Villa auf Wolke 7

Sabine Neumann Sabine Neumann
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Die Herausforderung beim Bau dieser modernen Villa in Hohenlohe war in erster Linie der prägnante Standort auf einem kleinen Bergrücken mit fantastischem Fernblick nach Norden. Um dieser besonderen Situation Rechnung zu tragen, wurde der Kubus des Haupthauses rundum mit rahmenlosen Fensterscheiben verglast. So konnte sowohl der Aussichtslage als auch dem Wunsch nach Wohnen in völligem Einklang mit der Natur entsprochen werden. Der Entwurf von Philipp Architekten erhielt 2014 die renommierte Hugo-Häring-Auszeichnung, die seit 1969 vom Bund Deutscher Architekten BDA verliehen wird. Wir nehmen euch mit auf einen kleinen Rundgang durch das preisgekrönte Meisterwerk.

Maximaler Minimalismus

Der Entwurf des Hauses ist von reduziertem Purismus geprägt. Die asketische Architektur wird von wenigen, handverlesenen Materialien wie hellgrauem spanischem Sandstein, Ryter- beziehungsweise Eichenholz und weißem Putz bestimmt. Dieser Purismus zieht sich bis in die Gestaltung des Gartens, wo weiße Sichtbetonmauern schlichte, rechteckige Rasenflächen umfassen und terrassieren. Nur am Eingang steht ein alter, windschiefer Birnbaum mitten auf dem Rasen und verleiht der reduzierten Erscheinung Persönlichkeit und Charakter.

Schwebeeffekt

Von etwas weiter weg betrachtet, entsteht die Illusion eines schwebenden Obergeschosses, welches weit über das komplett verglaste Erdgeschoss auskragt. Die Villa scheint die Natur ihrer Umgebung in sich aufzunehmen und passt sich ihr harmonisch und nahtlos an.

Rundum-Verglasung

Auf diesem Foto wird noch einmal die Rundum-Verglasung des Erdgeschosses deutlich, welche dem Wunsch der Bauherren nach Wohnen in völligem Einklang mit der Natur entspricht. Die großen Glasflächen schaffen eine nahtlose Verbindung zwischen Innen- und Außenraum und integrieren die Umgebung ins Wohnkonzept. Darüber hinaus sorgen sie für atemberaubende Blickbezüge und fluten das Innere des Hauses mit natürlichem Licht.

Holzkubus im Glaskasten

Im glaskastenartigen Erdgeschoss bildet ein komplett mit Rysterholz verkleideter Kubus den zentralen Mittelpunkt. Dieser enthält Küche und Treppenhaus und bildet zugleich das statische Rückgrat für den darauf liegenden Dachgeschossriegel.

Aussicht im Fokus

Natürlich wollen wir euch auch den atemberaubenden Ausblick nicht vorenthalten, den man vom Wohnraum aus auf die malerische Umgebung hat. Hier sehen wir den offenen Essbereich, der vom Stil her den reduzierten Purismus der Fassade fortführt und mit einer klaren Linienführung, hochwertigen Materialien und einer handverlesenen Einrichtung punktet. Durch den Verzicht auf übermäßig viele Accessoires und Möbel wird die eigentliche Protagonistin, die fantastische Aussicht, gebührend in Szene gesetzt.

Praktisch und funktional

Zum Schluss noch ein Blick in das Obergeschoss des 313 m² großen Hauses, das sich ein wenig geschlossener und intimer präsentiert als das gläserne Erdgeschoss. Es ist von einem über die gesamte Hausbreite verlaufenden Spieleflur geprägt, der über einen fast 15 Meter langen Einbauschrank verfügt und jede Menge Stauraum bietet für alles, was eine große Familie benötigt. Eine weitere praktische Einrichtung des Hauses ist die sogenannte Schmutzschleuse, der Familieneingang, der parallel zum Haupteingang angeordnet ist. Hier hat jedes Kind einen eigenen Spind, in dem Schuhe, Jacken und Taschen verschwinden, bevor der Wohnraum betreten wird. Ein großes Waschbecken sorgt zusätzlich dafür, dass der gröbste Schmutz draußen bleibt: Purismus in der familienfreundlichen Version.

Wir sind neugierig: Entspricht diese moderne Villa auch eurer ganz persönlichen Vorstellung von einem Traumhaus?
VIO 302 - Terrasse:  Terrasse von FingerHaus GmbH

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