Die besten Techniken, um die 9 geläufigsten Bodenbeläge zu reinigen

Sabrina Werner Sabrina Werner
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Der Bodenbelag verleiht einem Raum seinen Charakter. Die Varianten sind hierbei unzählig. Angefangen bei gemütlichen Naturmaterialien, wie Holz oder Naturstein, bis hin zu strapazierfähigen und pflegeleichten Fliesen in allen Formen und Farben ist alles möglich. Damit der Bodenbelag, ist er erst einmal gewählt, lange schön bleibt, braucht er die richtige Pflege. Die meisten Böden sind recht anspruchslos. Fehler bei der Reinigung verzeihen sie allerdings nicht so schnell. Es kommt bei jedem Boden ganz einfach darauf an, ein paar Grundsätze zu beachten und ihn nach seinen Eigenheiten zu behandeln.

Laminat und Holzböden richtig reinigen

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Bei allen Holzböden  - auch Laminat – gilt als Grundsatz: Möglichst nur nebelfeucht reinigen. Laminat und Parkett bleiben am längsten gut erhalten, wenn sie regelmäßig von Staub und Schmutz befreit werden. Partikel, wie Sand, die der Oberfläche mechanisch schaden können, sollten sofort weggesaugt werden. Flecken von beispielsweise Rotwein oder Kaffee sollten ebenfalls sofort, wenn sie auftreten, weggewischt werden. Steht eine feuchte Reinigung an, sollte das Wasser hierfür lauwarm sein. Ein Trick, um ein Tuch nebelfeucht zu bekommen, ist das Herumwickeln eines anderen, trockenen Tuches. Dieses nimmt Feuchtigkeit auf und das Wischtuch bleibt dennoch feucht genug, um Staub zu entfernen. Während beim Echtholzboden ausschließlich spezielle Reiniger hierfür verwendet werden sollten, kann Laminat einfach mit einem milden Allzweckreiniger gewischt werden.

Echtes Parkett reinigen

Echtes Parkett leidet am meisten unter mechanischen Beschädigungen. Daher gilt es, Staub und Sand regelmäßig zu entfernen. Am besten wird Schmutz, der von draußen hereingebracht wird, einfach mit einem Besen weggefegt. Ein Mopp entfernt schnell und schonend den Staub auf dem Parkett. Ist doch einmal die Feuchtreinigung nötig, sollte der Lappen hierfür nur nebelfeucht sein. Parkett, das nicht mit Lack versiegelt wurde, muss regelmäßig mit Holzwachs oder Hartöl gepflegt werden. Flecken sollten gar nicht erst die Chance bekommen ins Holz einzudringen zu können, sondern sofort weggewischt werden. Beim Wischen sind im Normalfall keine speziellen Reinigungsmittel nötig. Sauberes, lauwarmes Wasser reicht hierfür aus. Ansonsten gibt es Spezialreiniger, die für das Parkett geeignet sind. Bei ihrer Wahl ist zu beachten, ob sie sich für gewachste, geölte oder lackierte Holzböden eignen.

Kleine Fliesen reinigen

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Fliesen, ob groß oder klein, gehören zu den pflegeleichtesten Bodenbelägen und werden nicht nur in Nassbereichen wie Bad und Küche gern verwendet. Am wichtigsten ist, dass sie von einem fachkundigen Fliesenleger verlegt werden. Diese kann auch Tipps für die Erstreinigung und zum jeweiligen Material geben. Am besten und umweltfreundlichsten werden Fliesen sauber, wenn sie regelmäßig mit einem neutralen Allzweckreiniger, der so gering wie möglich dosiert wird, gewischt werden. Böden, die mit kleinen Fliesen gestaltet sind, haben viele Fugen. Sollten diese nach dem normalen Wischen grau oder schmutzig wirken, können sie einfach mit einer sanften Bürste gereinigt werden.

Dunkle Fliesen reinigen

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Sehr dunkle Fliesenböden, die aus poliertem Feinsteinzeug oder unglasierten, nicht oberflächenvergütenten Keramikfliesen bestehen, profitieren von einer Imprägnierung. So können keine Flecken auf das Material einwirken und die Fliesen sind leichter und effektiver zu reinigen. Die meisten Verunreinigungen verschwinden auch auf dunklen Fliesen schon mit dem Wischen mit warmem Wasser. Ansonsten wird bei hellen, hartnäckigen Flecken Essigreiniger und die Reinigung mit einer Bürste empfohlen.

Helle Fliesen reinigen

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Helle Fliesen profitieren, ebenso wie besonders dunkle Fliesen, von einer Imprägnierung, die vor dem Eindringen von Flecken ins Material schützt. Sehen die Fliesen dann doch einmal schmutzig oder vergilbt aus, hilft eine Intensivreinigung mit einem speziellen Feinsteinzeugreiniger. Ein solcher Intensivreiniger wird nach Angaben des Herstellers mit Wasser verdünnt und mit einem Lappen aufgetragen. Besonders wichtig ist, sich hierbei an die Einwirkzeit zu halten. Gut wirken kann der Intensivreiniger nur dann, wenn er die Zeit hierfür bekommt. Im Anschluss werden die Fliesen mit einem Schrubber gründlich geschrubbt und anschließend mehrfach mit sauberem Wasser nachgewischt. Nach einer solchen Intensivreinigung ist eine erneute Imprägnierung empfehlenswert.

Große Steinböden reinigen

Böden mit großen Fliesen sind besonders pflegeleicht. Der Schrubber gleitet im Handumdrehen darüber und die wenigen Fugen sind auch weniger anfällig für Schmutz. In der Regel ist auch bei großen Fliesen lediglich die Reinigung mit Wasser und einem Neutralreiniger notwendig, damit sie lange schön bleiben.

Betonböden reinigen

Betonböden sind unempfindlich und robust – das macht sie nicht nur im Außenbereich zu beliebten Bodenbelägen. Im Innenbereich profitieren Betonböden von den vielen Einsatz- und Gestaltungsmöglichkeiten. Gereinigt werden Betonböden im Alltag ganz einfach – mit dem Besen oder Staubsauger und einem milden Neutralreiniger. Betonböden, die nicht poliert und versiegelt wurden, haben offene Poren. Hierbei ist besonders wichtig, dass auf scharfe Reinigungsmittel und Zusätze, die in den Poren Spuren hinterlassen, verzichtet wird. Zudem sollte der verwendete Besen weiche Bürsten und der Staubsauger immer mit einem Bürstenaufsatz verwendet werden, um das Material nicht mechanisch zu beschädigen.

Natursteinböden reinigen

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Natursteinböden müssen von Anfang an richtig behandelt werden. Schon vor der Erstreinigung sollte daher ein Experte nach den Eigenschaften des jeweiligen Natursteines befragt werden. Säure-unempfindliche Natursteine können mit einem Reiniger auf Säurebasis gereinigt werden. Säureempfindliche Natursteine dagegen dürfen nur mit einem alkalischen Reiniger gesäubert werden. Eine Imprägnierung schützt den Naturstein vor den Einwirkungen von Schmutz und Feuchtigkeit. Die normale Reinigung im Alltag sollte so sanft wie möglich mit ph-neutralem Reiniger ausfallen.

In die Welt der Natursteine könnt ihr in unserem Beitrag Naturstein – faszinierend und vielseitig tiefer eintauchen. 

Mineralische Böden pflegen und reinigen

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Fugenlose  mineralische Böden und Wände

Spachtelböden im Innenbereich – Betonoptik

Fugenlose mineralische Böden und Wände

Mineralische Böden bestehen aus mineralischen Rohmaterialien, wie zum Beispiel Quarzsand. Sie sind ausgesprochen umweltfreundlich, pflegeleicht und robust. Das mineralische Material wird vom Fachmann als Spachtelmasse fugenlos aufgetragen. Die Reinigung ist denkbar einfach. Um Beschädigungen der Beschichtung zu vermeiden, wird grobkörniger Schmutz, wie Sand, sofort entfernt. Der Boden wird ansonsten ab und zu mit sauberem Wasser und einem Mikrofasertuch gereinigt. Reinigungsmittel mit Glanzmittelzusätzen, alkalische oder ätzende Produkte sind ebenso tabu, wie Reiniger, die Lösungsmittel oder Alkohol enthalten.

Welche Tipps habt ihr für die Reinigung spezieller Böden?
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