Hausboote – Träume auf Pontons

Annika Freese Annika Freese
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Innenarchitektin Heidi Schulz baut mit ihren Seemobilen Fantasien auf Pontons. Pontons sind Schwimmkörper, und genau die sind letzten Endes das Geheimnis der beweglichen Traumhäuser auf dem Wasser. Und wer wäre nicht gern der Kapitän in seinem eigenen Haus, das sich problemlos auf dem Wasser mit einem an jeden Ort bewegt, an dem man eben gerade sein will oder muss? Wir haben mit Heidi Schulz gesprochen, die übrigens bald ihr eigenes Hausboot bezieht, und uns den Traum vom schwimmenden Häuschen etwas näher erklären lassen.

Liegeplatz am Steg

Die Ursprünge der Idee, moderne, schwimmende Häuser zu bauen, sind naheliegend: Stetig steigende Mietpreise, höhere Anforderungen an individuelle Mobilität und Flexibilität, dazu der Wunsch nach persönlichem Stil in den eigenen vier Wänden und wenn man dann auch noch – wie Heidi Schulz -  eine (Zitat) Wasserratte ist, landet man ganz schnell beim eigenen Hausboot.

Badeinsel

Doch was sind die Rahmenbedingungen? Was benötigt man, um den kühnen Plan auch wahr werden zu lassen? 

Grundsätzlich sind der Fantasie dabei kaum Grenzen gesetzt. Damit man in seinem schwimmenden Haus auch tatsächlich wohnen kann, muss man über einen Liegeplatz auf einem Gewässer verfügen. Das Gewicht der Konstruktion darf neun Tonnen nicht überschreiten – das ist die Traglast, die die Pontons schaffen können.

Daneben plant und konstruiert die Architektin jedes Hausboot nach individuellen Kundenwünschen. Insofern sind natürlich auch der Funktion des schwimmenden Gebäudes kaum Grenzen gesetzt. Hier sehen wir den Entwurf einer schwimmenden Badeinsel, die gleichzeitig Platz zum Sonnen und Ruhefläche im Schatten bereithält.

Hausbootsiedlung

Die Hausboote schwimmen zwar grundsätzlich alle, ihre faktische Beweglichkeit bleibt jedoch letztlich ebenso wie Design und Nutzung den Eigentümerwünschen überlassen. Denkbar ist beispielsweise wie hier die Fixierung an einem Steg und der Zusammenbau mehrerer Hausboote. So schwimmt einem nichts davon und man kommt immer sicher an Land zurück.

Aber was ist denn der Vorteil eines Hausbootes gegenüber einer Yacht? Neben dem Preis, der bei vergleichbaren Privatyacht um ein Vielfaches höher liegt, ist das individuelle Design, die intensive Zusammenarbeit zwischen Architektin und Kunde, einer der entscheidenden Vorteile des Hausbootes. Denn auch wenn man damit stets beweglich ist – so ein Hausboot ist am Ende eben doch mehr ein Haus als ein Boot.

Hausboot-Grundriss

Hier zeigt sich, was für ein Raumwunder so ein Hausboot sein kann: zwei Schlafzimmer, Küche, Bad, ein geräumiger Wohnbereich und eine Terrasse, die einmal um das komplette Haus herum geht – was braucht man mehr? Sonderwünsche lassen sich im allgemeinen problemlos in die Hausbootkonstruktionen integrieren. Hausbootzweigeschosser oder lieber riesige Glasfronten oder mehr Grundfläche oder einfach alles auf einmal? Da das Boot wie viele Massivhäuser auch in Modulbauweise zusammengesetzt wird, sind Größe und Höhe individuell veränderbar.

Schwimmende Cocktailbar

In so einem schwimmenden Häuschen kann man ja nicht nur wohnen – auch allerlei andere tolle Sachen lassen sich darin anstellen! So hat Heidi Schulz hier beispielsweise ein Modell kreiert, in dem man eine Cocktailbar oder andere Geschäftsräume installieren kann: Unten wird gemixt und auf dem Dach wird getrunken. Wichtiges Detail: Der ansonsten meist vorhandene Umlauf, also die Möglichkeit, das Gebäude von außen zu umlaufen, fehlt hier! Auf diese Weise kann man nicht so schnell über Bord gehen, auch wenn man mal ein Gläschen zuviel an der Bar genommen hat.

VIO 302 - Terrasse:  Terrasse von FingerHaus GmbH

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