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Innenarchitektur für Anfänger – denke wie ein Profi!

Janin Istenits Janin Istenits
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Menschen & Räume – das sind die wichtigsten Konstanten bei der Arbeit eines Innenarchitekten. Dieser ist Experte für die Gestaltung von Räumen und seine wichtigsten Werkzeuge bei der Arbeit sind Licht, Formen, Farben und Materialien, die im jeweiligen Raum vorhanden sind. Klar, Innenarchitekten sind ziemlich kreative Köpfe. Zudem müssen sie aber technisch absolut fit sowie Liebhaber akribischer Planung sein. 

Im Gegensatz zum Architekten widmet sich der Innenarchitekt den kleineren Elementen im Haus, nämlich den Veränderungen innerhalb eines bereits bestehenden Gebäudes. Seit den 70er Jahren wird die wichtige Tätigkeit des Innenarchitekten auch als selbstständiger Beruf angesehen. Und seitdem ist der Tätigkeitsbereich auch immer komplexer und interessanter geworden. 

Zeichnen, Farbenlehre, Kunstgeschichte und Co. – Was gehört alles zur ausführlichen Lehre der Innenarchitektur dazu? Wir verraten es euch, mit unserem Schritt-für-Schritt-Ratgeber zum Thema Innenarchitektur. 

Was ist Innenarchitektur?

Oftmals ist an Hochschulen und Universitäten eine Eignungsprüfung nötig, um mit der Ausbildung zum Innenarchitekten beginnen zu können. Dabei variieren diese Aufnahmeprüfungen von Institution zu Institution und im Grunde genommen unterscheiden sich die beiden Fachbereiche Architektur und Innenarchitektur in den ersten anderthalb Jahren so gut wie nicht.  Wichtig ist es oftmals, dass zukünftige Studenten der Innenarchitektur bereits ein wenig vertraut mit dem Thema sind. Daher verlangen viele Hochschulen vor Antritt des Studiums ein verpflichtendes Vorpraktikum. Das ist eine hervorragende Voraussetzung, denn so finden bereits viele Interessierte im Vorfeld heraus, ob die Ausbildung wirklich für sie geeignet ist oder nicht.  

In welchen Bereichen die Studenten später tätig werden wollen, entscheidet sich dann im Verlaufe des Studiums. Dieses kann entsprechend der Bachelor- und Masterstudiengänge 3, beziehungsweise 5 Jahre dauern. Empfehlenswert ist es natürlich, auch während des Studiums durch Werkstudententätigkeiten oder Praktika Berufserfahrungen zu sammeln. Denn so wird auch nach und nach klar, welcher Bereich sich am ehesten für den späteren Beruf eignet. Privathäuser? Büroplanung? Lichtgestaltung? Oder Messedesign? Es gibt viele verschiedene Spezialisierungen, die später für ein spannendes Arbeitsleben sorgen können.

Wie kann ich das Ambiente in jedem Raum verstehen?

Wenn ihr euch mit dem Thema vertraut machen möchtet, solltet ihr zunächst einmal wie ein Innenarchitekt denken. Das Gute daran: Ihr könnt in jeder Situation üben und euch intensiv Gedanken zum Thema machen! Denn schlichtweg jeder Raum, in dem ihr euch befindet, kann kritisch durch die Augen eines angehenden Innenarchitekten betrachtet werden.

Daher gehört es zu den ersten Aufgaben eines jeden Innenarchitekten, das Ambiente in jedem Raum zu verstehen. Dieses Verständnis begründet sich auf 7 wichtige Prinzipien. Diese sind Harmonie, Gleichgewicht, Highlights im Raum, Rhythmus, Details, Maßstäbe und Proportionen. All diese Elemente beeinflussen das Ambiente im Raum und können mit viel Geschick verbessert werden, falls Bedarf besteht. 

Bei der Harmonie spielt die perfekte Symbiose zwischen Raum und allen darin enthaltenen Gegenständen eine wichtige Rolle. Deko-Elemente, Teppiche, Pflanzen, Lampen und Möbelstücke müssen harmonieren, um für ein angenehmes Gesamtbild zu sorgen. 

Die Highlights stehen gleich an zweiter Stelle nach der Harmonie, das aus einem guten Grund. Denn jeder Mensch ist stolz auf bestimmte Highlights in den Räumen seines Hauses. Sind diese clever gewählt, können sie das gesamte Ambiente im Raum positiv beeinflussen. Das kann zum Beispiel ein außergewöhnliches Sofa sein, aber auch Kunstgegenstände eignen sich hervorragend als Highlights im Raum. 

Was sind Rhythmus, Gleichgewicht und Proportionen?

Offene Küche mit Essbereich:  Küche von Büro Köthe
Büro Köthe

Offene Küche mit Essbereich

Büro Köthe

Im Hinblick auf den Rhythmus sollten Bewohner und Innenarchitekten darauf achten, dass das Thema, die Farben und der Stil im Raum auf der gleichen Ebene angesiedelt sind. Nur so ergibt sich ein angenehmer Rhythmus, eine perfekte Melodie.

Auch die Maßstäbe und Proportionen sollten bei der Ausstattung eines Raumes dringend berücksichtigt werden. Bei der Wahl verschiedener Einrichtungsgegenstände ist daher stets der Vergleich mit vorhandenen Elementen und der Größe des Raumes an sich wichtig. 

In der Küche oben wurden klare Linien und frische Farben verwendet. Gerade im Hinblick auf die Maßstäbe wurde hier mit viel Sorgfalt gearbeitet. Zwischen den beiden Arbeitsflächen ist noch genügend Platz für Bewegung. Der Küchenbereich ist flexibel und einladend – schlichtweg deshalb, weil die Maßstäbe und Proportionen bei Einrichtung des Raumes akribisch berücksichtigt wurden. 

Den verfügbaren Raum sinnvoll nutzen

How to make the most of a small place? – Diese wichtige Frage stellen sich nicht nur viele Bewohner einer kleinen Stadtwohnung, sondern auch Innenarchitekten, die sich täglich mit optimalen Lösungen für Räume beschäftigen. Da der Trend immer mehr zur kleinen Stadtwohnung geht, ist es natürlich extrem wichtig, dass ein Innenarchitekt bei der Gestaltung kleiner Räume durch Fingerspitzengefühl und Ideenreichtum beeindruckt. 

Und dabei gibt es viele Möglichkeiten, auch als Anfänger in Sachen Innenarchitektur zu punkten. Mit was für einer Art Raum haben wir es zu tun? Gibt es eine Treppe? Gibt es ungenutzte Ecken? Stillgelegte Türen oder Fenster? Nischen, die bis jetzt noch keine sinnvolle Funktion im Raum erfüllen? Dann wird es aber höchste Zeit! 

Der erfahrene Innenarchitekt widmet sich jedem Detail im Raum und macht so nach einigen Überlegungen stets das Beste aus dem, was bereits vorhanden ist. Im Bild oben sind wir absolut begeistert von der gemütlichen Leseecke, die im Raum geschaffen wurde. Dabei wurde eine ungenutzte Nische erweitert und mithilfe von sanften Farben und weichen Stoffen zu einer Oase der Ruhe gemacht. 

Wie können Farben sinnvoll genutzt werden?

 Wohnzimmer von In:Style Direct
In:Style Direct

Living / Study area

In:Style Direct

Die Wahl der passenden Farbe in einem Raum kann enorme Auswirkungen auf das gesamte Ambiente haben. Daher ist es natürlich wichtig, dass sich professionelle Innenarchitekten über Jahre mit Farbenlehre und harmonischen Kompositionen auseinandersetzen.

Es gibt genügend Farben, die bestimmte Auswirkungen auf die Stimmung von Menschen haben. Daher ist es ratsam, bei der Wahl der Farben sehr vorsichtig und bedacht vorzugehen. Zudem besitzen Farben auch die beeindruckende Kraft, die Größe und Form eines gesamten Raumes zu verwandeln. Damit ein weitläufiger Raum nach einer Wandumgestaltung nicht kleiner wirkt, sollte daher vor einer solchen Aktion genau geplant werden. 

Rot ist eine sehr intensive Farbe, die für Energie im Raum sorgt. Gelb sorgt für Freude und Sonnenschein in den eigenen vier Wänden, der kräftige Farbton wirkt gleich beim Betreten eines Raumes einladend. Blau beruhigt und sorgt für eine wohlige Stimmung. Auch Grün wirkt beruhigend und verwandelt jeden Raum in den perfekten Rückzugsort nach einem stressigen Tag. Rosa ist eine sehr dramatische und intensive Farbe. Und Orange steht für Aufregung und Enthusiasmus. 

Die Farbkombinationen aus Schwarz, Weiß, Grau und Braun sind sehr flexibel und können gekonnt mit ausdrucksstarken Farben wie Rot, Gelb oder Rosa in Einklang gebracht werden. Je nach Stimmung, die im Raum erzeugt werden soll, muss auch die Kombination der dominierenden Farben ausfallen. Wir sind hin und weg von der Kombination im Beispiel-Wohnzimmer oben. Hier wurde gekonnt der schlichte Farbton Weiß mit verschiedenen Blautönen kombiniert. Eine absolut geeignete Wahl für einen so wichtigen Raum im Haus.

Erster Versuch: Analyse eines Raumes

Innenarchitekten entwickeln natürlich mit der Zeit ein Gespür für die passende Einrichtung eines Raumes. Wie bei jedem anderen Beruf ist hier viel Übung nötig, um in einigen Monaten oder Jahren als Experte auf diesem Gebiet zu glänzen. Zur Übung gehört es natürlich auch, bestimmte Räume auf ihre Stärken und Schwächen zu testen, Vorschläge für eine Umgestaltung zu bringen und diese dann auch umzusetzen.

Nur durch die Praxis erlangt ein Innenarchitekt das nötige Know-how, um erfolgreich in diesem Bereich arbeiten zu können. Ästhetisches Design, gekonnte Kombinationen und passende Farbtöne – Wie wäre es, wenn ihr euch einfach an einem Raum probiert? Ein guter Anfang könnte die Beispiel-Küche im Bild oben sein, aber genauso gut eignet sich auch ein Raum in eurem eigenen Zuhause! 

Denkt immer daran, das Ambiente in einem Raum anhand der 7 Prinzipien zu lesen und danach die Stärken und Schwächen aller Elemente im Raum zu bestimmen. Dann kann nichts mehr schief gehen mit dem Beginn einer Karriere als Innenarchitekt!

Welchem Raum habt ihr euch gewidmet? Und was ist eure Beurteilung als angehender Profi?
VIO 302 - Terrasse:  Terrasse von FingerHaus GmbH

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