6 einfache Tipps, um ein kleines Kinderzimmer einzurichten

Sabine Neumann Sabine Neumann
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Kinder brauchen Platz, um sich frei zu entfalten, sich auszutoben, kreativ zu werden und Spaß zu haben. Da das Kinderzimmer allerdings in den wenigsten Fällen gigantische Ausmaße annimmt und meist nicht gerade der größte Raum im Haus ist, gilt es, einige Dinge zu beachten, um dem Nachwuchs dennoch genug Platz und Freiraum zu bieten. Wer ein paar kleine Tricks und Kniffe kennt und befolgt, zaubert auch auf wenigen Quadratmetern ein tolles Kinderzimmer, in dem sich wunderbar spielen, toben und schlafen lässt. Wir haben euch heute sechs kinderleichte Tipps mitgebracht, mit denen ihr ein kleines Kinderzimmer einrichten und sowohl funktional als auch schick und kindgerecht gestalten könnt.

Stauraum

Stauraum ist das A und O im Kinderzimmer – ganz egal, wie groß oder klein es ist. Im Zimmer der jüngsten Familienmitglieder sammeln sich im Laufe der Zeit Unmengen an Dingen an, vom Spielzeug jeglicher Art über Bücher, Schul-, Mal- und Bastelzeug bis hin zu Klamotten und Accessoires. Da herrscht gerade auf wenigen Quadratmetern schnell Chaos. Um den Überblick zu behalten und alles ordentlich und griffbereit zu verstauen, sind Stauraumlösungen gefragt. Körbe und Kisten, die in und auf Regalen, unter dem Bett oder dem Schreibtisch verschwinden, sind optimal geeignet für kleine Kinderzimmer. Auch Betten mit integrierten Schubfächern, Einbauschränke oder Sitzmöbel mit Stauraum unter der Sitzfläche sind eine gute Lösung, um Platz zu sparen, Ordnung zu halten und alles unterzubringen, was im Kinderzimmer nicht fehlen darf.

Platzsparende, flexible und multifuntkionale Möbel

Modernes Hochbett mit Schreibtisch von dearkids : moderne Kinderzimmer von MOBIMIO - Räume für Kinder
MOBIMIO – Räume für Kinder

Modernes Hochbett mit Schreibtisch von dearkids

MOBIMIO - Räume für Kinder

Die richtigen Möbel sind ein entscheidender Faktor, wenn es darum geht, ein kleines Kinderzimmer einzurichten. Um Platz zu sparen, sind flexible und multifunktionale Möbelstücke gefragt, wie zum Beispiel eine Kommode, die gleichzeitig Stauraum bietet und als Wickeltisch dient, oder ein Hochbett, unter dem ein Schreibtisch, ein Schrank oder eine Kuschelecke installiert werden. Praktisch sind auch Sitzbänke, Stühle und Hocker mit Stauraum unter der Sitzfläche oder ein Babybett, das mitwächst und bei Bedarf in ein Bett für Kleinkinder verwandelt wird. Eine weitere Möglichkeit stellen zusammenklappbare Möbel dar. So können zum Beispiel Tisch und Stühle einfach schnell verschwinden, wenn die lieben Kleinen mit den Hausaufgaben oder dem Malen oder Basteln fertig sind, und es entsteht im kleinen Kinderzimmer mehr Raum zum Spielen und Toben. Ist im Babyzimmer beispielsweise nicht genug Platz für eine Wickelkommode und ein Babybett, kann man sich ein Bett mit aufsetzbarer Platte zum Wickeln anschaffen und somit zwei wichtige Möbelstücke mit einer Klappe schlagen.

Jede Ecke ausnutzen

Zum Thema Stauraum schaffen gehört auch eine gut durchdachte Raumplanung. Viel zu oft bleiben die Ecken eines Zimmers ungenutzt. Hier empfehlen sich praktische Eckschränke oder auch Hängenetze, in denen zum Beispiel Puppen und Kuscheltiere Platz finden. Auf diese Weise sind Ecken und Winkel kein verschenkter Raum mehr. Außerdem sollte man im kleinen Kinderzimmer unbedingt die Höhe nutzen und sich, anstatt in die Breite zu bauen, lieber nach oben orientieren. Schmale, hohe Kleiderschränke sind eine gute Lösung, wobei sie, wie alle Möbel im Kinderzimmer, natürlich gut gesichert und an der Wand befestigt sein müssen. In den oberen Fächern finden dann Dinge und Klamotten Platz, die man nicht jeden Tag braucht. Auch auf den Schränken oder Regalen lässt sich der Zwischenraum zwischen Möbelstück und Decke nutzen, zum Beispiel mit Boxen und Körben als zusätzlicher Stauraum.

Farbgestaltung

annette frank hochbett: klassische Kinderzimmer von kinder räume ag
kinder räume ag

annette frank hochbett

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Die Farbgestaltung spielt immer eine wichtige Rolle beim Einrichten von kleinen Räumen. Weiß lässt jedes winzige Zimmer großzügiger und weitläufiger erscheinen. Da Kinder aber Farbe lieben und auch für ihre Entwicklung brauchen, kann man stattdessen auf sanfte, helle Pastelltöne zurückgreifen oder aber nur eine Wand im Raum in einer bestimmten Farbe gestalten. Sollen die Wände doch lieber weiß bleiben, werden mit bunten Accessoires wie Vorhängen, Teppichen und Bettwäsche farbenfrohe Akzente gesetzt. Allerdings sollte man in kleinen Kinderzimmern darauf achten, dass es nicht zu kunterbunt und natürlich auch nicht zu dunkel wird. Sonst wirkt der Raum schnell unruhig und eng. Einrichtungsexperten raten bei der Gestaltung des Kinderzimmers zu maximal zwei bis drei Farben – möglichst hell und gut aufeinander abgestimmt. Welche Farben sich für Kinderzimmer im allgemeinen besonders gut eignen und welche Nuancen zu welcher Persönlichkeit passen, erfahrt ihr in unserem Ideenbuch Kinderzimmer Farben und ihre Wirkung.

Optische Täuschung

moderne Kinderzimmer von Ambientta Arquitetura
Ambientta Arquitetura

DORMITÓRIO IS – RIO BRANCO – / PORTO ALEGRE

Ambientta Arquitetura

Ein Zimmer mit hellen Wandfarben optisch größer schummeln, ist nur eine Möglichkeit. Es gibt noch viele weitere Tricks, mit denen kleine Räume weitläufiger und großzügiger wirken. Zum Beispiel mit Spiegeln an den Schranktüren oder an der Wand gegenüber des Fensters. Hier reflektieren sie das Licht besonders gut und machen den Raum heller. Oder mit schwebenden Möbeln. So sollte man zum Beispiel ein Sideboard nicht hinstellen, sondern an der Wand aufhängen. Selbst wenn es nur zehn Zentimeter über dem Boden schwebt, entsteht ein völlig neues Raumgefühl und das ganze Zimmer wirkt luftiger und größer. Aus dem gleichen Grund sollte man sich auch für möglichst helle Möbel entscheiden und ihre Farbe im besten Fall auf die Farbe der Wände abstimmen. Darüber hinaus wirken schlichte, geradlinige Möbelstücke schlanker und platzsparender als wuchtige, massive und verschnörkelte Modelle.

Ordnung halten

An den nervigen Elternspruch Hier sieht es mal wieder aus, als hätte eine Bombe eingeschlagen. Räum endlich dein Zimmer auf! können wir uns wohl alle noch ziemlich gut erinnern. Gerade in kleinen Kinderzimmern ist es aber wirklich wichtig, Ordnung zu halten, denn eine gewisse Ruhe, Klarheit und Struktur schont die Nerven von Eltern und Kindern gleichermaßen. Die Wichtigkeit von Stauraum haben wir bereits angesprochen. Allerdings sollte dieser auch gut strukturiert sein und für die Kids logisch dargestellt werden. Heißt: In eine Box kommen nur Legosteine, in die andere die Malsachen und auf das Regalfach die Bücher. Dabei empfiehlt es sich, den lieben Kleinen konsequent beizubringen, dass nach dem Spielen alles sofort wieder an seinen Platz kommt, bevor das nächste Spielzeug herausgeholt wird. Beschriftet man Boxen, Körbe und Schubladen oder versieht sie mit Bildern, fällt das Aufräumen und Ordnung halten leichter. Wer ein kleines Kinderzimmer einrichten will, sollte deshalb weniger auf offene Regale und mehr auf geschlossene Schränke und Kommoden setzen oder die Regale mit Kisten bestücken, denn offene Fächer sehen schnell unordentlich aus und verführen dazu, alles herauszureißen, sich aber dabei auf nichts so richtig zu konzentrieren.

Was sind eure Tipps für die Gestaltung von kleinen Kinderzimmern? Hinterlasst uns einen Kommentar.
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