähigkeit ist geringer als bei anderen Materialien, weshalb das Alu-Fenster in Sachen Energieeffizienz eher auf unteren Rängen platziert. Außerdem können, genau wie beim Kunststofffenster, Verformungen auftreten, wenn das Fenster extrem hohen Temperaturen ausgesetzt wird.

Die Holz-Alu Kombination: Der Alleskönner unter den Fenstern

Aluminium-Holz-Fenster mit verdeckt liegenden Beschlägen, flächenbündig eingebaut: moderne Fenster & Tür von Kneer GmbH, Fenster und Türen
Kneer GmbH, Fenster und Türen

Aluminium-Holz-Fenster mit verdeckt liegenden Beschlägen, flächenbündig eingebaut

Kneer GmbH, Fenster und Türen

Bei der Holz-Alukombination handelt es sich um Fensterrahmen, die zur Außenseite aus Aluminium, zur Innenseite aus Holz zusammengesetzt sind. Somit heben sich die meisten Nachteile auf, die bei beiden Materialien getrennt auftreten. Die empfindliche Oberfläche des Holzes, die nur durch aufwendige Pflege haltbar gemacht werden kann, wird mit einer witterungsfesten Schicht aus Aluminium versiegelt. Nach innen wirkt das wohnliche Holz nicht nur gemütlich, sondern sorgt auch für eine gute Dämmung. Für den perfekten Look kann zudem eine Aluminium-Oberfläche in Holzoptik ausgewählt werden, die dem Original zum Verwechseln ähnlich sieht. Wer sich all diese Vorteile durch den Kopf gehen lässt, merkt schnell, was der einzige Nachteil sein könnte. Richtig: der Preis. Fenster mit einer Holz-Alu-Kombination sind teurer als andere Fenster, wobei der Preis, wie bei einem normalen Holzfenster, stark variieren kann.

Die Verglasung als weiterer, wichtiger Bestandteil

Kastenisolation und Fensterscheibentausch:  Fenster von MR Gruppe
MR Gruppe

Kastenisolation und Fensterscheibentausch

MR Gruppe

Neben dem richtigen Rahmen muss auch die richtige Verglasung ausgewählt werden. Eine standardgemäße Wärmeschutzverglasung bildet hierbei meist eine gute Basis, die durch weitere, zusätzliche Verglasungen an Anforderungen und Wünsche angepasst werden können. Sollen die Fenster einen besonderen Schutz bieten? Dann sind zusätzliche Sicherheitsverglasungen nötig. Für einen extrem hohen Schallschutz gibt es außerdem eine besondere Schallschutzverglasung, die alle Geräusche aus dem Außenbereich abschirmt. Wer einen Sichtschutz ohne Vorhang wünscht, kann seine Verglasung mit einem Sichtschutz verbinden. 

Wer ein Haus in wärmeren Gebieten der Welt besitzt, könnte eine Sonnenschutzverglasung gebrauchen. Die spezielle Beschichtung macht es möglich, bis zu 80 Prozent der Sonneneinstrahlung zu reflektieren. Eine isolierende Basisverglasung im Zusammenspiel mit einem Sonnenschutz macht es möglich, dass die Räume um bis zu 5 Grad Celsius kühler sind als ohne Sonnenschutz. Eine Klimaanlage wird somit fast unnötig, was einen enormen Wert an Stromkosten sparen kann. Neben all diesen Arten gibt es natürlich noch viele andere. Am besten ist es, wenn ihr euch von einem Experten beraten lasst, der euch alle Möglichkeiten mit ihren Vor- und Nachteilen detailliert erklären kann.

Glasbausteine: Vom Sichtschutzfenster zum coolen Raumteiler

Glasbausteine galten lange Zeit als unmodern, sind aber wieder im Kommen. Anders als früher werden sie jedoch häufiger im Innenbereich verwendet und sorgen dort für einen erhöhten Loft-Faktor im Industrial Look. Die würfelförmigen Steine können nicht nur für die Gestaltung des Fensters, sondern auch perfekt als dezenter Raumteiler eingesetzt werden. Hier könnt ihr euch das Künstlerloft mit all seinen Glasbausteinen einmal genauer ansehen.

Hier haben wir einen detaillierten Materialvergleich von Fensterrahmen für euch.

VIO 302 - Terrasse:  Terrasse von FingerHaus GmbH

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