Wieder da: Fototapeten und Wand-Tattoos

Sabine Neumann Sabine Neumann
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In Sachen Wandgestaltung gehen die Meinungen weit auseinander: Die einen mögen es so minimalistisch und neutral wie möglich, die anderen stehen auf knallige Farben, die nächsten auf ausgefallene Tapeten. In den 70er Jahren, auf dem Höhepunkt von Kreativität, Individualität und freier Entfaltung, waren Fototapeten der letzte Schrei. Vor allem die berühmt-berüchtigten Strandszenen im Sonnenuntergang klebte sich damals jeder auf die Wohnzimmerwand, der richtig hip sein wollte. Dem Fototapeten-Hype folgte allerdings eine lange Zeit, in der ebendiese als absolute Geschmacksverirrung und skurriles Relikt aus den schrulligen 70ern galten. Lange Zeit hielt man sich lieber an die gute alte Raufasertapete und das verrückteste, was man an deutschen Wänden fand, waren fragwürdige Wisch-Schwammtechniken in den späten 90ern. Lange Rede, kurzer Sinn: Es kommt alles wieder. Und dieses Mal hat es die gute alte Fototapete getroffen. Sie ist wieder modern und absolut angesagt. Allerdings nicht im schrillen 70er-Jahre-Retro-Look, sondern in der deutlich cooleren und auch persönlicheren Variante. Denn heute sind es vor allem selbst fotografierte Bilder, die man sich auf die Tapete drucken lässt - echte Unikate also, die dem Raum einen ganz individuellen Charme verleihen.

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Picture-perfect: Immer mehr Menschen entdecken das Fotografieren als Hobby für sich. Die rasante technische Entwicklung macht es dabei auch Amateuren möglich, richtig gute Fotos zu schießen. Und warum sollten diese im Fotoalbum oder auf der Festplatte versauern, wo sie niemand sieht? Stattdessen kann man sich sein schönstes Foto auf Tapete drucken lassen und so dem Wohn-, Schlaf- oder Jugendzimmer eine ganz persönliche Note geben.

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Unter Rosen gebettet: Es muss nicht immer eine ganze Wand sein. Auch kleinere Flächen lassen sich mit einer Fototapete kreativ und individuell gestalten und werden so zum absoluten Eyecatcher.

Kreativ werden: Nicht selbst geschossen, aber dafür selbst zusammengestellt ist diese Audrey-Hepburn-Collage, die aus verschiedenen Filmplakat-Motiven besteht und als Betthaupt mit Baldachin-Wirkung Eindruck macht.

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Teenie-Alternative: Früher war es der lebensgroße Bravo-Starschnitt, der in jedem zweiten Jugendzimmer zu finden war. Heute hängt man nicht mehr die Poster aus den Heften auf, sondern gleich die Cover selbst. Das sieht nicht nur cooler aus, sondern ist auch wesentlich kreativer. Funktioniert übrigens auch für Erwachsene mit Retro-Covern aus früheren Jahrzehnten.

Tätowierte Wände: Seit einiger Zeit haben Wandsticker und Wand-Tattoos deutsche Wohnungen erobert und es scheint als klebe sich jeder, der etwas auf sich hält, Tribals, verschnörkelte Blumen oder schlaue Sprüche an die Wand. Böse Zungen sprechen schon vom ’Arschgeweih für die Wohnung’, aber die Wand-Tattoos erfreuen sich nach wie vor großer Beliebtheit. Warum auch nicht? Es müssen ja nicht immer plakative Ornamente, Pflanzen oder Sinnsprüche sein. Dass es auch dezent, elegant und stilvoll geht, beweist dieses Foto.

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