moderne Esszimmer von Concept Eight Architects

6 gute Gründe für Bungalows

Simone Orlik Simone Orlik
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Ihr seid in der Planungsphase eines Neubaus? Dann habt Ihr Euch vielleicht schon einmal die Frage gestellt, ob für Euch ein Bungalow oder ein mehrgeschössiger Bau in Frage kommt – natürlich nur, sofern es die Grundstücksgröße hergibt. Bei einer solchen Entscheidung sind verschiedene Aspekte zu berücksichtigen, einige davon wollen wir Euch heute vorstellen. Denn in einem Bungalow zu leben, ist wirklich etwas anderes als in einer Dachgeschosswohnung in der Stadt oder einer Stadtvilla mit mehreren Etagen. Einige davon sind richtig gut!

1. Leben auf ebenerdigem Raum

Wir brauchen keine Architektur zu studieren, um zu wissen, worin der entscheidende Unterschied zwischen einem mehrstöckigen Gebäude und einem Bungalow liegt. Im Bungalow wohnen wir komplett ebenerdig und haben – bis auf einige wenige Stufen – keine Höhenunterschiede zu bewältigen. Das führt zu kurzen Entfernungen zwischen den verschiedenen Räumen, die natürlich eine komplett andere Struktur brauchen. Während wir im Mehrfamilienhaus mit zwei Etagen meistens unten den Wohnbereich mit Küche planen und oben die Schlafzimmer angelegt sind, findet im Bungalow alles zentraler statt. Dann ist eine gute Vorab-Planung notwendig, um neben dem Wohnraum dennoch beruhigte Wohnbereiche zu schaffen. 

Höhenunterschiede machen uns keine Probleme, wenn wir jung sind und gut Treppensteigen können. Aber sobald wir Einschränkungen in der Mobilität haben, müssen wir über alternative Möglichkeiten wie einen kleinen Treppenlift im Haus nachdenken – oder im schlimmsten Fall einen Umzug, wenn die höheren Etagen nicht mehr erreicht werden können. Aber auch für Kinder bietet ein Bungalow Vorteile. Denn die Kleinsten unter uns haben am Anfang des Lebens Probleme mit dem Treppensteigen und Treppen bergen an sich ein Sicherheitsrisiko. Das lässt sich mit einem Bungalow bequem umgehen. 

2. Den Garten direkt vor der Nase

Menschen, die in Bungalows leben, lieben die Tatsache, dass sie den eigenen Garten so nah wie möglich an allen Räumen haben  und zwar nicht nur am eigentlichen Wohnraum. Balkone fallen weg und im besten Fall lassen sich auch von den Schlafzimmern aus schöne private Terrassenbereiche einrichten. So schaffen wir uns einen Wohnraum, der sich nahtlos von Innen nach Außen öffnen lässt, sofern es das Klima und die Temperaturen zulassen. 

3. Wer liebt schon Treppensteigen…

Diejenigen von uns, die Treppensteigen als Art Workout betrachten, mögen ihren Frieden mit den Treppen gefunden haben. Aber sind wir einmal ehrlich: Wie wäre es nach Hause zu kommen und keine riesigen Treppen steigen zu müssen. Und wie wäre es, wenn die schwere gebügelte Wäsche nur von einem ebenerdigen Raum in den nächsten getragen werden müsste. Das hat schon einiges an Charme, finden wir. Einzige Ausnahme, was das Treppensteigen angeht: Manchmal müssen wir einige wenige Stufen bis zur Eingangstür bewältigen. 

4. Kein Problem mit Höhenunterschieden

Schauen wir einmal weg von einem klassischen Einfamilienhaus mit zwei Stockwerken und betrachten das Leben in einer älteren Stadtwohnung ohne Aufzug, die im vierten Stock liegt. Dann werden die Einkäufe und Wasserkisten, die hochgetragen werden müssen, schon einmal schwer, oder? 

Manche von uns halten eine Treppe für ein schönes Gestaltungselement im Haus, das viel mehr ist als nur praktisch zu sein. Und dem müssen wir auch zustimmen. Heutige Treppendesigns sind zunehmend spektakulärer. Trotzdem müssen auch moderne Treppen so gebaut werden, dass sie absolut sicher sind – inklusive Handlauf und weiteren Details. Das ist aufwendig und kostet Geld.

5. Frei zugänglich und kostengünstig

Bungalows sind nicht nur barrierefrei, sondern können aufrund ihrer Bauweise durchaus günstiger sein als mehrgeschossige Häuser. Denn Treppen und mögliche Aufzüge im Haus sind weitere Kostenpunkte, die einzuplanen sind. Befindet sich dann auch noch die Treppe in einem eigenen Treppenhaus, braucht das Gebäude im Vergleich zusätzliche Quadratmeter, die Kosten verursachen. Auch andere Elemente wie beispielwiese das Dach sind alleine durch die Höhe einfacher zu bauen, denn hohe, aufwendige Gerüste sind in aller Regel nicht nötig. 

6. Der Bungalow – ein sicherer Ort zu wohnen

Zum Schluss wollen wir noch einmal auf das Thema Sicherheit eingehen. Denn das scheint uns einer der wichtigen Aspekte im Rahmen der Bauplanung zu sein. Viele von uns scheuen sich vor Bungalows auch wegen möglicher Überfälle und Diebstähle. Die Wahrheit ist, dass es keine aufschlussreichen Studien darüber gibt, dass wir in einem Bungalow weniger sicher wohnen als in einem mehrgeschossigen Haus. Ganz im Gegensatz: Bungalows scheinen nicht auffälliger zu sein als das standardmäßige Einfamilienhaus. Während es so scheint, als ob man mehr den Übergriffen ausgesetzt wäre, hängt die eigentliche Sicherheit stark vom Eigentümer ab. Denn der kann sich mit Bewegungsmeldern, Fenster-Verriegelungen, Rollos oder einem Haustier ebenso vor Überfällen schützen. 

Bungalow: Ja oder nein?
VIO 302 - Schöner Wohnen, schöner Sparen:  Terrasse von FingerHaus GmbH

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