Dank dieser Tricks helfen Kinder garantiert im Haushalt mit

Sabrina Werner Sabrina Werner
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Kinder, die faul auf der Couch rumhängen, stundenlang mit ihren Freunden chatten oder nach der Schule schnurstracks in ihrem Zimmer verschwinden, sind der Albtraum aller Eltern. Die nämlich bleiben an der Hausarbeit hängen, sitzen allein am Familientisch und haben das Gefühl, für ihre Kinder Ernährer statt Eltern zu sein. Doch wie lässt sich diesem Szenario vorbeugen und wie kann man erreichen, dass der Nachwuchs endlich (wieder) im Haushalt mithilft. Ganz klar, die Internetnutzung gehört eingeschränkt und das Verantwortungsbewusstsein muss geweckt werden. Beim gemeinsamen Kochen, Basteln und Werkeln kann die Familie ihren Gemeinschaftssinn wiederentdecken und Kinder bekommen Lust, sich mehr an Haushalt und Familie zu beteiligen. Verantwortung zu übernehmen will gelernt werden. Daher sollten schon Kinder feste Aufgaben bekommen, die sie regelmäßig durchführen.

1. Kinder am Kochen beteiligen

Küchenhängeschrank "Culinara": moderne Küche von Allnatura
Allnatura

Küchenhängeschrank Culinara

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Die Neugier von Kindern für Lebensmittel und ihre Zubereitung ist schon bei den Kleinsten gegeben. Zu gern tauchen sie ihre Finger in den Kuchenteig, zerquetschen Beeren in ihren Händen und hören gern, wie Salat oder Nüsse beim Zerkleinern knacken. Diese Neugier lässt sich von Anfang an nutzen. Sicher mag das Kochen länger dauern, wenn Kinder mit am Werk sind und das Ergebnis lange nicht so perfekt sein, wie es sich die Erwachsenen so vorgestellt haben. 

Dafür ist für Kinder, die von klein auf in der Küche dabei sein dürfen, das Kochen ein natürlicher Bestandteil des Alltags und sie wissen schnell zu schätzen, was auf den Familientisch kommt. Arbeiten in der Küche, die Kinder schon gut selbst durchführen können, sind zum Beispiel das Waschen von Obst und Gemüse, das Ausrollen von Teig, das Mischen einzelner Zutaten und das Würzen von Speisen. Größere Kinder können einfach Speisen, wie Pasta oder Pudding schon selbst zubereiten. Allerdings sollten sie nie am Herd allein gelassen werden. Sinnvoll für den Familienalltag ist es, die Verantwortung für das Essen zu verteilen, so dass jedes Familienmitglied mindestens ein Mal in der Woche dafür zuständig ist, was abends oder mittags auf den Tisch kommt. Mit dem Einkaufszettel in der Hand lernen Kinder auch gleich, was beim Einkaufen wichtig ist, wie sie sich am besten im Supermarkt zurechtfinden und wie der Umgang mit Geld gestaltet werden kann.

2. Gartenarbeiten für mehr Nähe zur Natur

Die Hände tief in die Erde stecken, sanft Wasser auf die Pflanzen rieseln lassen, barfuß über den Rasen laufen – all dies sind Erfahrungen, die ein Garten ermöglicht und somit die Nähe zur Natur stärkt. Einfache Gartenarbeiten, wie das Blumengießen oder das Laubharken können auch Kinder übernehmen. Noch mehr Spaß macht ihnen ein eigenes kleines Beet, in dem sie selbst etwas anpflanzen dürfen. Hierfür eignen sich schnell wachsende und pflegeleichte Gemüsesorten, wie Radieschen oder Möhren. Auch Kräuter wie Schnittlauch oder Petersilie sind für das Kinderbeet geeignet. Niedliche und funktionstüchtige Gartengeräte für Kinder und kleine, bunte Gießkannen machen das Gartenvergnügen perfekt. Wer keinen Garten hat, kann das Kind einfach in einem Topf auf der Fensterbank Kresse ziehen lassen. Hierbei sind schnell Ergebnisse sichtbar und selbst der langweiligste Salat wird damit zum Leckerbissen.

Wie ein Garten gestaltet werden kann, von dem die ganze Familie profitiert, weiß der Landschaftsgärtner.

3. Internetzugang einschränken, um Gemeinsames zu erleben

Tablet- Halter Limettengrün: moderne Arbeitszimmer von farbdoktor
farbdoktor

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Surfen im Internet – sei es bei Online-Games, dem Chatten mit der besten Freundin oder bei Recherchen für die Hausaufgaben – nimmt unheimlich viel Zeit in Anspruch. Wer den Computer einfach mal wegschließt, hat den Nachwuchs besser unter Kontrolle und mehr Zeit für gemeinsame Dinge. Wie wäre es zum Beispiel mit einer gemeinsamen Koch-Session? Oder mit einem Bibliotheksbesuch, bei dem mal ganz klassisch die Hausaufgaben per Fachbuch oder Lexikon gelöst werden? Die Internetnutzung lässt sich einerseits hinsichtlich der genutzen Webseiten, andererseits hinsichtlich der Zeit und Dauer beschränken. Eine gewissen Routine im Alltag, die feste Zeiten für Mahlzeiten, die Hausaufgaben, das gemeinsame Lesern und vieles mehr vorsieht, schränkt die Internetnutzung zusätzlich ein und sorgt dafür, dass Kinder automatisch lernen, selbst ihren Alltag zu strukturieren. Das hilft ihnen nicht nur, solange sie bei den Eltern wohnen, sondern auch nach dem Auszug.

4. Einfach selbermachen: DIY-Projekte für Kinder

Kinder lieben es, Dinge selbst herzustellen. Damit sie sich produktiver am Familienleben beteiligen, können sie eigene DIY-Projekte in Angriff nehmen. Das können ganz einfache Dinge, wie ein Türschild für das Kinderzimmer oder ein bunt angestrichenes Vogelhaus sein. Kinder können aber auch schon in jungen Jahren eine große Hilfe bei umfangreicheren Projekten sein. Was sie selbst fertigstellen, macht sie stolz und fördert neben den handwerklichen Fähigkeiten das Selbstbewusstsein. Die Kleinsten können beispielsweise alte Schuhkartons bunt bekleben oder anmalen. Darin können dann Kleinigkeiten aus dem Kinderzimmer aufbewahrt werden. Ein Schuhkarton, der ein großes rotes Auto auf dem Deckel hat kann für die Mini-Autos zur Werkstatt werden, selbst gesammelte und mit Fischen bemalte Steine finden in einem Schuhkarton, der wie ein Aquarium gestaltet wurde Platz oder ein mit Stoff ausgelegter Schuhkarton wird zum Puppenbett. Ab dem Grundschulalter können Kinder unter Aufsicht bereits erste Holzarbeiten durchführen und die witzigsten Objekte selbst fertigen. Wichtig hierbei ist, die Kinder nie mit ihren Projekten “im Regen stehen” zu lassen, sondern sie immer zu begleiten und zu beraten. Vieles wollen sie selbst herausfinden, aber eine sanfte Anleitung und viel Geduld der Eltern helfen Kindern oft, Angefangenes auch bis zum Ende durchzuziehen.

5. Aufgabenverteilung: Ein Raum für jeden

Staging einer Villa zum Verkauf: klassische Kinderzimmer von Home Staging Gabriela Überla
Home Staging Gabriela Überla

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Home Staging Gabriela Überla

Kinder lernen schnell, die Verantwortung im Haushalt mit zu übernehmen, wenn sie in die Aufgabenverteilung eingebunden werden. Ein Putzplan für die ganze Familie kann helfen, alle am Haushalt zu beteiligen und das Haus dauerhaft in Ordnung zu halten. Hierbei kann einfach jeder für einen Raum die Verantwortung übernehmen. So ist das Kind in der einen Woche für Sauberkeit und Ordnung im Bad, in einer anderen Woche für die Küche, in einer weiteren Woche für das Wohnzimmer verantwortlich. Für seinen eigenen Bereich bleibt dabei jeder selbst zuständig, das Kind wäre also immer für sein Kinderzimmer und einen weiteren Raum zuständig, die Eltern für ihr Schlafzimmer und einen anderen Raum. Damit bleibt der Großteil der Hausarbeit im Verantwortungsbereich der Eltern, Kinder lernen aber alles, was für die Führung eines Haushalts im Hinblick auf die Reinigung wichtig ist. Die ersten Durchgänge sollte das Kind hierbei allerdings nicht allein bestreiten müssen. Selbst bei einfachen Arbeiten, wie dem Abwaschen, gibt es bestimmte Abläufe, die gelernt werden wollen. Kindern fällt die Hausarbeit zudem einfacher, wenn sie bei der Gestaltung des Putzplanes einbezogen werden und ihre eigenen Pläne und Aufgaben hierbei eine Rolle spielen. So sollte in einer Woche, in der die gefürchtete Mathe-Arbeit auf dem Plan steht, vielleicht die Wahl eines Lieblingsraumes erlaubt sein.

6. Die Verantwortung für eine bestimmte Aufgabe übergeben

Einzug in den Schildkrötengarten:   von Kersten Gartenprojekte GmbH
Kersten Gartenprojekte GmbH

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Kinder können auch mit festen Aufgaben an der Hausarbeit beteiligt werden. Das beste Beispiel hierfür sind eigene Haustiere. Wenn ein Kind den Wunsch hat, ein eigenes Haustier zu halten, muss es dafür auch die Verantwortung übernehmen. Verantwortungsbewusstsein kann man nicht von einem Tag auf den anderen entwickeln. Von Kindern von heute auf morgen zu verlangen, die Verantwortung für komplexe Aufgaben selbst zu tragen, wäre unfair und ist von Anfang an zum Scheitern verurteilt. Wichtig ist, ihnen Aufgaben zu geben, die sie regelmäßig ausführen müssen, deren Ablauf klar ist und deren Nichtdurchführung Konsequenzen hat. Sollen Kinder sich also um ein Haustier kümmern, könnte eine Aufgabe sein, das Tier ein Mal am Tag zu füttern. Eine Konsequenz für die Nichterfüllung wäre, das eigene Abendbrot von der Mahlzeit für das Tier abhängig zu machen. Mit dem Abendbrot müssen Kinder dann warten, bis sie dem Tier ihr Futter gegeben haben. Sicher kaut das Kaninchen dann ebenso schnell zufrieden am Salat, wie der Sprössling auf seinem Käsebrot.

Wie eine Wohnung gestaltet werden kann, in der sich Kinder und Eltern wohl fühlen, zeigt dieses Ideenbuch.

Welche Aufgaben übernehmen eure Kinder im Haushalt?
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