Die Wohn-Illusion

Sophie Pussehl Sophie Pussehl
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Spiegelungen im Alltag, wie oft nehmen wir sie wahr? Nehmen wir sie überhaupt wahr? Wenn überhaupt, so scheint die Wahrnehmung eher unbewusst stattzufinden. Im IQube House gehört Reflexion allerdings zum Tagesgeschehen dazu. Das von Innenarchitekt und Raumgestalter Adam Dezember – vom Studio ArchiPunktura – entworfene Haus basiert auf einer Spiegelung, was ihn dazu veranlasste, mit reflektierenden Elementen auch im Inneren des Hauses zu spielen.

Ermöglicht wurde dies durch den Einsatz unterschiedlicher Materialien sowie einer einfachen Form der Raumgestaltung. Dabei trifft Funktionalität auf höchsten Komfort, Zurückhaltung auf Extravaganz und das stets in einem modernen Gebilde. Lasst euch überraschen!

Klare Formen

Das IQube House präsentiert sich uns in einfachen, transparenten Strukturen. Für den Aufbau charakteristisch ist die Symmetrieachse des Hauses, die von außen aus betrachtet eine harmonische Fassade entstehen lässt. Das Wohnhaus glänzt durch seine klare Form, die durch eine starke vertikale und horizontale Gliederung beherrscht wird. Die Voraussetzung des Bauprojektes war, einen direkten Kontakt des Inneren des Hauses mit dem Garten zu schaffen. Durch die besondere Bauweise, die luftigen Strukturen und den Einsatz von Glas sowie besonderen Materialien wurde dies ermöglicht. Dabei ist das Untergeschoss des Wohnhauses der Küche sowie dem Wohnzimmer mit angrenzender Freiterrasse vorbehalten, während das Obergeschoss für Ruhe und Entspannung vorgesehen ist.

Küche auf Hochglanz

Die Spiegelung erreicht in der Küche ihre Höchstform und gleicht nahezu einer Illusion. Die metallic-glänzende Fassade der Schrankwand sowie die gegenüberliegende Arbeitsfläche stehen in einem spannungsvollem Spiel aus Reflektion. Schwarz verstärkt diesen Eindruck dramatisch. Sogar die cremefarbenen, hochpolierten Fliesen reihen sich darin ein. Eine dezent eingesetzte Umrahmung aus Holz sorgt dabei für Ruhepunkte.

Offener Wohnraum

Von der Küche aus ist der Wohnraum unmittelbar begehbar. Gefüllt wird dieser durch eine L-förmige Sitzlandschaft mit direktem Blick auf den Kamin. Die milchig-gläserne Oberfläche des Couch-Tisches sorgt dabei für Refkletion. Die punktuelle Anordung der Deckenleuchten orientiert sich an der linearen Führung von Sofa und Essecke, wodurch die einzelnen Schwerpunkte des Raumes ebenfalls widergespiegelt werden. 

Neben hochglänzenden Materialien wurde bei der Inneneinrichtung auf Holz für den Fussboden und die Sitzecke gesetzt. Es hat eine beruhigende Ausstrahlung und geht eine harmonische Wirkung mit den reflektierenden Materialien ein. Ebenso holt es ein Stück Natur von außen ins Innere des Hauses und unterstützt damit das Baukonzept.

Transparenter Aufstieg

Vom Wohnraum aus führt die seitlich, hinter einer halboffenen Wand gelegene Treppe ins obere Geschoss. Durch den Einsatz von Holzstufen wird das Material erneut aufgegriffen. Im Kontrast dazu steht das transparente Geländer aus Glas, das für reflektierende Momente des Innenraumes sorgt und aus diesem Winkel ebenso einen indirekten Blick nach Außen verschafft.

Entspannungszone

Die Schlafzonen des Hauses sind dem Obergeschoss vorbehalten. Neben den Kinderzimmern befindet sich hier auch das elterliche Schlafzimmer, welches sich im modernem Stil mit luxuriösem Flair zeigt. Das Bett ist mit einer Wandvorrichtung verbunden und durch die Anordnung beim Betreten des Raumes nicht sofort ersichtlich, was für eine verstärkte Privatssphäre sorgt. Durch den Einsatz von eingefassten Deckenleuchten wird oberhalb des Kopfendes für indirektes Licht sowie eine gemütliche Innenraumbeleuchtung gesorgt. In die Vorrichtung eingefasst ist ebenso ein Spiegel, der die gegenüberliegenden Raumelemente reflektiert und den Raum optisch vergrößert. Für Behaglichkeit sorgt ein einheitlich gestaltetes Raumkonzept. Dafür wurden hochwertige Materialien verwendet. Die Wandfarbe, die gemusterte Tapete sowie die Tagesdecke wurden in einem einheitlichen Fliederton gehalten, der sich beruhigend gibt. So ist erholsames Schlafen garantiert. Und wer sich von den im Wind seicht neigenden Bäumen in den Schlaf sinken lassen möchte, dem sei dies durch das Öffnen der Jalousien ermöglicht.

Neben dem Schlafzimmern gibt es den vielseits wahrgewordenen Traum eines separaten Ankleidezimmers sowie einen Massageraum, der weitere Erholungsmomente garantiert. Das Obergeschoss des Hauses ist damit eine absolute Entspannungszone!

Badezimmer mit Akzent

Ebenfalls auf der oberen Etage befindet sich das Badezimmer in einem schlichten, eleganten Stil. Dominiert wird es durch mattes Grau an Fussboden und Wände. Blickfang bildet die ovalförmig, freistehende Badewanne in Weiß. Der Eingang zur Dusche wird durch eine gläserne Front kenntlich gemacht, die gleichermaßen für Transparenz sorgt. Farblicher Akzent wird durch die Badekommode gesetzt. Während Holz zuvor als dezentes Material eingesetzt worden ist, zeigt sich dieses Verhältnis hier umgekehrt. So trifft es in lasierter und dadurch reflektierender Form auf ein stilles Raumkonzept. Clou auch ist die Anbringung des Spiegels parallel zum Fenster, die eine Spiegelung auf Fensterhöhe ergibt. 

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