Vom armseligen Bauernhaus zur stattlichen Residenz

Lisa Baumgarten – homify Lisa Baumgarten – homify
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Einen stummen Schrei nach Hilfe sandte ein ehemaliges Bauernhaus mit angrenzender Scheune in Stuttgart aus. Trostlos fristete es sein Dasein, bis die Experten der Hengstler GmbH es erhörten und sich seiner annahmen. Das Haus wurde vollständig entkernt und im Anschluss komplett von innen und außen saniert. Tragende Bauteile, die über die Jahre in Mitleidenschaft gezogen worden sind, wurden aufgearbeitet. Auf den folgenden Bildern könnt ihr die Verwandlung verfolgen.

Straßenansicht vorher

Angegraute Fassade, bröckelnder Putz, alte Dachziegel – dass dieses ehemalige Bauernhaus aus dem Jahre 1880 einer Komplettsanierung bedurfte, war auf den ersten Blick klar. Es wirkte trist und überholt, definitiv kein Gebäude, das man gerne anschaut oder gar betritt. Dies war auch äußerst ungünstig für das Gewerbe im Erdgeschoss. Es musste also dringend etwas passieren!

Straßenansicht nachher

Jetzt strahlt die Fassade in frischem Weiß, was sehr gut mit den braunen Fensterläden und den roten Ziegeln des neu gedeckten Daches harmoniert. Das gewerblich genutzte Erdgeschoss wird auf der Stirnseite des Hauses in Bezug auf Farbe und Material von der eigentlichen Fassade abgesetzt. Große Dachfenster lassen bereits von außen erahnen, dass der Innenraum lichtdurchflutet und einladend sein muss.

Hofansicht vorher

Die alte Hofseite des Hauses versetzte einen direkt zurück ins Mittelalter. Ein kleiner Anbau aus Backstein bekam im Laufe der Zeit noch einen weiteren, notdürftig zusammen geschusterten Anbau, den man wirklich nur als Bretterverschlag bezeichnen kann. Die bemoosten Schindeln, die morschen Fensterläden und Türen sowie die wettergegerbten Ziegel erinnerten eher an ein Hexenhäuschen als einen Wohnbereich.

Hofansicht nachher

Die angefügte Hütte musste im Zuge der Umbauarbeiten dann auch weichen, der eigentliche Anbau blieb aber erhalten. Er bekam ein modernes Flachdach und wurde an die restliche Fassade angepasst, sodass beide Gebäudeteile wie aus einem Guss wirken. Auch hier bekamen alle Fenster braune Läden, eine Hommage an den Stil des ursprünglichen Bauernhauses. Besonders schönes Detail ist die unverputzte Ecke, die den alten Stein erkennen lässt.

Spitzgiebel vorher

Vor der Sanierung war nicht daran zu denken, den Dachboden als Wohnfläche zu nutzen. Unverputzte Wände, lose Kabel und nur eine kleine Luke mit Brettertür als Fenster machten ihn unbewohnbar. Einzig ein paar alte Kartons und die Antenne fühlten sich hier einigermaßen wohl. Was für eine Verschwendung!

Spitzgiebel nachher

Sieht man sich den Raum nach der Renovierung an, wird noch deutlicher, welch Schande es war, den Bereich unter dem Dach so verwahrlosen zu lassen. Die Wände wurden verputzt und geweißt und die Luke wurde mit einer richtigen Scheibe versehen. Durch den Einsatz bodentiefer Dachfenster strömt viel Tageslicht ins Innere und der Raum wirkt hell und freundlich. Der knallrote Fußboden ist vielleicht nicht jedermanns Sache, unterstreicht aber zusätzlich das Potenzial dieses Zimmers. Welcher Fußboden für welchen Raum am besten geeignet ist, erfahrt ihr in unserem Ratgeber. 

Innenraum nachher

Nach der Renovierung überzeugen die Räume mit schlichter Ästhetik. Weiße Wände gesellen sich zum dunklen Holzboden, dessen Ton und Material auch in den Fensterrahmen aufgegriffen wird. Die erhalten gebliebene Balkenkonstruktion an der Decke zollt der Vergangenheit Tribut und zelebriert die Historie des alten Bauernhauses. Gekonnt wurden so Tradition und Modernität miteinander verknüpft. 

Was sagt ihr zur Verwandlung des alten Bauernhauses? Hinterlasst uns einen Kommentar!
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